New York

»Fucking Jew«: Rabbiner beleidigt und angegriffen

Foto: picture alliance / NurPhoto

Am Internationalen Holocaust-Gedenktag ist es in New York zu einem antisemitischen Angriff auf einen Rabbiner gekommen. Der Vorfall ereignete sich im Stadtteil Forest Hills im Bezirk Queens, während in der Metropole zahlreiche Gebäude aus Anlass des Gedenktags gelb angestrahlt waren. Israelische Medien berichteten zuerst.

Nach Angaben von New Yorker Politikern, darunter die New Yorker Senatoren Joseph Addabbo und Leroy Comrie, wurde der Rabbiner auf der Straße körperlich angegriffen, beschimpft und bedroht, weil er Jude ist. Der Angreifer habe den Mann antisemitisch beleidigt und ihm ins Gesicht geschlagen. Der New Yorker Stadtkämmerer Mark Levine erklärte laut »Times of Israel«, der Täter habe den Rabbi unter anderem als »fucking Jew« (»verdammter Jude«) beschimpft, bevor es zu dem Angriff kam.#

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Der Rabbi erlitt laut offizieller Darstellung keine schweren Verletzungen. Die Polizei nahm den mutmaßlichen Täter kurz nach der Tat fest. Mehrere gewählte Vertreter aus Queens verurteilten den Angriff in einer gemeinsamen Stellungnahme scharf. Darin bezeichneten sie die Tat als »gezielten Akt des Hasses« und erklärten, man stehe solidarisch an der Seite des Opfers und der jüdischen Gemeinschaft »in diesem schmerzhaften Moment«.

Lesen Sie auch

Auch New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani äußerte sich öffentlich zu dem Vorfall. Er betonte, dass der Angriff ausgerechnet am Holocaust-Gedenktag stattgefunden habe, und warnte davor, Antisemitismus als Problem der Vergangenheit zu betrachten. »Es gibt keinen Platz für Antisemitismus in unserer Stadt«, erklärte Mamdani und versicherte, seine Verwaltung werde weiter daran arbeiten, judenfeindliche Gewalt entschieden zu bekämpfen.

Der Angriff reiht sich in eine Serie antisemitischer Vorfälle in New York ein. Nach offiziellen Angaben werden Juden in der Stadt häufiger Ziel von Hassverbrechen als alle anderen Bevölkerungsgruppen zusammen. Im vergangenen Jahr wurde im Durchschnitt fast täglich ein mutmaßlich antisemitischer Vorfall bei der Polizei gemeldet – Sicherheitsbehörden gehen jedoch von einer erheblichen Dunkelziffer aus. im

Washington

Trump: Iran muss sofort seine Stellvertreter im Libanon stoppen

Der Iran muss seine Proxys im Libanon unter Kontrolle bringen, fordert Trump. Andernfalls müsse Teheran mit harten Konsequenzen rechnen

 21.06.2026

Potsdam

Linke sucht Kontakt mit Juden im Kampf gegen Antisemitismus

Der Partei wird immer wieder Antisemitismus vorgeworfen. Nun heißt es in einem Beschluss, dass der Parteivorstand mit jüdischen Verbänden in den Austausch gehen soll

 21.06.2026

Iran-Verhandlungen

US-Vizepräsident Vance sieht »große Fortschritte«

In der Schweiz wird über ein Ende des Iran-Kriegs verhandelt. US-Vizepräsident Vance bewertet den Auftakt der Gespräche offenbar als Erfolg

 21.06.2026

Teheran

Iran: Verhandlungen mit USA auf einen Tag begrenzt

Die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington in der Schweiz wurden mit Spannung beobachtet. Nun dämpft der Iran die Erwartungen

 21.06.2026

Meinung

Die Linkspartei ist für Juden unwählbar geworden

Jede Hoffnung, »Die Linke« könnte ein vernünftiger Partner werden, wurde enttäuscht. Die Partei unterstützt konsequent die Kräfte, die jüdisches Leben unmöglich machen wollen

von Sigmount A. Königsberg  21.06.2026

Berlin

Mann mit Kippa beleidigt und bespuckt

Laut eines Medienberichts kam es am Samstag in Berlin-Charlottenburg zu einem antisemitischen Vorfall

 21.06.2026 Aktualisiert

Kiew

Selenskyj schickt polnischen Orden zurück

Weil er eine Einheit ehrt, die im Zweiten Weltkrieg Massaker an Polen und Juden begangen hat, entzieht Polens Präsident Nawrocki dem ukrainischen Staatschef Selenskyj die höchste Auszeichnung des Landes. Der schickt den Orden jetzt per Post zurück

 21.06.2026

Potsdam

Neuer Linken-Chef: Kein Unterschied zwischen CDU »und den Faschisten selbst«

Luigi Pantisano sorgte am Wochenende auf dem Linken-Parteitag in Brandenburg mit einer Aussage für Empörung. Kurz darauf wurde er mit lediglich 53 Prozent zum Co-Vorsitzenden der Partei gewählt

 21.06.2026

Luzern

Gespräche zwischen Iran und USA starten

Es geht um Teherans Atomprogramm und ein Ende der Kämpfe zwischen der Terrormiliz Hisbollah und Israel: Heute wollen Vertreter der USA und des Irans in der Schweiz Lösungen für diese heiklen Probleme näherkommen

 21.06.2026