Berlin

Breite Unterstützung für Verlängerung des Libanon-Einsatzes

Katja Leikert (CDU) Foto: picture alliance / Flashpic

Für eine weitere Beteiligung der Bundeswehr an der UN-Mission UNIFIL im Libanon zeichnet sich im Bundestag erneut eine große Mehrheit ab. Neben der Ampel-Koalition signalisierte am Mittwochabend auch die oppositionelle Unionsfraktion ihre Zustimmung zur Verlängerung des Mandats.

Die CDU-Abgeordnete Katja Leikert würdigte den internationalen Einsatz als »Stabilitätsanker«, der für die Sicherung der Grenze zu Israel sorge und die Macht der schiitischen Hisbollah-Miliz eindämme.

Stabilisierung Die seit 2006 laufende UN-Mission hat das Ziel, den Waffenschmuggel in den Libanon zu unterbinden und damit das Land sowie die gesamte Nahost-Region zu stabilisieren. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) betonte im Bundestag, der Einsatz habe ein hohes Abschreckungspotenzial für Waffenschmuggler und sei damit ein »unverzichtbares stabilisierendes Element«.

Am Donnerstag sagte Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) im Bundestag, wie wichtig UNIFIL sei, sei erst vor wenigen Wochen wieder deutlich geworden, nämlich Anfang April, »als Raketen und Drohnen aus Hisbollah-kontrollierten Gebieten im Süden Libanons auf Israel abgefeuert wurden - Angriffe, die wir gemeinsam aufs Schärfste verurteilt haben«.

»Es ist auch UNIFIL zu verdanken, dass dieser Funke keinen Brand entfacht hat«, so Baerbock. »Denn über UNIFIL läuft der einzige direkte Gesprächskanal zwischen Israel und Libanon. Und dieser Kanal hat im April wieder entscheidend zur Deeskalation beigetragen.« Über die Mandatsverlängerung stimmt das Parlament voraussichtlich in einer der nächsten beiden Sitzungswochen ab. dpa/ja

München

Haft für mehrfach vorbestraften Holocaustleugner

Selbst im Gerichtssaal tätigte der Verurteilte weitere strafrechtlich relevante Äußerungen

 24.09.2026

Gespräch

Antisemitismusbeauftragter: Linke muss sich von Antisemiten trennen

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner fordert von der Linken einen entschlosseneren Umgang mit Antisemitismus. Im Interview spricht der frühere Linken-Politiker darüber, was die Partei ändern müsse

 24.09.2026

Berlin-Wahl und ihre Folgen

Katherina Reiche: Linke-Regierung in Berlin gefährlich für Standort

Enteignungen und Judenhass seien für den Investitionsstandort Deutschland gefährlich, sagt die Bundeswirtschaftsministerin

 24.09.2026

Berlin

CDU bringt Verfassungsschutz-Prüfung der Linken ins Spiel

Der innenpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Alexander Throm, begründete seinen Vorstoß mit Verbindungen einzelner Linken-Politiker zur organisierten Kriminalität sowie mit Antisemitismus

 24.09.2026

Bern

Verantwortung lässt sich nicht neutralisieren

Die Schweiz debattiert anlässlich einer Volksabstimmung über ihre Neutralität. Ein Kommentar von JA-Schweiz-Korrespondentin Nicole Dreyfus

von Nicole Dreyfus  24.09.2026

Berlin

Jüdische Sozialdemokraten gegen Koalition der SPD mit der Linken

»Schon längst werden wir nicht mehr nur von rechts bedroht«, schreibt Renée Röske, die Vorsitzende des Arbeitskreises

 24.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  24.09.2026 Aktualisiert

New York

Peseschkian vor der UNO: Iran will »Widerstand« fortsetzen

Der Präsident des Terror-Regimes in Teheran beklagt »Aggression und Ungerechtigkeit«. US-Außenminister Rubio kontert ihm

 24.09.2026

Kommentar

Sprecht mit uns. Nehmt uns ernst

Herr Ramelow, die jüdische Gemeinschaft, die vor Judenhass warnt, ist nicht das Problem. Antisemitismus ist das Problem - insbesondere in Ihrer Partei

von Avitall Gerstetter  24.09.2026