Paris/Brüssel

EU-Gaza-Hilfe: Französischer Politiker hat »große Bedenken«

Verlangt eine bessere Kontrolle von Steuermitteln: Benjamin Haddad Foto: IMAGO/MAXPPP

Frankreichs Staatssekretär für Europa Benjamin hat die Europäische Kommission schriftlich aufgefordert sicherzustellen, dass EU-Finanzmittel für den Gazastreifen nicht zweckentfremdet werden und in den Händen der Terrororganisation Hamas landen.

»Ich wurde kürzlich auf den Verdacht aufmerksam gemacht, dass die Hamas seit 2020 Kontrollen von Nichtregierungs- und internationalen Organisationen durchführt, die in den palästinensischen Gebieten tätig sind«, zitierte die Nachrichtenagentur »Agence France-Presse« aus einem Brief Haddas an die EU-Außenbeauftragte und Kommissions-Vizepräsidentin Kaja Kallas sowie an weitere zuständige EU-Kommissare.

Es gebe »große Bedenken hinsichtlich der Integrität der europäischen Finanzmittel und des Schutzes der europäischen Steuerzahler«, so Haddad weiter, und es sei für Frankreich »nicht hinnehmbar, dass europäische Finanzmittel an Organisationen gezahlt werden, die humanitäre Ziele verfolgen, deren Strukturen jedoch einer Form der Einmischung durch die Netzwerke der Hamas unterliegen.«

Lesen Sie auch

Die EU und ihre Mitgliedsstaaten müssten wachsamer werden. Nichtregierungsorganisation, die Finanzmittel aus dem EU-Haushalt bekämen, dürften nicht in die Lage geraten, von einer Terrororganisation abhängig zu sein, um ihre humanitären Dienste vollbringen zu können», betonte der Staatssekretär, der der Partei von Präsident Emmanuel Macron angehört, laut AFP in seinem Schreiben an die Verantwortlichen in Brüssel. mth

Diplomatie

Jens Spahn reist nach Israel

Der Unions-Fraktionschef wird am Mittwoch unter anderem Gespräche in der Knesset führen

 03.02.2026

Vorwurf

Büttner kritisiert linken Antisemitismus

Linke glaubten häufig, sie könnten keine Antisemiten sein, sagt Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter. Dieses Selbstbild werde jedoch von der Realität widerlegt

 03.02.2026

Wiesbaden

Letzte Geisel identifiziert - Hessen holt Israel-Flagge ein

Zur Klarheit über das Schicksal aller Verschleppter sagt Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU): »Wir hoffen, dass das ein weiterer Schritt zur Befriedung des Nahostkonflikts ist.«

 03.02.2026

Umwidmung

Kein Zeitplan für Yad-Vashem-Straße in Berlin

Nach der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem soll ein Straßenabschnitt im Herzen von Berlin benannt werden. Bislang ist unklar, wann dies erfolgt

 03.02.2026

USA

Trump will eine Milliarde Dollar von Elite-Uni Harvard

Der Präsident wirft der Fakultät antisemitisches Verhalten vor. Ein Bericht der »New York Times« bringt neuen Schwung in den Streit

 03.02.2026

Teheran

Regime fürchtet Eskalation: US-Schlag könnte Machtapparat ins Wanken bringen

Externer Druck könnte einen erneuten landesweiten Aufstand begünstigen, heißt es aus dem Umfeld hochrangiger Entscheidungsträger im Iran

 03.02.2026

USA

Massiver Anstieg antisemitischer Straftaten in New York

Im Vergleich zum Vorjahresmonat verdoppelt sich die Zahl der durch Judenhass motivierten Taten fast

 03.02.2026

Washington D.C./Teheran

Können Gespräche zwischen den USA und Iran eine Eskalation verhindern?

In den kommenden Tagen könnte es in Istanbul zu hochrangigen Gesprächen über das iranische Atomprogramm kommen. Regionalmächte vermitteln zwischen dem Teheraner Regime und den USA

 03.02.2026

Kommentar

Antisemitismus im »Safe Place«: Die Kunstakademie Düsseldorf macht’s möglich

Eine Kunstakademie sollte Räume für kritisches Denken öffnen - aber nicht für Ideologien, die Menschenfeindlichkeit salonfähig machen

von Nicole Dreyfus  02.02.2026