Potsdam

Linke sucht Kontakt mit Juden im Kampf gegen Antisemitismus

Bundesparteitag der Linkspartei Metropolis-Halle in Potsdam Foto: picture alliance / dts-Agentur

Nach Antisemitismusvorwürfen bemüht sich die Linke um Kontakt zu jüdischen Organisationen. Ein Beschluss des Potsdamer Parteitags beauftragt den Parteivorstand, den Austausch mit jüdischen Vereinen und Verbänden zu suchen und Austauschformate auszubauen.

In dem Beschluss bezeichnet sich die Linke als »Partnerin an der Seite von Jüdinnen und Juden im Kampf gegen jeden Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens«. Angriffe auf Jüdinnen und Juden, Synagogen und jüdische Einrichtungen werden verurteilt. 

Die Partei nehme Ängste und Sorgen ernst, heißt es weiter. »Die Zusammenarbeit mit Vereinigungen oder Personen, die solche Taten rechtfertigen oder relativieren, ist für uns als Partei ausgeschlossen.« 

Zentralrat der Juden hat Linkspartei scharf kritisiert

Die Partei sieht sich immer wieder mit Antisemitismusvorwürfen konfrontiert, vor allem mit Blick auf die Haltung zum Nahost-Konflikt. Der Zentralrat der Juden in Deutschland warf der Linke im März vor, Antisemitismus »ein Zuhause« zu bieten. Ein häufig genannter Kritikpunkt an der Partei ist, dass sie nicht konsequent gegen Antisemiten und radikale Israelfeinde in den eigenen Reihen vorgeht.

Lesen Sie auch

Am Freitag hatte der Parteitag in Potsdam erstmals beschlossen, das israelische Vorgehen im Gazakrieg offiziell als »Völkermord« zu bezeichnen - eine Wertung, die die israelische Regierung und zahlreiche Experten zurückweisen. Auch dieser Beschluss betonte, man wolle »jüdisches Leben in all seiner Vielfalt in Deutschland schützen«. dpa/ja

Washington

Trump: Iran muss sofort seine Stellvertreter im Libanon stoppen

Der Iran muss seine Proxys im Libanon unter Kontrolle bringen, fordert Trump. Andernfalls müsse Teheran mit harten Konsequenzen rechnen

 21.06.2026

Iran-Verhandlungen

US-Vizepräsident Vance sieht »große Fortschritte«

In der Schweiz wird über ein Ende des Iran-Kriegs verhandelt. US-Vizepräsident Vance bewertet den Auftakt der Gespräche offenbar als Erfolg

 21.06.2026

Teheran

Iran: Verhandlungen mit USA auf einen Tag begrenzt

Die Verhandlungen zwischen Teheran und Washington in der Schweiz wurden mit Spannung beobachtet. Nun dämpft der Iran die Erwartungen

 21.06.2026

Meinung

Die Linkspartei ist für Juden unwählbar geworden

Jede Hoffnung, »Die Linke« könnte ein vernünftiger Partner werden, wurde enttäuscht. Die Partei unterstützt konsequent die Kräfte, die jüdisches Leben unmöglich machen wollen

von Sigmount A. Königsberg  21.06.2026

Berlin

Mann mit Kippa beleidigt und bespuckt

Laut eines Medienberichts kam es am Samstag in Berlin-Charlottenburg zu einem antisemitischen Vorfall

 21.06.2026 Aktualisiert

Kiew

Selenskyj schickt polnischen Orden zurück

Weil er eine Einheit ehrt, die im Zweiten Weltkrieg Massaker an Polen und Juden begangen hat, entzieht Polens Präsident Nawrocki dem ukrainischen Staatschef Selenskyj die höchste Auszeichnung des Landes. Der schickt den Orden jetzt per Post zurück

 21.06.2026

Potsdam

Neuer Linken-Chef: Kein Unterschied zwischen CDU »und den Faschisten selbst«

Luigi Pantisano sorgte am Wochenende auf dem Linken-Parteitag in Brandenburg mit einer Aussage für Empörung. Kurz darauf wurde er mit lediglich 53 Prozent zum Co-Vorsitzenden der Partei gewählt

 21.06.2026

Luzern

Gespräche zwischen Iran und USA starten

Es geht um Teherans Atomprogramm und ein Ende der Kämpfe zwischen der Terrormiliz Hisbollah und Israel: Heute wollen Vertreter der USA und des Irans in der Schweiz Lösungen für diese heiklen Probleme näherkommen

 21.06.2026

Essay

Fallstricke des Wokeismus

Gegenerzählungen zur westlichen Kolonialgeschichte bilden ein berechtigtes Korrektiv, aber was über Israel verbreitet wird, bedarf grundlegender Korrekturen

von Richard Blättel  20.06.2026