Karlsruhe/Aarhus

Erneut Festnahme wegen mutmaßlicher Terrorpläne gegen jüdische Ziele

Tawab M. wurde auf Betreiben des deutschen Generalbundesanwalts verhaftet Foto: IMAGO/Harald Dostal

In Dänemark ist auf Betreiben des deutschen Generalbundesanwalts eine mögliche Kontaktperson von Ali S., dem im Juni gefassten mutmaßlichen Spion des iranischen Geheimdienstes, festgenommen worden. Laut Bundesanwaltschaft handelt es sich bei dem Verhafteten um den afghanischen Staatsangehörigen Tawab M.

Er sei »bereits seit längerem in Dänemark mit der Beschaffung von Waffen und Zubehör sowie von Technik für Sprengvorrichtungen befasst«, teilte die Karlsruher Behörde in einer Pressemitteilung mit. Mindestens seit Mai habe M. in Kontakt zu Ali S. gestanden. Ende Mai 2025 habe er S. zugesagt, einer noch unbekannten weiteren Person eine Waffe zu verschaffen und sie zu veranlassen, einen Anschlag auf jüdische Ziele in Deutschland zu begehen, so die Bundesanwaltschaft.

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Der Beschuldigte soll nun wie Ali S. nach Deutschland überstellt und dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Nach Angaben der dänischen Polizei ist der Afghane 42 Jahre alt und in der Stadt Aarhus wohnhaft. Dort wurde er am Mittwochvormittag festgenommen.

Ali S. (53), der ebenfalls afghanische Wurzeln hat, wurde bereits am 26. Juni auf Betreiben der Bundesanwaltschaft in Aarhus genommen und kurze Zeit später an Deutschland ausgeliefert. Ihm wird zur Last gelegt, im Auftrag der Islamischen Republik Iran Einrichtungen und Personen in Berlin ausgespäht und Anschläge vorbereitet werden. Zu den betroffenen Einrichtungen zählte auch das Büro der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG).

Den Auftrag soll S. von der Al-Quds-Einheit der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) erhalten haben. Zu deren Aufgaben gehören vor allem Operationen im Ausland. Laut Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) steht der mutmaßliche Spion im Verdacht, Vorbereitungen für Brandanschläge getroffen zu haben. Unter anderem soll er versucht haben, Menschen anzuheuern, die diese Anschläge dann in die Tat umsetzen sollten. ja/dpa

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