Jerusalem

Israeli soll für Iran Anschlag auf Naftali Bennett geplant haben

Der israelische Ex-Premierminister Naftali Bennett spricht am 26. Januar 2026 vor Publikum in der zentralisraelischen Stadt Modiin. Foto: picture alliance / SIPA

Ein junger Israeli wird beschuldigt, im Auftrag des Irans einen Anschlag auf den früheren israelischen Ministerpräsidenten Naftali Bennett vorbereitet zu haben. Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Bet und die Polizei teilten gemeinsam mit, ein 22-Jähriger sei im vergangenen Monat in der Hafenstadt Haifa festgenommen worden.

Er soll demnach im Auftrag des iranischen Geheimdienstes Sprengstoff hergestellt haben. Ziel sei ein Anschlag auf eine »ranghohe Persönlichkeit« gewesen. Nach übereinstimmenden Berichten verschiedener israelischer Medien handelte es sich dabei um Ex-Premier Bennett. 

Verdächtiger soll rund 20.000 Euro erhalten haben

Gegen den 22-Jährigen und weitere Verdächtige solle in Kürze Anklage erhoben werden, hieß es weiter in der Mitteilung. Der Mann habe seit August 2025 in Kontakt mit einem iranischen Akteur gestanden. Für hohe Geldzahlungen habe er verschiedene Aufgaben ausgeführt. Unter anderem habe er eine Wohnung in Haifa gemietet, in der er Sprengstoff hergestellt habe. Dabei habe er Unterstützung von mehreren Freunden erhalten, ebenfalls israelische Staatsbürger. 

Lesen Sie auch

Sie sollen beim Kauf von Materialien, beim Verstecken des Sprengstoffs und bei Tests geholfen haben. Während des jüngsten Iran-Kriegs habe der 22-Jährige auch Fotos vom Hafen in Haifa und von Raketeneinschlägen im Norden Israels übermittelt. 

Für seine Aktivitäten habe er umgerechnet knapp 20.000 Euro erhalten, meist über digitale Geldbörsen. In den vergangenen Jahren waren in Israel immer wieder Fälle von Spionage einfacher Bürger für den Iran bekanntgeworden. dpa

Vereinte Nationen

Welche Chancen hat Rebeca Grynspan?

Erstmals könnte eine Frau neue UN-Generalsekretärin werden. Mit im Rennen ist Rebeca Grynspan aus Costa Rica. Sollte sie gewählt werden, wäre sie auch die erste jüdische Person im Amt

von Michael Thaidigsmann  28.04.2026

Niederlande

Geheimdienst sieht Hamas-Netzwerk hinter Protesten und Geldsammlung

Die Organisation verbreitet nach Erkenntnissen des AIVD Propaganda und sammelt Geld für die palästinensische Terrororganisation

 28.04.2026

Teheran/Washington

Kann die US-Seeblockade den Iran in die Knie zwingen?

Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran stocken derzeit. Aber die Vereinigten Staaten ziehen Kräfte vor dem Persischen Golf zusammen

von Khang Mischke, Mathis Richtmann  28.04.2026

Hamburg

Mutmaßlicher Block-Entführer aus Israel: »Ich bin kein Verbrecher«

Er ist ein weiterer mutmaßlicher Entführer der Block-Kinder, den das Landgericht befragt. Der Israeli berichtet, was seine Aufgabe bei der Rückholaktion war

 28.04.2026

Berlin

»Ich will mich nicht verstecken«

Ron Dekel wurde angepöbelt, weil er eine Kippa trug. Ein Video davon ging viral, er wurde im Netz beleidigt, man lauerte ihm vor der Synagoge auf. Hier spricht der Präsident der Studierendenunion darüber, was ihm passiert, seitdem er sich sichtbar als Jude zeigt

von Mascha Malburg  27.04.2026

Kunstwelt

»100 Euro für einen Picasso«

Der französische Informatiker Ari Hodara über den unerwarteten Gewinn eines Millionen Euro teuren Gemäldes

von Nicole Dreyfus  27.04.2026

Berlin

Wadephul: UN muss Verantwortung im Iran-Krieg übernehmen

Der Bundesaußenminister reist zu den Vereinten Nationen nach New York. Im Zentrum des Besuchs steht der Iran-Krieg. Doch es geht auch um die Rolle der Weltorganisation insgesamt

 27.04.2026

Brüssel

Von der Leyen: Lockerung von Iran-Sanktionen wäre verfrüht

Der Kanzler stellt dem Iran eine Lockerung der Sanktionen in Aussicht, wenn Teheran eine Reihe von Bedingungen erfüllt. In der EU stößt er damit auf Skepsis

 27.04.2026

Stuttgart

Skandal im Gericht: Anwälte proben Aufstand

Israelfeindliche Aktivisten stehen in Stammheim vor Gericht. Der Auftakt wird zum Eklat. Gericht und Verteidigung geraten beispiellos aneinander

 27.04.2026