Berlin

Deutscher Freundeskreis der Bar-Ilan-Universität gegründet

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Deutscher Freundeskreis der Bar-Ilan-Universität gegründet

»Wissenschaft lebt von Offenheit und Zusammenarbeit«, sagt Ron Prosor, Israels Botschafter in Deutschland

 16.09.2026 11:12 Uhr

Die Bar-Ilan-Universität baut ihre Beziehungen zu Deutschland aus: In Berlin hat sich ein neuer Freundeskreis der israelischen Hochschule gegründet. Zu diesem Anlass hatte Israels Botschafter Ron Prosor gemeinsam mit Universitätspräsident Arie Zaban am Dienstagabend Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft in seine Residenz eingeladen.

Gerade unter den aktuellen Umständen zeige sich, was Freundschaft wirklich bedeutet, so Prosor. »Seit dem 7. Oktober sehen wir in Israel sehr genau, wer unsere wahren Freunde sind.« Und gerade deshalb freue er sich, die Gründung des Freundeskreises feiern zu können.

Prosor betonte, dass Israel heute eine der führenden Nationen in Wissenschaft und Forschung sei, sich zugleich seit dem ersten Tag seiner Unabhängigkeit militärisch verteidigen müsse. »Aber gerade diese ständige Herausforderung hat uns gelehrt, aus Notwendigkeit Stärke zu machen.« Dennoch könne kein Land, so innovativ es auch sein mag, die großen Herausforderungen unserer Zeit allein bewältigen. »Wissenschaft lebt von Offenheit und Zusammenarbeit«, machte der Botschafter deutlich.

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Auch der Präsident der Bar-Ilan-Universität, Chemieprofessor Arie Zaban, betonte die Bedeutung von Austausch und Zusammenarbeit: »Wir sind hier, um immer mehr Kooperationen ins Leben zu rufen, um gemeinsam positive Veränderungen in dieser Welt zu bewirken, die sich derzeit offenbar in einer politischen Ära befindet, in der sich die Dinge sehr schnell entwickeln und nicht immer unter Kontrolle sind.«

Das Besondere an der Bar-Ilan-Universität sei, dass sie eine sehr starke Verbindung zur jüdischen Geschichte und Tradition habe, erklärte Zaban. Und gleichzeitig sei man bestrebt, Spitzenforschung zu betreiben und beide Seiten in Einklang zu bringen. »Ich halte das für sehr kraftvoll, besonders heute, wenn man bei der Wissenschaft nach den richtigen Werten sucht.«

Mit mehr als 22.000 Studierenden ist die Bar-Ilan-Universität die zweitgrößte Forschungsuniversität Israels. Zu ihren zentralen Schwerpunkten zählen nachhaltige Energie, Umwelttechnologien, Gesundheitstechnik sowie Cyber- und Verteidigungstechnologien. Die Universität verfügt auch über Fakultäten für Jüdische Studien und Rechtswissenschaften.

Jil Meiteles, die für die Europa-Beziehungen der Universität zuständig ist, sagte, dass nach rund 20 Jahren eine Initiative wiederbelebt werde. »Doch wir wollen nicht einfach an früher anknüpfen, sondern etwas Neues aufbauen: einen lebendigen Freundeskreis, in dem Menschen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zusammenkommen.« Es gehe darum, Partnerschaften zu fördern, Kooperationen anzustoßen und neue Brücken zwischen Deutschland und Israel zu bauen. ddk

Die Webseite des Freundeskreises ist hier erreichbar.

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