Düsseldorf

Jetzt auch Wirbel um Jobs bei AfD-Abgeordneten in NRW

Der nordrhein-westfälische AfD-Abgeordnete Klaus Esser Foto: picture alliance/dpa/Revierfoto

Nach Vetternwirtschaft-Vorwürfen gegen die AfD in mehreren Bundesländern rücken nun Beschäftigungen bei Landtagsabgeordneten in NRW in den Fokus. Laut einem »Spiegel«-Bericht geht es dabei unter anderem um eine 85-Jährige, die auf Minijob-Basis für den AfD-Landtagsabgeordneten Klaus Esser arbeitet. Dieser wies Vorwürfe auf Anfrage der dpa zurück. Er tue vielmehr etwas für die »Teilhabe von älteren Menschen«.

Hintergrund: Die Seniorin ist die Ehefrau eines AfD-Mitglieds aus dem Sauerland. Der Mann hat kein Mandat mehr in der Lokalpolitik. Esser betonte, seine Angestellte sei »geistig sehr fit« und bereite aus dem Homeoffice heraus etwa Kleine Anfragen oder Anträge vor. »Gesellschaft und Parlament reden viel über Teilhabe von älteren Menschen – wenn man das dann in der Praxis umsetzt, soll es plötzlich falsch sein«, sagte Esser der Deutschen Presse-Agentur.

Lesen Sie auch

Die AfD-Landtagsabgeordnete Enxhi Seli-Zacharias taucht in einer Recherche des »Kölner Stadt-Anzeiger« auf: Sie beschäftigt demnach seit etwa drei Jahren die Ehefrau eines Duisburger AfD-Lokalpolitikers auf Minijob-Basis. Da der Ehemann kein Abgeordneter sei, sehe sie kein Problem in der Anstellung der Frau, sagte Seli-Zacharias der dpa.

Tatsächlich ist nur verboten, dass ein Abgeordneter Ehefrau oder Ehemann eines anderen Abgeordneten beschäftigt. Das ist nach Paragraf 6 (Absatz 3) des nordrhein-westfälischen Abgeordnetengesetzes nicht möglich. Aber, so ein Landtagssprecher: »Verstöße hiergegen sind der Landtagsverwaltung nicht bekannt.« dpa

Wien

Antisemitismus am Denkmal für einen Antisemiten

Ausgerechnet am umstrittenen Denkmal für den einstigen Wiener Bürgermeister Karl Lueger ist es zu einem judenfeindlichen Eklat gekommen

 03.07.2026

Lettland

Deutsche Städte gedenken der nach Riga deportierten Juden

1941/42 wurden mehr als 25.000 Juden aus Deutschland und Österreich zur Vernichtung in die lettische Hauptstadt deportiert. Daran gedachten nun Vertreter aus 30 deutschen Städten

 03.07.2026

Karlsruhe

Waffen für Hamas? Verdächtiger nach Deutschland überstellt

Seit Monaten geht die Bundesanwaltschaft gegen mutmaßliche Hamas-Anhänger vor, die Waffen für die Organisation geschmuggelt haben soll. Ein weiterer Beschuldigter ist jetzt in deutscher U-Haft

 03.07.2026

Iran

Wollte Israel iranische Unterhändler töten?

Wie die »New York Times« berichtet, fürchtete die Trump-Administration bei den Iran-Verhandlungen die gezielte Tötung der iranischen Delegierten Abbas Araghchi und Mohammad Bagher Ghalibaf durch Israel

 03.07.2026

Studie

AJC warnt vor AfD-Regierungsübernahme

Zum AfD-Bundesparteitag hat das American Jewish Committee eine Analyse über den Landesverband in Sachsen-Anhalt veröffentlicht. Die Aussage ist eindeutig

 03.07.2026

Gesellschaft

Filmproduzentin Brauner: Die Erinnerungskultur ist gescheitert

Die Hintergründe

von Hannah Krewer  03.07.2026

Vereinigte Staaten

Trump: »Warum Juden Demokraten wählen, ist mir ein Rätsel«

Im CNBC-Interview hat sich der US-Präsident erneut abschätzig über amerikanische Juden geäußert, die seine Politik nicht goutieren

 03.07.2026

Iran

Trauerfeierlichkeiten für Ajatollah Chamenei beginnen Samstag

Rund vier Monate nach seiner Tötung soll Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei beerdigt werden. Mehrere Tage lang herrscht dafür im Iran Ausnahmezustand

 03.07.2026

Interview

»Ich nehme die Kritik sehr ernst«

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antisemitismus, wechselt nach Paris. Im Interview blickt er zurück und zieht Bilanz

von Leticia Witte  03.07.2026