Epstein-Akten

Bill Gates räumt Affären mit russischen Frauen ein

Bill Gates im September in New York Foto: picture alliance / Dutch Photo Press

Microsoft-Mitgründer Bill Gates hat vor Mitarbeitern seiner Stiftung eingeräumt, während seiner Ehe mit Melinda French Gates zwei Affären mit russischen Frauen gehabt zu haben. Zugleich äußerte der 70-Jährige Bedauern über seine Kontakte zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und sprach von einem schweren Fehler.

In einer internen Mitarbeiterversammlung sagte Gates laut Medienberichten, er habe Epstein mehrfach getroffen, sei mit dessen Privatflugzeug gereist und habe Zeit mit ihm in den USA sowie im Ausland verbracht. Gleichzeitig betonte er, er habe an keinen Straftaten teilgenommen und sei nicht Zeuge illegaler Aktivitäten geworden. »Ich habe nichts Illegales getan. Ich habe nichts Illegales gesehen«, erklärte Gates. Zudem stellte er klar, dass er keinen Kontakt zu Epsteins Opfern gehabt habe.

Gates bestätigte, dass es während seiner Ehe zu zwei außerehelichen Beziehungen gekommen sei. Eine der Frauen sei eine russische Bridge-Spielerin gewesen, die er bei Turnieren kennengelernt habe, die andere eine russische Kernphysikerin, die ihm im beruflichen Kontext begegnet sei. Berichte über diese Affären waren zuvor bereits im Zusammenhang mit Epstein aufgetaucht, der laut Medien versucht hatte, Gates mit entsprechenden Informationen unter Druck zu setzen.

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Der Unternehmer erklärte, er habe Epstein 2011 kennengelernt – also nach dessen Verurteilung in Florida – und trotz Bedenken seiner damaligen Ehefrau weiter Kontakt gehalten. Seine Ex-Frau sei stets skeptisch gegenüber diesen Verbindungen gewesen, räumte Gates ein. »Zu ihren Ehren muss man sagen, dass sie bei der Epstein-Sache immer ziemlich skeptisch war«, sagte er.

In der Mitarbeiterversammlung entschuldigte sich Gates auch bei Kollegen und Partnern, die durch seine Fehler in Mitleidenschaft gezogen worden seien. »Ich entschuldige mich bei anderen Menschen, die wegen meines Fehlers in diese Sache hineingezogen wurden«, sagte er und betonte, sein Verhalten stehe im Widerspruch zu den Werten und Zielen der Gates-Stiftung.

Ein Sprecher der Organisation erklärte, Gates habe offen gesprochen und Verantwortung für sein Handeln übernommen. Bereits in der Vergangenheit hatte Gates erklärt, es sei »dumm« gewesen, überhaupt Zeit mit Epstein zu verbringen, und dass diese Kontakte seine philanthropischen Ziele in keiner Weise vorangebracht hätten. dpa

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