Zeitz

Fast 18.000 Euro Spenden nach Diebstahl von Stolpersteinen

Foto: picture alliance/dpa

Für die Neuverlegung von Stolpersteinen sind nach dem Diebstahl in der Stadt Zeitz (Sachsen-Anhalt) bereits Tausende Euro an Spenden geflossen. Wie der Burgenlandkreis mitteilte, sind schon knapp 18.000 Euro auf das eingerichtete Spendenkonto überwiesen worden.

Fast stündlich kämen neue Spenden dazu, sagte eine Sprecherin. Einige Menschen würden fünf Euro spenden, andere 500. Die Zuwendungen kämen dazu aus ganz Deutschland, das zeige, wie sehr die Menschen der Diebstahl der Stolpersteine bewege.

Lesen Sie auch

Anfang der Woche wurde entdeckt, dass sämtliche zehn Stolpersteine in der Stadt herausgerissen und gestohlen wurden. Die goldfarbenen Steine sollen an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Nach Angaben des Künstlers und Initiators des Stolpersteine-Projekts, Gunter Demnig, sind weltweit bisher rund 112.000 Stolpersteine verlegt worden, etwa 900 seien gestohlen worden.

Die Steine in Zeitz sollen so bald wie möglich ersetzt werden. Hinweise auf die bislang unbekannten Täter gibt es nach Polizeiangaben noch nicht. Der polizeiliche Staatsschutz ermittelt. dpa

Karlsruhe

Bekennervideo aufgetaucht : Hamas plante konkreten Anschlag in Europa

Seit Herbst letzten Jahres hatte die Bundesanwaltschaft insgesamt neun Anhänger der Hamas festnehmen lassen

 16.06.2026

NSDAP-Mitgliederkartei

Ein Land durchsucht den Datenschatz

Die Recherche nach der Nazivergangenheit der eigenen Vorfahren scheint neuerdings so einfach wie eine Google-Suche. Auch in manch jüdischer Familie wächst das Interesse. Doch tragen die Erkenntnisse wirklich zur Aufklärung bei?

von Mascha Malburg, Michael Thaidigsmann  15.06.2026 Aktualisiert

In eigener Sache

Jüdische Allgemeine depubliziert Texte von Stephan-Andreas Casdorff

Die Prüfung mit spezialisierter Software legt Nahe, dass zwei Kommentare des »Tagesspiegel«-Editor-at-Large in dieser Zeitung von einer KI geschrieben wurden

 15.06.2026

Nahost

Hisbollah: Waffenruhe gilt auch für Libanon

Die geplante 60-tägige Waffenruhe zwischen den USA und Iran gelte auch für den Libanon, behauptet die Terror-Miliz. Doch eine Bestätigung gibt es dafür nicht

 15.06.2026

Uganda

Entebbe-Entführung 1976: Debatten um Linksterror und Antisemitismus

Vor 50 Jahren entführten zwei Deutsche und zwei Palästinenser einen Airbus aus Israel nach Uganda. Dabei sollen sie Geiseln nach antisemitischen Kriterien voneinander getrennt haben. Die Tat befeuerte das Unbehagen vieler Linker mit Gewalt

von Nils Sandrisser  15.06.2026

Berlin

Streit um die Landesansprechperson für Antisemitismus

Recherchen des »Tagesspiegel« zufolge geht es bei der Suche nach einem Antisemitismusbeauftragten für die Berliner Hochschulen längst nicht mehr nur um die Belange der jüdischen Studierenden, sondern auch um Politik

 15.06.2026

Diplomatie

Macron will schnell Minen in Straße von Hormus räumen

Noch ist die Tinte nicht auf dem Abkommen zwischen den USA und Iran, doch Frankreichs Präsident signalisiert seine Bereitschaft »sehr schnell zu handeln«

 15.06.2026

Wirtschaft

Iran will Gebühren für Straße von Hormus verlangen

US-Präsident Donald Trump hat die Straße von Hormus für geöffnet erklärt. Aber Details eines US-Iran-Rahmenabkommens sind noch unklar. Im Iran fordern Stimmen Gebühren für die Durchfahrt der Meerenge

 15.06.2026

Meinung

Ein beschämender Deal

Israel und die USA haben den Iran zwar militärisch geschwächt. Dennoch haben sie keines ihrer Kriegsziele erreicht. Mit dem sich nun abzeichnenden Abkommen belohnt Präsident Donald Trump das mörderische Mullah-Regime

von Michael Roth  15.06.2026