Erinnerungskultur

Felix Klein verteidigt Wolfram Weimer gegen Buchenwald-Verbände

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus Foto: picture alliance / Foto Huebner

Der Beauftragte gegen Antisemitismus, Felix Klein, nimmt Kulturstaatsminister Wolfram Weimer gegen Vorwürfe zweier Buchenwald-Verbände in Schutz. »Mit der vorgebrachten Kritik an einem Auftritt des Kulturstaatsministers im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald vermischen die beiden Verbände auf kritikwürdige Art und Weise Aspekte der Tagespolitik mit dem grundlegenden Anliegen von Erinnerungskultur«, erklärte Klein in Berlin. Das schade ihrem eigenen Anliegen. 

Die beiden Verbände von Angehörigen ehemaliger politischer Häftlinge des NS-Konzentrationslagers Buchenwald hatten sich in einem offenen Brief gegen einen Auftritt Weimers bei einer Gedenkfeier dort gewandt. Sie warfen dem parteilosen Politiker vor, er habe es an Verständnis für KZ-Überlebende missen lassen. Zudem kritisierten sie seine Entscheidung, drei linke Buchläden vom Deutschen Buchhandlungspreis auszuschließen.

Lesen Sie auch

Mehrere prominente Unterstützer wiesen die Kritik an Weimer zurück, darunter der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und der israelische Botschafter Ron Prosor. Auch Klein betonte: »Kulturstaatsminister Weimer hat aus meiner Sicht von seinem ersten Tag im Amt an keinen Zweifel daran gelassen, dass er ein großer Förderer und Unterstützer jüdischen Lebens in Deutschland ist.« Weimers neues Gedenkstättenkonzept sei ein Meilenstein, weil es Planungssicherheit schaffe und eine moderne Erinnerungskultur fördere, meinte der Antisemitismusbeauftragte. dpa

Frankreich

»Fick dich, Gisèle, fickt euch, ihr Zionisten«

Gisèle Journo ist Jüdin und betreibt in Paris eine Agentur für Influencer. Jetzt ist sie Zielscheibe antisemitischer Anfeindungen geworden. Auslöser war der Boykottaufruf einer Europaabgeordneten

von Michael Thaidigsmann  21.08.2026

Berlin

Amnesty International ruft Hamas zum Ende der Gewalt auf

Gewalt und außergerichtliche Hinrichtungen durch die Terrororganisation auch gegen Palästinenser kommen laut UN regelmäßig vor. Menschenrechtler fordern ein sofortiges Ende dieser Verbrechen

von Anna Mertens  21.08.2026

Erfurt

Deutsch-israelischer Jugendaustausch kommt nicht voran

Thüringens Antisemitismusbeauftragter Michael Panse sieht strukturelle und politische Gründe. Auch ein Austauschprogramm stockt

von Matthias Thüsing  21.08.2026

Wahlkampf der AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund

Magdeburg

Wie sich die AfD auf eine mögliche Regierung vorbereitet

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt könnte der rechtsextremistischen AfD erstmals den Weg in eine Landesregierung öffnen. Mit Schulungen, einem Personalpool und Hilfe aus Österreich bereitet sie sich seit langem darauf vor

von Jörg Ratzsch  21.08.2026

Berlin

Bezirk prüft Entzug der Zulassung von antisemitischem Influencer als Berufsbetreuer

Auf Instagram verbreitet er Judenhass und Verschwörungsmythen, im Job soll er Berufstätige mit Herausforderungen betreuen. Passt das zusammen?

 21.08.2026

Iran-Konflikt

Nach Berichten über Missstände: US-Flugzeugträger »USS George Washington« löst Pannenschiff ab

Die »USS Abraham Lincoln« ist seit Monaten im Mittleren Osten eingesetzt und hat zuletzt wegen erheblicher Probleme an Bord Schlagzeilen gemacht. Nun ist ein neuer Flugzeugträger in der Region angekommen

 21.08.2026

Benjamin Graumann Jüdische Gemeinde Frankfurt

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  21.08.2026

Berlin/Brüssel/Jerusalem

Sieben Staaten und EU verlangen Stopp von Siedlungsprojekt im Westjordanland

Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien und weitere Länder fordern Israel auf, die geplante Bebauung zu stoppen. Die EU bereitet offenbar ein Sanktionspaket vor

 21.08.2026

Khan Younis

Israel wirft Hamas Folter in Klinik vor

Die Terrororganisation soll ein Krankenhaus im Süden des Gazastreifens als Folterzentrale nutzen, um ihre Macht über die Bevölkerung auszubauen

 20.08.2026