Wiesbaden

Boris Rhein wendet sich gegen Stopp von Waffenexporten nach Israel

Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) Foto: picture alliance / HMB Media

Erstmals hat sich ein CDU-Ministerpräsident offen gegen die Entscheidung von Bundeskanzler Friedrich Merz ausgesprochen, die Rüstungsexporte nach Israel einzuschränken.

Hessens Regierungschef Boris Rhein erklärte am Montag auf Instagram: »Die Position der CDU Hessen ist glasklar: Wir stehen uneingeschränkt an der Seite Israels. Die Sicherheit Israels ist und bleibt deutsche Staatsräson. Wir unterstützen deshalb das Recht Israels, der einzigen Demokratie in der Region, auf Selbstverteidigung gegen den Terror. Dafür gehört für mich auch sehr klar, Israel militärisch zu unterstützen.«

Rhein lehnt damit die von Merz angekündigte Einschränkung von Lieferungen ab, die Israel im Krieg gegen die Hamas nutzen könnte. Zwar begrüßte er die humanitäre Hilfe für Gaza und die Klarstellung des Kanzlers, dass es keinen grundsätzlichen Kurswechsel in der Israel-Politik gebe, betonte jedoch: »Die Terrororganisation Hamas stellt man nur im Kampf, nicht am Konferenztisch.«

Lesen Sie auch

Auch der Hamburger CDU-Landeschef Dennis Thering kritisierte Merz scharf. »Bild« zitierte ihn mit den Worten, die Entscheidung sei »falsch« und die Kommunikation »verbesserungswürdig«. Thering erklärte demnach: »Die Islamisten jubeln, Israel steht öffentlich am Pranger und internationale Partner sind irritiert.«

Hintergrund ist die Entscheidung von Merz, keine Rüstungsgüter mehr zu liefern, die im Gaza-Krieg eingesetzt werden könnten. Er begründete dies mit der geplanten Ausweitung der israelischen Militäroperation auf Gaza-Stadt. Offenbar wurden führende Unionspolitiker und Minister nicht in den Entschluss eingebunden.

Auch CSU-Chef Markus Söder wurde nicht informiert, was in der Schwesterpartei auf deutliche Kritik stieß. Unions-Fraktionschef Jens Spahn nannte die Entscheidung des Kanzlers am Montag »vertretbar«. im

Iran-Krieg

Deutschland will keinen NATO-Einsatz in der Straße von Hormus

Die US-Regierung macht Druck auf Nato-Partner, sich an der Absicherung einer wichtigen Seeroute in Nahost zu beteiligen. Berlin macht klar, dass man die Allianz gar nicht am Zuge sieht

 16.03.2026

Washington D.C.

Trump fordert militärische Unterstützung im Golf

Insbesondere von europäischen NATO-Staaten erwarte er konkrete Beiträge. Andernfalls drohe der NATO eine schwierige Zukunft, so der amerikanische Präsident

 16.03.2026

Thüringen

Jüdische Organisationen warnen vor »antisemitischer Provokation« in Buchenwald

Ein breites Bündnis wendet sich mit einer gemeinsamen Erklärung scharf gegen die Kampagne \»Kufiyas in Buchenwald\«

 16.03.2026

Nahost

Israel greift Hisbollah und iranisches Regime an

Die Lage im Überblick

 16.03.2026

EXKLUSIV

»Es geht nicht mehr«: Andreas Büttner verlässt die Linkspartei

Nach einem Beschluss der Linken in Niedersachsen war für Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten das Maß voll: Er tritt aus der Partei aus

von Michael Thaidigsmann  16.03.2026

Teheran

Trotz Angriffen: Iran mobilisiert zu Al‑Kuds‑Protesten

Zum Ende des Fastenmonats Ramadan findet im Iran immer eine staatlich-inszenierte Großdemonstration gegen Israel statt. Die Führung rief die Bevölkerung auf, es dem »Feind« zu zeigen

 13.03.2026

Andenes

Kanzler Merz sieht keinen Anlass für Militäreinsatz in Straße von Hormus

Der französische Präsident treibt die Idee eines Militäreinsatzes zum Schutz von Öltankern und Handelsschiffen in der Straße von Hormus voran. Kanzler Merz ist da deutlich zurückhaltender

 13.03.2026

Washington D.C.

»Schaut mal, was heute mit diesen geistesgestörten Drecksäcken passiert«

»Wir verfügen über beispiellose Feuerkraft, unbegrenzte Munition und viel Zeit«, schreibt der amerikanische Präsident auf seiner Plattform Truth Social

 13.03.2026

Maskat

Bericht: Tote und Verletzte durch Drohne im Oman

Woher die Drohnen kamen, war zunächst nicht bekannt. Trotz Vermittlungsbemühungen wurde der Oman mehrfach zum Ziel iranischer Angriffe

 13.03.2026