Berlin

»Freiheit für den Iran«: Kundgebung am Brandenburger Tor

Iranische, amerikanische und israelische Flaggen während der Demonstration Foto: picture alliance / Jochen Eckel

Mehrere tausend Menschen haben bei Kundgebungen in Düsseldorf und Berlin Freiheit für den Iran gefordert. Nach Angaben der Polizei versammelten sich in der Hauptstadt rund 1000 Teilnehmer in der Nähe des Brandenburger Tors, 2000 waren angemeldet. Bis zum späten Nachmittag sei die Demonstration friedlich und störungsfrei verlaufen, sagte ein Polizeisprecher.

Unter den Demonstranten waren viele Anhänger des iranischen Oppositionspolitikers Reza Pahlavi. Er ist der Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Auf Plakaten waren Fotos von ihm zu sehen. Auf Schildern und Transparenten war zu lesen: »Das Mullah-Pack muss weg« oder »Demokratie für Iran«.

Mehrere Redner erinnerten an die Menschen, die während der Proteste Anfang des Jahres im Iran ermordet wurden und an die Tausenden, die vom iranischen Regime noch gefangen gehalten werden.

Lesen Sie auch

Demo auch in Düsseldorf

Viele Teilnehmer der Kundgebung schwenkten iranische Fahnen. Vor der Bühne hingen auch eine deutsche, eine israelische und eine amerikanische Flagge. Manche Demonstranten hatten sich eine israelische Fahne um die Schultern gelegt, andere eine amerikanische auf die Wange geschminkt.

Die USA und Israel greifen den Iran seit einer Woche an. US-Präsident Donald Trump drohte erst heute mit der Ausweitung der Angriffe.

»Freiheit für Iran« – unter diesem Motto haben in Düsseldorf nach Polizeiangaben etwa 2500 Menschen demonstriert. Der Andrang war damit am Samstag nur noch etwa halb so groß wie eine Woche zuvor, als rund 5000 Menschen in der Landeshauptstadt auf die Straße gegangen waren. Nach Polizeiangaben verliefen beide zum gleichen Thema angemeldete Kundgebungen friedlich. dpa

Nahost

Wie der Konflikt im Libanon den US-Deal mit Iran gefährdet

Der Gesprächsbeginn zwischen Washington und Teheran in der Schweiz lässt auf sich warten. Derweil spitzt sich die Lage zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon zu. Es gibt Tote auf beiden Seiten

von Hans Dahne, Christoph Meyer, Mathis Richtmann  19.06.2026

Meinung

Wie Holger Friedrich und seine »Berliner Zeitung« Juden instrumentalisieren

Ob in der Debatte über den Umgang mit KI oder Kreml-Diktator Wladimir Putin: Der Verleger interessiert sich nur dann für Juden, wenn es seinen Interessen dient

von Matthias Meisner  19.06.2026

Berlin

Nouripour zu Iran-Rahmenabkommen: »Weg in Normalität für Regime«

Ist das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran ein Weg in den Frieden? Bundestagsvizepräsident Nouripour bezweifelt das. Die Übereinkunft gebe dem Iran vielmehr »eine andere Legitimität«

 19.06.2026

Bayreuth

Bayreuther Gedenkveranstaltung mit Michel Friedman soll nun doch stattfinden

Eine Gedenkveranstaltung zum Bayreuther Festspieljubiläum wird geplant, dann abgesagt. Michel Friedman und Charlotte Knobloch zeigen sich entsetzt – jetzt rudert das weltbekannte Opernfestival zurück

 19.06.2026

Washington D.C.

Republikaner kritisieren Trumps Iran-Abkommen ungewöhnlich scharf

»Die Geschichte zeigt, dass es eine außergewöhnlich schlechte Idee ist, Milliarden Dollar an theokratische Verrückte zu geben, die uns ermorden wollen«, sagt Senator Ted Cruz

 19.06.2026

Wahlkampf in Israel

Trump signalisiert Unterstützung für Netanjahu

»Ich werde mir ansehen müssen, wer kandidiert, aber ich mag Bibi sehr«, sagt der amerikanische Präsident

 19.06.2026

Genf

Absage aus Bern: Heute keine USA-Iran-Gespräche

Abkommen unterzeichnet, Treffen abgesagt: Die geplante Gesprächsrunde in der Schweiz findet heute doch nicht statt

 19.06.2026

Bayreuth

Scharfe Kritik nach abgesagter Gedenkveranstaltung

Eine Gedenkveranstaltung zum Festspieljubiläum wird geplant, dann abgesagt. Charlotte Knobloch ist entsetzt über die Bayreuther Festspiele

 19.06.2026

Essay

Zwischen Progressivität und Zerfaserung

Quo vadis, liberales Judentum? Ein Debattenbeitrag von Avitall Gerstetter

von Avitall Gerstetter  19.06.2026