Berlin

Israelfeindliches Protestcamp im Regierungsviertel muss umziehen

Seit Wochen protestieren Aktivisten nahe dem Kanzleramt gegen den israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen. Die Polizei ordnete wegen Lärmbelästigung einen Umzug an. Foto: picture alliance/dpa

Ein israelfeindliches Protestcamp neben dem Bundeskanzleramt in Berlin muss auf Anordnung der Versammlungsbehörde vom Montag umziehen. Grund sind nach Angaben von Polizeisprecher Florian Nath wiederholte Lärmbelästigungen und Beeinträchtigungen des Kanzleramtes sowie der Umgang von Camp-Bewohnern mit dem dortigen Gedenkort für die Opfer der deutschen Besatzung Polens im Zweiten Weltkrieg.

Auf dem Areal des Gedenkortes sei unter anderem Fußball gespielt worden, sagte Nath dem Evangelischen Pressedienst (epd). Vor dem Kanzleramt seien Menschen von den Camp-Bewohnern wiederholt angebrüllt und eingeschüchtert worden. Der aus einem 30 Tonnen schweren Findling und einem Wildapfelbaum bestehende Gedenkort war erst Mitte Juni eingeweiht worden.

Die Polizei habe die Versammlungsleitung mehrmals aufgefordert, Störungen zu unterlassen. Weil nichts passiert sei, werde das noch bis Samstag angemeldete Camp jetzt umgesiedelt. Als Alternativstandorte wurden den etwa 60 Bewohnerinnen und Bewohnern am Montag von der Versammlungsbehörde der Washingtonplatz vor dem Berliner Hauptbahnhof oder eine Wiese im Tiergarten hinter dem Haus der Kulturen der Welt angeboten.

Die Polizei hatte die Zugänge zu dem Camp gegenüber der Reichstagswiese am Montag mit Gittern und Einsatzwagen abgesperrt, auch um Unterstützer abzuhalten. Rein dürfe nur noch, wer persönliche Sachen in dem Zeltlager habe, sagte Nath. Sollten die Bewohner nicht freiwillig gehen, werde die Polizei das Camp auflösen. Am Montagnachmittag begannen allerdings Camp-Teilnehmer mit dem Abbau der ersten Zelte. epd

Barcelona

Flick distanziert sich von Yamals Palästina-Flaggen-Aktion

Jungstar Yamal sorgt meistens auf dem Platz für Aufsehen. Bei der Meisterparty des FC Barcelona setzt er nun auch abseits des Rasens ein Zeichen - ein politisches, das aber nicht allen gefällt

 13.05.2026

Berlin

Verfassungsschutz will über Antisemitismus aufklären

Wassermelone, Krake und Demo-Parolen: Der Verfassungsschutz erklärt, welche Symbole und Slogans seiner Einschätzung nach auf Extremismus und Antisemitismus hindeuten können.

 12.05.2026

Brüssel

Pride Parade nimmt Auflagen für jüdische Teilnehmer zurück

Eine Gruppe war mitgeteilt worden, ihre Mitglieder dürften weder Davidsterne noch das Wort »jüdisch« auf Bannern oder Symbolen zeigen

 12.05.2026

New York

Festnahmen bei Zusammenstößen vor Synagoge in Brooklyn

Israelfeindliche Demonstranten skandieren »Palästina gehört nur uns« und »Fuck Israel«. Es kommt zu Rangeleien mit Gegendemonstranten

 12.05.2026

Meinung

Wer definiert das Judentum?

Die Theologische Fakultät der Universität Freiburg im Üechtland verleiht dem messianischen Rabbiner Mark S. Kinzer die Ehrendoktorwürde. Das belastet das jüdische Verhältnis zu einem katholischen Partner

von Zsolt Balkanyi-Guery  12.05.2026

Nahost

Bericht: Vereinigte Arabische Emirate griffen den Iran heimlich an

Eine der Attacken soll Anfang April ein großes Feuer auf einer Raffinerie auf der iranischen Insel Lavan verursacht haben

 12.05.2026

Washington D.C.

Trump erwägt neue Militärschläge gegen Iran

Der US-Präsident bezeichnete die Antwort Teherans auf seinen jüngsten Vorschlag für eine dauerhafte Waffenruhe als »Müll«

 12.05.2026

Essay

Warum ich Zionist bin

Heute ist Zionismus für viele ein Schimpfwort und gleichbedeutend mit Rassismus. Da muss eine Verwechslung vorliegen. Antizionismus ist Rassismus. Der Zionismus ist die selbstverständlichste Antwort auf zweitausend Jahre Verfolgung, Vertreibung und Völkermord

von Mathias Döpfner  12.05.2026

Berlin

Mehr Straftaten gegen Gedenkstätten im vergangenen Jahr

Sachbeschädigung, Volksverhetzung, Diebstahl, Hausfriedensbruch: Die Zahl der Straftaten in und gegen Gedenkstätten ist im vergangenen Jahr gestiegen

 11.05.2026