Terrorismus

Er soll Waffen beschafft haben: Mutmaßliches Hamas-Mitglied in Dänemark verhaftet

Die Festnahme des Terrorverdächtigen fand in Dänemark statt Foto: picture alliance / NurPhoto

Wegen des Verdachts, Waffen für die Terrororganisation Hamas beschafft zu haben, ist am Mittwochabend ein Mann auf Betreiben des deutschen Generalbundesanwalts in Dänemark verhaftet worden. Das teilte die Behörde in Karlsruhe am Donnerstag mit. Zuvor war ein europäischer Haftbefehl ausgestellt worden.

Der dänische Staatsangehörige Yousif C. wurde demnach von der dänischen Polizei in der Nähe von Kopenhagen festgenommen. C. wird verdächtigt, Mitglied in einer ausländischen terroristischen Vereinigung zu sein. Außerdem soll er bei der »Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat« mitgewirkt haben.

Laut Bundesanwaltschaft übergab Yousif C. im Juli 2025 einer weiteren Person namens Al G. fünf Pistolen sowie Munition. G. habe diese kurze Zeit später an Mohammed A. zum Weitertransport nach Wien übergeben. Für die Ermittler diente die Beschaffung der Vorbereitung von Hamas-Mordanschlägen auf israelische oder jüdische Einrichtungen in Deutschland und Europa.

Al G. und Mohammed A. wurden bereits vor einiger Zeit verhaftet. Der jetzt festgenommene Yousif C. soll nach seiner Auslieferung nach Deutschland dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden.

In den vergangenen Jahren wurden bereits mehrfach Männer mit Verbindungen zur Hamas in Dänemark festgenommen. mth

Essay

Das Kopftuch, der Zwang und die Freiheit

Die radikalen Kräfte in der muslimischen Community bestimmen zunehmend den Kurs. Wenn dies ohne Gegenwehr von den moderaten Kräften hingenommen wird, ist irgendwann der Kipppunkt erreicht

von Daniel Neumann  28.06.2026 Aktualisiert

New York

Hamas-Unterstützerin Aber Kawas gewinnt Vorwahlen in New York

Die palästinensisch-amerikanische Demokratin machte den Nahost-Konflikt und soziale Fragen zum Kernthema ihres Wahlkampfes

von Imanuel Marcus  28.06.2026

Meinung

Der Kahlschlag der Familienministerin

Der angekündigte Umbau des Bundesprogramms »Demokratie leben!« lässt Engagierte im Regen stehen. Die Folgen für Demokratieförderung und Rechtsextremismusprävention werden fatal sein

von Viktoria Gulde  27.06.2026

Nahost

Amerikas Rückzug

Die USA lassen Israel fallen und versuchen plötzlich, den Iran zu bestechen. Eine gefährliche Situation für den Judenstaat – aber auch eine Chance, sich neu zu erfinden

von Rafael Seligmann  27.06.2026

Antibes

Frankreich und Italien streben neue Libanon-Mission an

Wie könnte die internationale Unterstützung für den Libanon nach dem Abzug der UN-Blauhelme aussehen? Frankreich und Italien wollen eine neue Koalition anführen

 26.06.2026

Pädagogik

Neues Onlinespiel soll gegen Antisemitismus im Netz helfen

In sozialen Medien wird Judenhass verbreitet und auch der Holocaust falsch dargestellt. Damit junge Menschen solche Inhalte besser erkennen, können Lehrkräfte ein neues Onlinespiel nutzen

von Alexander Riedel  26.06.2026

Hamburg

Spionageprozess: Juden für Iran ausgespäht?

Laut Anklage soll der Mann hochrangige Vertreter jüdischer Organisationen in Deutschland für mögliche Anschläge ausgekundschaftet haben

 26.06.2026

Magdeburg

Höchststrafe für Anschlag auf Magdeburger Weihnachtsmarkt

Bei dem Anschlag 2024 kamen sechs Personen ums Leben; Hunderte wurden verletzt. Jetzt steht das Urteil fest

 26.06.2026 Aktualisiert

Berlin

Thüringens Innenminister fordert AfD-Verbotsverfahren

In einem Gutachten begründen Juristen ihre Einschätzung besonders mit Verstößen gegen das Demokratieprinzip und die Menschenwürdegarantie

 26.06.2026