Extremismus

Jüdische Studenten fordern Maßnahmen gegen »Jüdische Stimme«

Wieland Hoban, Vorstand der Jüdische Stimme, mit Karin De Rigo von der Partei MERA25 (»Bündnis für realistischen europäischen Ungehorsam«) Foto: picture alliance/dpa

Der Verband Jüdischer Studierender Hessen (VJSH) verlangt, dass der antisemitischen »Jüdischen Stimme für einen gerechten Frieden« die Gemeinnützigkeit entzogen wird. Außerdem fordern die Studenten, dass der Organisationen keine Förderungen mehr zukommen, oder Räume überlassen werden.

Zudem müssten Spenden an die »Stimme« an friedliche Initiativen umgeleitet werden, so der VJSH. Partnerverbände, darunter der Bund Jüdischer Studenten Baden, die Jüdische Studierendenunion Württemberg und der Verband Jüdischer Studenten in Bayern, unterstützen die Forderung der Hessen.

Seit Jahren verbreitet die »Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden« israelfeindliche Propaganda im Internet und bei Demonstrationen. Im jüngsten Verfassungsschutzbericht wird der Verein im Kapitel »Linksextremismus« mehrfach erwähnt.

Lesen Sie auch

»Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023
beteiligten sich BDS-nahe (...) Gruppierungen vielfach an israelfeindlichen Versammlungen«, heißt es in dem Bericht für 2024.

»Ferner intensivierten sie ihre Forderungen nach dem Ende einer behaupteten ›israelischen Apartheid‹ sowie die Aufrufe zum Boykott von Unternehmen und Waren mit Bezug zu Israel. Einige dieser Gruppierungen werden nun als gesichert extremistische Bestrebungen bewertet. Darunter ist die ›Jüdische Stimme‹«.

Im Verfassungsschutzbericht heißt es auch, der Verein sei Teil des Kufiya-Netzwerkes, in dem sich Linksextremisten auch mit »Gruppen aus dem
auslandsbezogenen Extremismus« vernetzten. Neben der »Jüdischen Stimme« gehören unter anderem die DKP, die Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend und die Gruppe »Palästina Spricht« dazu, die ebenfalls Verschwörungsmythen über Israel und Hass gegen den einzigen jüdischen Staat verbreitet.

Teheran

Trotz Angriffen: Iran mobilisiert zu Al‑Kuds‑Protesten

Zum Ende des Fastenmonats Ramadan findet im Iran immer eine staatlich-inszenierte Großdemonstration gegen Israel statt. Die Führung rief die Bevölkerung auf, es dem »Feind« zu zeigen

 13.03.2026

Andenes

Kanzler Merz sieht keinen Anlass für Militäreinsatz in Straße von Hormus

Der französische Präsident treibt die Idee eines Militäreinsatzes zum Schutz von Öltankern und Handelsschiffen in der Straße von Hormus voran. Kanzler Merz ist da deutlich zurückhaltender

 13.03.2026

Washington D.C.

»Schaut mal, was heute mit diesen geistesgestörten Drecksäcken passiert«

»Wir verfügen über beispiellose Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit«, schreibt der amerikanische Präsident auf seiner Plattform Truth Social

 13.03.2026

Maskat

Bericht: Tote und Verletzte durch Drohne im Oman

Woher die Drohnen kamen, war zunächst nicht bekannt. Trotz Vermittlungsbemühungen wurde der Oman mehrfach zum Ziel iranischer Angriffe

 13.03.2026

Meinung

Iran: Der Verrat des Westens

Die Islamische Republik ist angeschlagen, doch ihre Unterstützer im Westen sind nach wie vor aktiv

von Jacques Abramowicz  13.03.2026

Paris

Nationaler Widerstandsrat will Übergangsregierung im Iran stellen

Die Gruppe exilierter Iraner will nach dem Sturz der Mullahs innerhalb von sechs Monaten Wahlen durchführen. Der Widerstandsrat ist jedoch höchst umstritten

 13.03.2026

Nahost

US-Tankflugzeug bei Einsatz im Irak abgestürzt

Vier der fünf Crew-Mitglieder starben

 13.03.2026

Incirlik

Iranische Rakete auf NATO-Stützpunkt in der Türkei abgefeuert

Als Reaktion auf die wachsende Bedrohung verstärkt die Allianz ihre Luftverteidigung in der Region. Ankara droht derweil dem Regime in Teheran

 13.03.2026

Analyse

Der strategische Fehler Teherans – und die Chance auf eine neue Ordnung im Nahen Osten

Wie der Krieg gegen das iranische Regime die Machtverhältnisse der Region dauerhaft verändern könnte

von Sacha Stawski  13.03.2026