Projektvorstellung

Hamburg plant Studie zum Antisemitismus

Foto: dpa

Eine neue Studie soll klären, wie weit der Antisemitismus in Hamburg auch jenseits offenkundiger Fälle verbreitet ist. An der sogenannten Dunkelfeldstudie wollen sich die Jüdische Gemeinde Hamburg sowie die Polizeiakademien von Hamburg und Niedersachsen beteiligen.

Gleichstellungssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) und der Hamburger Antisemitismusbeauftragte Stefan Hensel wollten das Projekt am Donnerstag vorstellen. Die Ergebnisse der Studie sollen nach Angaben der Behörde in städtische Maßnahmen einfließen und einen Beitrag zur Antisemitismus-Prävention leisten.

Vorfälle bei Mahnwache Seit 2016 registrierte die Hamburger Polizei jährlich zwischen 35 und 77 judenfeindliche Straftaten, wie aus einem Bericht der Gleichstellungsbehörde hervorgeht. Als Beispiel erwähnt der Bericht zwei Vorfälle bei einer Mahnwache für Israel am 4. Juni 2022.

Zwei Frauen versuchten demnach, eine israelische Flagge anzuzünden. Während Polizeibeamte einschritten, stieg ein Busfahrer aus seinem Fahrzeug und beleidigte die Teilnehmer der Mahnwache lautstark. Bereits am 18. September 2021 war ein Teilnehmer der Mahnwache von zwei Jugendlichen angegriffen und schwer verletzt worden. dpa

Meinung

Die Juden waren’s!

Claudia Roth und die jüdische Lobby: Eine kleine Chronik der Unschuld

von Andreas Büttner  06.11.2026

Interview

»Ich bezweifle, dass Claudia Roth es ernst meint mit dem Kampf gegen Antisemitismus«

JSUD-Präsident Ron Dekel geht mit der Grünen-Politikerin hart ins Gericht und wirft ihr vor, antisemitische Narrative salonfähig zu machen

von Michael Thaidigsmann  06.11.2026

Israelfeindliche Politikerin

Berliner Linke fordert Vanessa Emde zum Mandatsverzicht auf

Nach Wochen der Diskussion über den Umgang mit der direkt gewählten Abgeordneten, scheint die Parteispitze nun durchgreifen zu wollen

 06.11.2026

Vorwurf der Kampagne

Eklat um Claudia Roth: Nun reagiert der Zentralrat

Die Grünen-Politikerin bereut es, israelfeindliche Regisseure auf der Berlinale kritisiert zu haben und sieht die Schuld dafür beim Zentralrat der Juden

 06.11.2026

Berlin

Gregor Gysi für Rauswurf von Vanessa Emde

»Ich hoffe, dass wir sie ausschließen«, sagt Gysi über die wegen israelfeindlicher Aussagen umstrittene Abgeordnete

 06.11.2026

Bayern

Charlotte Knobloch wünscht sich Ilse Aigner als Bundespräsidentin

Die bayerische Landtagspräsidentin »lebt mit den Menschen, nicht über ihnen«, so Knobloch

 06.11.2026

USA

Trump will bald Entscheidung zum Iran-Krieg verkünden

Nach der Wahlniederlage seiner Republikaner beschäftigt sich US-Präsident Trump mit der Frage, ob er den Krieg mit dem Iran wiederaufnehmen soll. Die Bemühungen der Vermittler laufen auf Hochtouren

 06.11.2026

Berlin

Emde erschien mit radikaler Anti-Israel-Aktivistin zur Fraktionssitzung

Während die Linke weiter um den Umgang mit der Neuköllner Abgeordneten ringt, provozierte diese erneut

 05.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  05.11.2026