Anschlag in Berlin

»Glücklich, noch am Leben zu sein«

Sie war mit ihrem Chor aus Johannesburg zum Louis Lewandowski Festival in Berlin gereist – und entging am Montagabend gemeinsam mit ihrem Mann in letzter Sekunde dem Attentäter, der auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz einen Lastwagen in die Menschenmenge steuerte.

»Um acht Uhr war der Markt voller Menschen. Wir hatten Glühwein getrunken und warteten an einem Grillstand auf unser Essen«, sagte Ashley Sweke der Jüdischen Allgemeinen am Dienstagnachmittag. »Dann haben wir diesen Lärm gehört und einen riesigen Lastwagen gesehen, der auf uns zukam. Mir war klar, was jetzt passieren würde. Ich habe wirklich geglaubt, dass ich in diesem Moment sterben würde.«

Trauma Sweke, Managerin des Lewandowski Chorale Johannesburg, flüchtete sich mit ihrem Mann Desmond Sweke, dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Bet David in Johannesburg, in eine Bude auf dem Charlottenburger Weihnachtsmarkt. »Es war die letzte Bude auf der linken Seite, die nicht getroffen wurde. Der Lastwagen kam zum Stehen und stoppte auf der rechten Seite.«

Das Trauma sei sehr real, sagte Ashley Sweke. »Mein ganzer Körper fühlt den Schock, ich zittere immer noch. Ich bin so glücklich, noch am Leben zu sein.«

Lesen Sie mehr in der kommenden Printausgabe der Jüdischen Allgemeinen.

Internationaler Strafgerichtshof

»Begünstigung von Kriegsverbrechen«: Israelische NGO zeigt Spaniens Regierungschef Sánchez an

Die Hintergründe

 17.04.2026 Aktualisiert

Medien

Ex-»Welt«-Chefredakteur Burgard bei Springer künftig für Nahost zuständig

Burgard folgt auf Constantin Schreiber, der sich ab dem 1. Mai als Global Reporter weiter auf seine Podcast-Formate konzentriert

 17.04.2026

Berlin

Zentralrat der Juden gegen Widerspruchslösung

In seinem Tätigkeitsbericht für 2025 geht der Zentralrat auch ethische Fragen rund um das Thema Organspende ein

 17.04.2026

Genf

So reagiert die Weltbank auf antisemitische Posts von Francesca Albaneses Ehemann

Massimiliano Cali soll den palästinensischen Terrorismus relativiert und gegen Juden gehetzt haben

von Imanuel Marcus  17.04.2026

Paris

Bericht: Marine Le Pen trifft Israels Botschafter

Das Gespräch wirft diese Frage auf: Wie geht die Regierung Netanjahu mit rechtsextremistischen Parteien im Ausland um?

 17.04.2026

Yale-Umfrage

Jüngere Wähler in den USA äußern häufiger antisemitische Ansichten

Auch Plattformen wie TikTok spielen eine Rolle. Ihre Nutzer neigen eher zu Judenhass als Konsumenten herkömmlicher Medien

 17.04.2026

Amsterdam

Neue YouTube-Serie folgt den Spuren von Anne Frank

Eine Schauspielerin reist von Frankfurt über Amsterdam bis Bergen-Belsen und bietet Einblicke in das Leben des jüdischen Mädchens, das Millionen Menschen berührt hat

 17.04.2026

München

Proiranische Terror-Gruppe reklamiert Anschlag auf Restaurant für sich

Laut Generalstaatsanwaltschaft ist ein Bekennervideo der schiitischen Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia Gegenstand laufender Ermittlungen

 17.04.2026

Berlin

Staatsanwaltschaft geht in Revision im Prozess gegen Mustafa A.

Die Staatsanwaltschaft geht bei dem Angriff auf Lahav Shapira von einer antisemitischen Gewalttat aus. Der Täter bestreitet dies und erreicht im Berufungsprozess eine geringere Strafe. Beendet ist der Fall damit nicht

 17.04.2026