Berlin

Habeck: Es kann nicht genug Beiträge gegen Antisemitismus geben

Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, gibt auf dem militärischen Teil des Flughafens »Willy Brandt« vor seinem Abflug nach London ein Statement ab. Foto: picture alliance/dpa

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat sein viel beachtetes Video zur Solidarität mit Israel und den Juden als einen Beitrag bezeichnet, von dem es nicht genug geben könne.

Er habe sich nach vielen Gesprächen mit Vertretern der jüdischen Gemeinde und jüdischen Freunden am Wochenende Gedanken gemacht, um die »verworrene Debattenlage ein bisschen zu entwirren«, sagte der Grünen-Politiker am Donnerstag vor seinem Abflug nach London.

Auf die Frage, ob nicht Bundeskanzler Olaf Scholz eine solche Rede halten müsste, sagte Habeck, der Kanzler halte »sehr große und einordnende Reden.« Von solchen Debattenbeiträgen könne man in diesen schwierigen Zeiten nicht genug haben. »Das macht der Bundeskanzler auf seine Art, in seinen Formaten, sehr großartig«, fügte Habeck hinzu.

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Habeck hatte in einem Video, das sein Ministerium am Mittwochabend bei X (vormals Twitter) verbreitet hatte, Antisemitismus in Deutschland scharf verurteilt und Solidarität mit Jüdinnen und Juden angemahnt. Das Video wurde bis zum Donnerstagvormittag nach Angaben der Plattform über vier Millionen Mal angesehen und tausendfach geteilt. Politiker auch der CDU lobten den Appell.

Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, hat das Video von Habeck gelobt. »Die eindringliche Botschaft von Herrn Vizekanzler Robert Habeck ist ein richtiger und wichtiger Beitrag in der aufgeheizten und von Falschmeldungen geprägten Diskussion«, sagte Klein am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

»Er fasst in klaren wie besonnenen Worten zusammen, was das Gebot der Stunde ist«, so Klein. »Es gelingt ihm, ohne Schuldzuweisung an die Verantwortung aller in Deutschland lebenden Menschen zu appellieren, sich für die Sicherheit von Jüdinnen und Juden und gegen Antisemitismus einzusetzen.« dpa

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