USA

Nach Epstein-Vorwürfen: Tucker Carlson entschuldigt sich bei Isaac Herzog

Tucker Carlson im Januar im Weißen Haus Foto: picture alliance / REUTERS

Der rechte US-Moderator und politische Kommentator Tucker Carlson hat sich öffentlich bei Israels Präsident Isaac Herzog entschuldigt und frühere Behauptungen über angebliche Kontakte des Staatsoberhaupts zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zurückgenommen. Die Entschuldigung erfolgte im Rahmen eines Interviews sowie über eine Erklärung in sozialen Netzwerken, nachdem das israelische Präsidialamt die Vorwürfe entschieden zurückgewiesen hatte.

Nach Angaben aus dem Umfeld des Präsidenten hatte das Präsidialamt Carlson schriftlich mitgeteilt, dass es keinerlei direkte oder indirekte Kontakte zwischen Herzog und Epstein gegeben habe.

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Carlson erklärte daraufhin, seine früheren Aussagen seien unbegründet gewesen. Er betonte, er habe nicht behaupten wollen, über gesicherte Kenntnisse zu verfügen. In einer Videoerklärung sagte er: »Es gibt nichts Schlimmeres, als den Ruf eines unschuldigen Mannes zu beschädigen. Es tut mir leid, angedeutet zu haben, ich wüsste etwas, das ich nicht wusste.«

Auslöser der Spekulationen war ein E-Mail-Dokument aus dem Jahr 2014, das im Zuge der US-Ermittlungen gegen Epstein veröffentlicht worden war. Darin hatte Epstein gegenüber einer Mitarbeiterin des Milliardärs Leon Black behauptet, Herzog – damals Oppositionsführer in Israel – werde Gast in seinem privaten Anwesen sein. Carlson räumte ein, er habe dieses Schreiben als Beleg interpretiert, ohne es unabhängig zu überprüfen, und habe daraus falsche Schlüsse gezogen.

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Die Durchsicht weiterer Epstein-Unterlagen ergab nach Angaben der Berichte keine Hinweise auf eine tatsächliche Beziehung oder ein Treffen zwischen den beiden Männern. Herzogs Name tauchte demnach lediglich in weitergeleiteten Nachrichtenartikeln in Epsteins Posteingang auf, nicht jedoch in Fluglisten, Gästelisten oder persönlicher Korrespondenz.

Zusätzlich hatte ein manipuliertes Foto, das Herzog angeblich zusammen mit Epstein zeigte, in sozialen Netzwerken für Aufsehen gesorgt. Später stellte sich heraus, dass das Bild mithilfe künstlicher Intelligenz erzeugt worden war. Die Journalistin, die das Bild verbreitet hatte, entschuldigte sich ebenfalls öffentlich und erklärte: »Ich habe fälschlicherweise ein Foto von Präsident Herzog gepostet, ohne die Quelle zu überprüfen, und dafür entschuldige ich mich.«

Nach einem Kurzbesuch in Israel, in dessen Rahmen Carlson den US-Botschafter in Israel, Mike Huckabee, interviewte, hatte der rechte Journalist angegeben, er sei von Grenzbeamten am Ben-Gurion-Flughafen festgesetzt worden. Auch dies stellte sich als falsch heraus. im

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