Landtagswahl Bayern

»Demokraten müssen AfD entgegentreten«

Zentralratspräsident Josef Schuster Foto: ZR

Landtagswahl Bayern

»Demokraten müssen AfD entgegentreten«

Zentralratspräsident Josef Schuster: Gemeinsames Ziel muss sein, Rechtspopulisten in die »Bedeutungslosigkeit zu versenken«

 14.10.2018 20:55 Uhr

Der Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Josef Schuster, fordert nach der bayerischen Landtagswahl »alle Demokraten« auf, »der AfD entschieden entgegenzutreten«.

Eine Partei, die gegen Minderheiten hetze, die die Religionsfreiheit einschränken wolle und Antisemiten in ihren Reihen dulde, sei nun auch im bayerischen Landtag vertreten, sagte Schuster am Sonntagabend laut einer Mitteilung. Der aus Würzburg stammende Zentralratspräsident ist auch Präsident des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden im Freistaat.

wahlbeteiligung Nach den ersten Hochrechnungen (19.15 Uhr) kam die AfD aus dem Stand auf 10,9 Prozent (ARD) beziehungsweise 11,1 Prozent (ZDF). Die Wahlbeteiligung war am Sonntag in Bayern deutlich höher als bei den Wahlen zuvor. Laut ZDF lag sie bei 72 Prozent, laut ARD bei 71,8 Prozent (2013: 63,3 Prozent).

Schuster sagte, die gestiegene Wahlbeteiligung drücke eine politische Mobilisierung aus und sei ein Gewinn für die Demokratie. Nun müsse es das gemeinsame Ziel aller demokratischen Parteien sein, »die AfD in die Bedeutungslosigkeit zu versenken«, erläuterte Schuster. epd

München

20 Jahre Ohel-Jakob-Synagoge: Merz, Aigner und Söder beim Festakt

Am 9. November 2006 wurde die Synagoge Ohel Jakob eröffnet - als Zeichen für die Rückkehr jüdischen Lebens ins Herz Münchens. Den 20. Jahrestag feiert die Kultusgemeinde mit einem Festakt. Erwartet werden prominente Gäste, etwa Bundeskanzler Merz

 02.11.2026

Berlin

SPD nominiert Michel Friedman für Bundesversammlung

Der Publizist darf damit über die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier abstimmen

 02.11.2026

Frankfurt am Main

»Zeit ist’s!«

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach zur Eröffnung der Jüdischen Akademie in der Mainmetropole. Wir dokumentieren seine Rede

von Frank-Walter Steinmeier  02.11.2026

Berlin

Koalitionsverhandlungen für Rot-Grün-Rot beginnen

Sechs Wochen nach der Wahl starten Linke, Grüne und SPD in Berlin ihre Koalitionsverhandlungen. Viele Fragen sind noch offen – und Scheitern ist jederzeit möglich.

 02.11.2026

Jugendproteste

Prien: Bei Krawallen nach »Gen Z«-Protesten die Realität betrachten

Die Jugendministerin Prien spricht von »weitestgehend friedlichen Demonstrationen« am Samstag. Was danach geschah, nennt sie »Gewaltexzesse von linksradikalen Gruppen«. Es seien wohl auch Menschen »aus migrantischen Milieus« beteiligt gewesen

 02.11.2026

Essay

Der neue Jude

Warum ich Mitleid mit den Deutschen habe, die bis heute nicht begreifen wollen, dass wir keine wehrlosen Opfer mehr sind, sondern starke, selbstbestimmte Menschen, die hart zurückschlagen, wenn man uns angreift

von Zeev Avrahami  02.11.2026

Endlich nimmt ein Verwaltungsgericht die Einschüchterung jüdischer Studierender ernst

Ein Kommentar

von Annabelle Ganapol  02.11.2026

Baustelle der Jüdischen Akademie an einer Straße in Frankfurt am Main

Ort jüdischen Denkens

Jüdische Akademie öffnet in Frankfurt

Es soll ein Ort des Diskurses und der Begegnung sein: In Frankfurt wird die Jüdische Akademie feierlich eröffnet

 02.11.2026

Robert F. Kennedy Jr. spricht an einem Rednerpult vor einer Wand mit dem Schriftzug MAHA

USA

Kennedy verteidigt Rede über Araber und lobt Juden

Der US-Gesundheitsminister weist Rassismusvorwürfe zurück und fragt, warum die Welt Juden hasse und Islamisten umarme

 01.11.2026