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Kanye West entschuldigt sich erneut für Antisemitismus

Kanye West nennt sich Ye Foto: picture alliance / zz/Raoul Gatchalian/STAR MAX/IPx

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Kanye West entschuldigt sich erneut für Antisemitismus

In einer ganzseitigen Anzeige im Wall Street Journal schreibt der Rapper: »Ich bin kein Nazi und kein Antisemit. Ich liebe jüdische Menschen.«

 27.01.2026 15:44 Uhr

Der US-Rapper Kanye West, der sich offiziell Ye nennt, hat in einer ganzseitigen Anzeige im Wall Street Journal eine Entschuldigung für seine antisemitischen Äußerungen veröffentlicht. In dem Brief mit dem Titel »An diejenigen, die ich verletzt habe« betont er: »Ich bin kein Nazi und kein Antisemit. Ich liebe jüdische Menschen.«

West schreibt, er wolle die Verantwortung für seine »sehr verletzenden Aussagen« übernehmen und erklärt zugleich, dass seine Verfehlungen mit seiner bipolaren Störung zusammenhingen. Diese habe er nach einem Autounfall im Jahr 2002 entwickelt, bei dem er eine Verletzung des Stirnlappens erlitten habe, die zunächst nicht diagnostiziert worden sei. »Die tiefere Verletzung, die in meinem Schädel, wurde nicht bemerkt«, heißt es in dem Brief.

In dem Schreiben schildert West, dass er durch die Krankheit den Bezug zur Realität verloren habe und sich in einem »zerbrochenen Zustand« sogar zur »zerstörerischsten Symbolik, die ich finden konnte«, hingezogen fühlte: dem Hakenkreuz. Er räumt ein, dass er unter anderem T-Shirts mit dem Symbol verkauft habe und dass dies Teil eines »unrealistischen, impulsiven Verhaltens« gewesen sei.

Tiefpunkt mit Suizidgedanken

West erklärt weiter, dass er Anfang 2025 eine viermonatige manische Phase durchlebt habe, die von »psychotischem, paranoidem und impulsivem Verhalten« geprägt gewesen sei und sein Leben zerstört habe. Er schreibt, dass er nach einem Tiefpunkt in den letzten Monaten dank der Unterstützung seiner Frau Bianca Censori Hilfe gesucht habe.

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Der Künstler erklärt in seinem Brief außerdem, dass Menschen mit bipolarer Störung oft in eine Art Selbstschutz fallen: »Leugnung«. Er schreibt, man fühle sich dann »mächtig, sicher, unaufhaltsam«, obwohl man in Wirklichkeit den Halt verliere. Die Krankheit sei so überzeugend, dass sie einem einredet, man brauche keine Hilfe.

West entschuldigt sich nicht nur bei der jüdischen Gemeinschaft, sondern auch bei der schwarzen Community. Er schreibt: »Die schwarze Gemeinschaft ist, zweifellos, das Fundament dessen, wer ich bin. Es tut mir so leid, euch enttäuscht zu haben. Ich liebe uns.« Damit spielt er auf frühere umstrittene Äußerungen an, unter anderem zur Sklaverei, sowie auf das Tragen von »White lives matter«-Kleidung und die Nutzung der Konföderierten-Flagge.

Kanye West hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Judenhass demonstriert. Vor knapp einem Jahr erklärte er: »Ich liebe Hitler.« Zuvor hatte er allen Juden den Krieg erklärt. Seine antisemitischen An- und Ausfälle kosteten ihn Werbeverträge in Millionenhöhe. im

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