Sachsen-Anhalt

Jüdische Gemeinden kritisieren Kunsthochschule Halle

Der Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt sieht in der Skulptur rechts neben der Palästina-Flagge ein Schwein - in Anspielung an »Judensau«-Abbildungen aus dem Mittelalter Foto: Hochschulpressestelle

Sachsen-Anhalt

Jüdische Gemeinden kritisieren Kunsthochschule Halle

Es geht um eine Plastik mit dem Relief eines Schweinekopfs neben einer Palästina-Flagge

 14.08.2025 10:33 Uhr

Der Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt kritisiert die Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle scharf wegen einer als antisemitisch gedeuteten Plastik. Das Relief eines Schweinekopfs neben einer Palästina-Flagge auf dem Campus der Hochschule habe tiefes Entsetzen, Besorgnis und Angst in der jüdischen Gemeinschaft ausgelöst, erklärte der Verband am Montag in Magdeburg.

 »Die Wiederverwendung solcher antisemitischen Bildsprache - gleich in welchem Kontext – ist inakzeptabel«, heißt es in der Erklärung. »Sie verletzt nicht nur die historische Verantwortung, sondern auch die moralischen Grundpfeiler unserer demokratischen Gesellschaft.« Hier sei ein Bezug zu mittelalterlicher, antisemitischer Schmähkunst hergestellt worden.

Lesen Sie auch

Die jüdischen Gemeinden fordern eine umfassende Aufarbeitung der Vorgänge durch unabhängige, externe Experten. Die Hochschule solle sich zudem öffentlich zu ihrer Verantwortung bekennen und sich von Judenfeindschaft abgrenzen, hieß es.

Am Samstag hatte die Hochschulleitung ihre Bereitschaft zu einer »kritischen Selbstreflexion« erklärt. Sie regte die Gründung eines unabhängigen Ethikrats an. Er soll demnach Handlungsempfehlungen für den Umgang mit Kunstfreiheit im Kontext gesellschaftlicher und politischer Diskurse entwickeln.

 Nach einem Bericht der »Mitteldeutschen Zeitung« war die Plastik, die von einem Studenten angefertigt wurde, in der aktuellen Jahresausstellung der Hochschule zu sehen. Auch die Staatsanwaltschaft Halle befasse sich inzwischen mit dem Vorgang. epd

Washington D.C.

Ein Begräbnis und ein Gipfeltreffen

Israels Premier Netanjahu und Ukraine-Präsident Selenskyj waren offiziell angereist, um an der Beerdigung von US-Senator Lindsey Graham teilzunehmen. Doch das Begräbnis wird auch für ein geopolitisches Gipfeltreffen mit US-Präsident Trump genutzt

 29.07.2026

The OpenAI logo is displayed on a mobile phone screen in this photo illustration, as artificial intelligence tools continue to expand across consumer and business applications in Brussels, Belgium, on February 28, 2026. (Photo by Jonathan Raa/NurPhoto)

Meinung

KI: Wie die Welt einmal untergehen könnte

Der Kontrollverlust der Softwarefirma OpenAI über ihr neuestes Modell macht erneut die Notwendigkeit deutlich, KI-Technologie stärker zu regulieren. Dabei geht es um nicht weniger als die Zukunft der Menschheit

von Joshua Schultheis  28.07.2026

Dresden

Petition wirft AfD Missbrauch der Marke Simson vor

Die Traditionsmarke Simson steht für eine erfolgreiche Firmengeschichte. Die AfD nutzt das positive Image, das stößt auf Widerstand

 28.07.2026

Terror

Nach dem CSD-Anschlag: Wo Berlin trauert

Blumen, Botschaften und Regenbogenflaggen: Im Berliner Tiergarten suchen Menschen Trost am Ort des Terroranschlags. Was ein Notfallseelsorger erzählt

 28.07.2026

Berlin

Bekennervideo des mutmaßlichen CSD-Attentäters auf Mobiltelefon entdeckt

Was ist in der Aufnahme zu sehen?

 28.07.2026

Meinung

Wir müssen darüber sprechen, was der Terror mit dem Islam zu tun hat

Die islamistische Ideologie muss endlich als solche benannt werden – auch weil Muslime zu den ersten Opfern der Terroristen gehören

von Ali Ertan Toprak  28.07.2026

München

Deutsche Post will Davidstern-Briefmarke doch drucken

Die Poste lehnte eine Briefmarke mit einem Davidstern und dem Schriftzug »Antisemitismus – ohne mich!« erst ab. Nach Kritik hat sie sich nun umentschieden

 28.07.2026 Aktualisiert

Washington D.C./Rom

USA kündigen weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom an

Nach jahrzehntelangem Kriegszustand gab es zuletzt Annäherungsversuche zwischen Jerusalem und der libanesischen Regierung. Die USA als Vermittler setzen vor allem auf den Erfolg sogenannter Pilotzonen

 28.07.2026

Washington D.C.

Trump weist Netanjahus Kritik an möglichem F-35-Verkauf an die Türkei zurück

»Niemand schreibt mir vor, was wir verkaufen sollen«, sagt der amerikanische Präsident vor seinem Treffen mit Benjamin Netanjahu

 28.07.2026