Berlin

Feuer im Jüdischen Krankenhaus: Kein antisemitisches Motiv

Jüdisches Krankenhaus Berlin Foto: picture alliance / Schoening

Die Berliner Polizei geht nach einem Brand im Jüdischen Krankenhaus in der Nacht derzeit nicht von einem antisemitischen Hintergrund aus. Das sagte ein Sprecher der Polizei am Morgen.

Den Angaben zufolge wurde ein 71 Jahre alter Patient festgenommen, der am Dienstagabend in einem Zimmer der Klinik im Stadtteil Gesundbrunnen einen Gegenstand angezündet und damit den Brand verursacht haben soll. Die Flammen seien auf die Matratze im Zimmer übergesprungen. 

»Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es keinen Hinweis auf antisemitische Hintergründe bei diesem Feuer, das dort gelegt wurde«, sagte der Sprecher. Ein entsprechender Verdacht habe sich nicht erhärtet. 

Daher habe das Brandkommissariat die Ermittlungen übernommen und nicht der Staatsschutz des Landeskriminalamts, der zuständig ist, wenn ein politisches Motiv naheliegt.

Durch das Feuer seien 14 Menschen verletzt worden. Darunter seien der Tatverdächtige, Polizeidienstkräfte und Krankenhauspersonal, aber keine Patienten, sagte der Sprecher. Sie seien vor allem durch den intensiven Rauch verletzt worden. Die Station ist derzeit nicht nutzbar, wie es weiter hieß. 

Die Ermittlungen zum genauen Hergang hätten erst begonnen. Die Ermittler des Brandkommissariats beabsichtigen, den Brandort im Krankenhaus zu begutachten, Spuren zu sichern und den Tatverdächtigen zu befragen, wie der Polizeisprecher sagte. Der Tatverdächtige befinde sich derweil unter polizeilicher Aufsicht in einem anderen Krankenhaus. dpa

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  28.10.2026

Brüssel

EU setzt nach Wahl in Israel auf enge Zusammenarbeit

Nach der Parlamentswahl in Israel stehen Verhandlungen über die nächste Regierung an. Die EU will mit ihr zusammenarbeiten – und zugleich bestehende Meinungsverschiedenheiten offen ansprechen

 28.10.2026

Meinung

Alice Weidel und die AfD-Leaks

Einer Partei, in deren Reihen NS-Verbrechen relativiert werden, dürfen der Schutz jüdischen Lebens und die Pflege der Erinnerungskultur niemals anvertraut werden.

von Michaela Dudley  28.10.2026

Vanessa Emde (Die Linke)

Berlin

So geht es im Streit um Vanessa Emde weiter

Die Linke tut sich schwer, einen Umgang mit der israelfeindlichen Abgeordneten zu finden, die sich über Fraktionsentschlüsse hinwegsetzt. »Hier geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit«, heißt es aus der Partei

 28.10.2026

Berlin

Polizei: Aufrufe zu Gewalt verfangen derzeit nicht

Bundesweite Aufrufe zum Protesttag an Halloween: Nach gewaltsamen Demonstrationen in Frankreich stellt sich die Berliner Polizei auf einen Großeinsatz ein. Hinweise auf Plünderungspläne gibt es nicht

 28.10.2026

Nürnberg

Interaktives NS-Dokumentationszentrum öffnet

Nach fünf Monaten Probebetrieb wird das neu gestaltete Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg am kommenden Mittwoch feierlich eröffnet. Im Zentrum des Ausstellungskonzepts stehen Barrierearmut und ein multimediales Angebot

von Julia Riese  28.10.2026

Reaktion

Laschet: Chancen auf politische Versöhnung in Israel gestiegen

Der Ausgang der Wahl in Israel ist unklar - die Auszählung dauert an. Doch CDU-Außenpolitiker Armin Laschet äußert sich in einer ersten Einschätzung zuversichtlich

 28.10.2026

Washington D.C.

Trump will Ben-Gvir offenbar aus Netanjahus nächster Regierung heraushalten

Angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse nach der Parlamentswahl könnte der US-Präsident zudem auf eine nationale Einheitsregierung drängen

 28.10.2026

Meinung

Wieder ein »kleiner Geländegewinn«

Die Linken-Abgeordnete Vanessa Emde hat es erneut geschafft, die Regierungsunfähigkeit ihrer Partei zu demonstrieren

von André Anchuelo  28.10.2026