Berlin

Bundespräsident empfängt Schoa-Überlebende

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier begrüßt den polnischen Journalisten Marian Turski (2.v.r.) und andere Vertreter des Internationalen Auschwitz Komitees im Schloss Bellevue. Foto: dpa

Am 79. Jahrestag der antijüdischen NS-Pogrome vom 9. November 1938 ist in Berlin und anderen Orten an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert worden.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfing am Donnerstag fünf Überlebende des Vernichtungslagers Auschwitz und weitere Vertreter des Internationalen Auschwitz-Komitees aus zehn Ländern im Berliner Schloss Bellevue. Im Anschluss legten die Überlebenden gemeinsam mit jungen Menschen einen Kranz an der Gedenktafel für NS-Opfer am Berliner Wittenbergplatz nieder.

verantwortung Steinmeier habe bei dem Treffen betont, dem Aufsteigen eines neuen Antisemitismus und Rassismus müsse mit Wachsamkeit begegnet werden, sagte eine Sprecherin. Medien und Journalisten trügen dabei eine besondere Verantwortung, auch die Erinnerung an die NS-Verbrechen und ihre Opfer wachzuhalten. Es sei zudem Teil des Amtsverständnisses des Bundespräsidenten, einer »Schlusspunktdebatte« entgegenzuwirken.

Das Gespräch mit dem Bundespräsidenten gerade an diesem Tag sei als »ausgesprochen deutliches Signal« empfunden worden, dass die pädagogische und politische Arbeit des Auschwitz-Komitees anerkannt und gewürdigt werde, sagte Exekutiv-Vizepräsident Christoph Heubner. Der Bundespräsident habe damit ein klares Zeichen gesetzt, dass diese Arbeit »in politisch veränderten Zeiten in Deutschland und Europa« wichtig bleibe. An dem fast zweistündigen Gespräch nahmen den Angaben zufolge 20 Vertreter des Auschwitz-Komitees teil.

Mit den Pogromen vom 9. November 1938, bei denen auch zahlreiche Synagogen zerstört wurden, habe für die jüdischen Bürger Berlins und Deutschlands der unmittelbare Terror begonnen, der später nach Auschwitz führte, betonte Heubner: »Ausgrenzung, gesteuerter Hass und Todesangst wurden von diesem Tag an ständige Begleiter jedes jüdischen Menschen in Deutschland.« epd

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