Incirlik

Iranische Rakete auf NATO-Stützpunkt in der Türkei abgefeuert

Die Luftwaffenbasis im türkischen Incirlik Foto: picture alliance / Anadolu

Der Krieg zwischen Iran und seinen Gegnern weitet sich zunehmend auf weitere Länder der Region aus. Laut türkischen Medienberichten wurde am Freitag eine iranische Rakete auf den NATO-Luftwaffenstützpunkt Incirlik im Süden der Türkei abgefeuert. Sirenen seien auf dem Gelände ausgelöst worden, berichteten Zeitungen. Eine offizielle Stellungnahme der NATO lag zunächst nicht vor.

Der Stützpunkt gilt als wichtiger militärischer Knotenpunkt der Allianz im Nahen Osten. In den vergangenen Tagen hatten die Luftabwehrsysteme der NATO bereits mehrere ballistische Raketen abgefangen, die auf türkisches Gebiet gerichtet gewesen sein sollen.

Als Reaktion auf die wachsende Bedrohung aus dem Iran verstärkt die Allianz derzeit ihre Luftverteidigung in der Region. Die Türkei hatte Anfang der Woche mitgeteilt, dass ein amerikanisches Patriot-System nahe der Provinz Malatya stationiert worden sei. In der Region befindet sich auch die NATO-Radarstation Kürecik, deren Sensoren unter anderem dazu dienen, Raketenstarts frühzeitig zu erkennen.

Lesen Sie auch

Parallel dazu kam es erneut zu Angriffen auf Staaten am Persischen Golf. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Saudi-Arabien wurden mehrere feindliche Drohnen abgefangen, die sich dem Land näherten. Eine der Drohnen soll auf das Diplomatenviertel in der Hauptstadt gezielt haben, während weitere Fluggeräte über dem Gouvernement Al-Kharj zerstört wurden.

Seit Beginn der militärischen Operation gegen Iran sieht sich Saudi-Arabien nach eigenen Angaben regelmäßig Angriffen ausgesetzt. Das Außenministerium in Ankara warnte Teheran vor möglichen Folgen weiterer Attacken. Sollte der Iran seine Angriffe fortsetzen, werde er »die schwersten diplomatischen, wirtschaftlichen und strategischen Konsequenzen tragen und der größte Verlierer sein«. im

Internationaler Strafgerichtshof

»Begünstigung von Kriegsverbrechen«: Israelische NGO zeigt Spaniens Regierungschef Sánchez an

Die Hintergründe

 18.04.2026 Aktualisiert

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Wir Juden sollten uns nicht verstecken. Wir sollten offen, laut und stolz sein - auch und insbesondere auf den jüdischen Staat

von Daniel Neumann  17.04.2026

ZDF-Politbarometer

Auf Bundesebene: AfD erstmals stärkste Kraft

Die rechtsextreme Partei profitiert von der Unzufriedenheit der Bürger mit der Regierung

 17.04.2026

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der ab dem 1. Mai von Deutschland aus arbeitet

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026

Yale-Umfrage

Jüngere Wähler in den USA äußern häufiger antisemitische Ansichten

Auch Plattformen wie TikTok spielen eine Rolle. Ihre Nutzer neigen eher zu Judenhass als Konsumenten herkömmlicher Medien

 17.04.2026

Amsterdam

Neue YouTube-Serie folgt den Spuren von Anne Frank

Eine Schauspielerin reist von Frankfurt über Amsterdam bis Bergen-Belsen und bietet Einblicke in das Leben des jüdischen Mädchens, das Millionen Menschen berührt hat

 17.04.2026