Muslim-Jewish Leadership Council

Goldschmidt gibt Vorsitz von Dialograt an Schudrich ab

Rabbiner Pinchas Goldschmidt Foto: IMAGO/Panama Pictures

Rabbiner Pinchas Goldschmidt, Präsident der Europäischen Rabbinerkonferenz (CER), tritt vom Vorsitz des Muslim Jewish Leadership Council (MLJC) zurück. Das teilte die CER am Mittwoch in München mit. Für die jüdische Seite übernehme diesen Posten künftig der polnische Oberrabbiner Michael Schudrich, hieß es. Den Vorsitz auf muslimischer Seite hat weiterhin der Großmufti Nedzad Grabus aus Bosnien inne.

Auch Rabbiner Schudrich ist seit vielen Jahren profilierte Stimme des europäischen Judentums und im interreligiösen Dialog engagiert. Darüber hinaus wurden zwei neue jüdische Vorstandsmitglieder in den MJLC berufen: Rabbiner Moché Lewin aus Frankreich sowie Rabbiner Yitzchak Dayan aus Griechenland. »Rabbiner Dayan, der auch fließend Arabisch spricht, bringt mit Rabbiner Lewin umfassende Erfahrungen in Gemeindearbeit und interreligiösem Dialog ein und stärkt damit die künftige Dialogarbeit des Rates zusätzlich«, teilte die CER mit.

Bekenntnis zum Dialog

»Seit der Gründung des MJLC war Oberrabbiner Goldschmidt eine prägende Persönlichkeit des jüdisch-muslimischen Dialogs in Europa«, so die Pressemitteilung. »In einer Zeit wachsender gesellschaftlicher Spannungen und zunehmender Herausforderungen für religiöse Gemeinschaften setzte er sich mit Nachdruck für gegenseitigen Respekt, Religionsfreiheit und eine enge Zusammenarbeit zwischen jüdischen und muslimischen Führungspersönlichkeiten ein.«

Übernimmt den Vorsitz des MJLC auf jüdischer Seite: Polens Oberrabbiner Michael SchudrichFoto: IMAGO/newspix

Die Rabbinerkonferenz bekräftigte ihr Bekenntnis zum jüdisch-muslimischen Dialog in Europa. In Zeiten zunehmender Polarisierung und extremistischer Tendenzen bleibe die institutionalisierte Zusammenarbeit religiöser Führungspersönlichkeiten »ein unverzichtbarer Beitrag zu Frieden, Stabilität und gegenseitigem Verständnis«.

Der MJLC wurde 2016 unter der Ägide des damals noch in Wien ansässigen Dialogzentrums KAICIID gegründet. Ihm gehören jüdische und muslimische Führungspersönlichkeiten aus verschiedenen europäischen Staaten an. kna/ja

Berlin

DIG warnt vor Regierungsbeteiligung der Linken

»Verhindern Sie es«, fordert Cerstin Richter-Kotowski von den Grünen und der SPD

 22.09.2026

Linken-Bundestagsabgeordneter Ferat Koçak

Berlin

Chat mit Clan: Linke-Politiker zieht sich vorerst zurück

Der Bundestagsabgeordnete Ferat Koçak hatte Chatkontakt mit einem Mitglied der Familie Remmo. Das bezeichnet er selbst als Fehler. Damit ist die Sache aber noch nicht ausgestanden

 22.09.2026

Berlin/Schwerin

Presseschau: Politische Ränder gewinnen Landtagswahlen

Medienreaktionen auf die Abstimmungen in der Bundeshauptstadt und in Mecklenburg-Vorpommern

 22.09.2026

Berlin

Michel Friedman warnt SPD und Grüne vor Koalition mit der Berliner Linken

»Wenn die SPD und die Grünen mit dieser Linken koalieren, die antisemitische Linksextremisten und Islamisten toleriert, dann ist ihre Glaubwürdigkeit zutiefst erschüttert«, sagt der Publizist

 22.09.2026

Linken-Bundestagsabgeordneter Ferat Koçak

Berlin

Grünen-Fraktionschefin empfiehlt der Linkspartei Ausschluss von Ferat Koçak

Dröge: Koçak hat wiederholt an Veranstaltungen teilgenommen, bei denen antisemitische, Terror verherrlichende Menschen aufgetreten sind

 22.09.2026

Berlin-Wahl

Klöckners Gretchenfrage: »Wie haltet ihr es mit dem Antisemitismus?«

Die CDU-Politikerin und Bundestagspräsidentin hat SPD und Grüne auf Instagram aufgefordert, in Berlin keine Koalition mit der Linkspartei einzugehen. Ansonsten werde das »Nie wieder« zur Farce

 22.09.2026

Glosse

Ein Clan-Chef als Antisemitismusbeauftragter!

Warum Issa Remmo der »Linken« offiziell Persilscheine ausstellen und Arafat Abou-Chaker neuer Polizeipräsident in Berlin werden sollte

von Ayala Goldmann  22.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Berlin

Gericht erlaubt Extremismus-Einstufung von »Jüdischer Stimme« wieder

Das Berliner Verwaltungsgericht hatte eine Extremismus-Einstufung des Vereins »Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost« zunächst gestoppt. Das Oberverwaltungsgericht sieht es aber anders

 22.09.2026