Berlin

DIG fordert klare EU-Entscheidung gegen Revolutionsgarden

DIG-Präsident Volker Beck Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Angesichts der anhaltenden blutigen Niederschlagung von Protesten im Iran fordert die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) eine konsequente politische Reaktion Deutschlands und der EU. Morgen soll im Europäischen Rat über die Aufnahme der iranischen Revolutionsgarden auf die EU-Terrorliste beraten werden.

DIG-Präsident Volker Beck betonte: »Die Bundesregierung muss alle politischen, wirtschaftlichen und diplomatischen Hebel nutzen, damit die EU-Staaten morgen dem Antrag zustimmen.« Gleichzeitig müsse das Bundesinnenministerium ein sofortiges nationales Betätigungsverbot der Revolutionsgarden in Deutschland erlassen.

Die Maßnahmen müssten über symbolische Schritte hinausgehen, so Beck. Er forderte unter anderem eine Ausweisung des iranischen Botschafters, die Rückberufung des deutschen Botschafters aus Teheran zu Konsultationen, Einreiseverbote für Regimeangehörige sowie die Beschlagnahmung von Konten und Vermögenswerten führender Regimevertreter.

Lesen Sie auch

Wer in dieser Phase tragfähige Beziehungen zu einem freien Iran anstrebe, dürfe nicht abwarten, sondern müsse sich klar auf die Seite derjenigen stellen, die im Iran für Freiheit und Grundrechte kämpften. Entscheidend sei, Worte in Taten umzusetzen.

Die DIG unterstützt darüber hinaus die Petition »Jede Stunde zählt: Protestierende im Iran unterstützen, Regime isolieren!«, der sich inzwischen mehr als 55.000 Menschen angeschlossen haben. Beck unterstrich, dass die aktuelle Situation dringendes Handeln erfordere, um das iranische Regime politisch und wirtschaftlich zu isolieren.

Deutschland müsse, so Beck, seine diplomatische Verantwortung wahrnehmen und gemeinsam mit der EU ein klares Signal an Teheran senden. ja

Judenhass

Tourist mit Kippa in Rom zweimal attackiert

Antisemitische Vorfälle in Italien nehmen seit Jahren zu. Nun wurde ein junger Tourist in der Hauptstadt gleich zweimal angegriffen. Er trug eine Kippa

von Severina Bartonitschek  12.08.2026

Berlin

Jüdisches Gebetbuch antisemitisch beschmiert

Ein Mitarbeiter des deutsch-jüdischen Vereins »WerteInitiative« bestellte einen Machsor für die anstehenden Feiertage – doch als er ihn zu Hause öffnete, fand er darin eindeutige Schmierereien

von Mascha Malburg  12.08.2026

Tel Aviv/Gaza/Brüssel

Israel verlängert zwei EU-Missionen in Palästinensergebieten

Die EU hilft bei der Ausbildung palästinensischer Polizisten und der Überwachung des Rafah-Grenzübergangs. Beide EU-Missionen können nun aus Sicht Israels bis 2027 weitergehen

von Cindy Riechau  12.08.2026

Nahost

Abbas zu Gesprächen mit Erdoğan in Ankara

Der Palästinenserpräsident will sich zwei Tage in der Türkei aufhalten. Israels Finanzminister Smotrich fordert Netanjahu auf, Abbas die Rückkehr zu verweigern

 12.08.2026

Iran

Wegen des AMIA-Anschlags gesucht: Der neue Sicherheitschef in Teheran

Mohsen Rezaei übernimmt eine der wichtigsten sicherheitspolitischen Positionen des Landes. Argentinische Ermittler bringen ihn mit dem Terroranschlag in Verbindung, bei dem 85 Menschen ermordet wurden

 12.08.2026

Nordhessen

Vier Meter großes Hakenkreuz in Asphalt gebrannt

Die Polizei sucht nun nach den Täter, der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen

 12.08.2026

New York

Widersprüchliche Angaben zu Syrien-Reise von Mamdanis Ehefrau

Ob die Bürgermeistergattin bei ihrer privaten Nahostreise vom Steuerzahler finanzierten Polizeischutz bekommt oder nicht, ist umstritten

 12.08.2026

New York

Rabbiner äußern sich nach Treffen mit Bürgermeister Mamdani

Die Geistlichen erklären, der Bürgermeister habe sich ernsthaft auf den Austausch eingelassen und in guter Absicht zugehört

 12.08.2026

Berlin

Bunker unter Hitlers Reichskanzlei: Ausstellung oder Abriss?

Einer der letzten Reste der ehemaligen Reichskanzlei der Nazis soll Neubauten weichen. Der Verein Berliner Unterwelten schlägt dagegen eine Ausstellung in den unterirdischen Bunkerräumen vor

 12.08.2026