Antisemitismus

Beschädigung von Denkmal für deportierte Juden in Freiburg

Blaue Brücke (Wiwili-Brücke) Foto: picture alliance / imageBROKER

In Freiburg haben Unbekannte das Denkmal für die deportierten Juden an der Wiwili-Brücke beschädigt. Das Geburtsdatum von Adolf Hitler wurde an die Mauer des Gedenkortes geschrieben, wie die Polizei Freiburg am Dienstag bestätigte. Die Schmiererei sei am Wochenende bekannt geworden. Sie solle zeitnah entfernt werden.

Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung. Darüber hinaus werde gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft geprüft, ob weitere Strafvorschriften wie beispielsweise verhetzende Beleidigung betroffen seien. Im Februar sei das Denkmal bereits mit einem Hakenkreuz beschmiert worden, so die Polizei.

Nach Einschätzung des baden-württembergischen Antisemitismusbeauftragten Michael Blume handelt es sich bei den Schmierereien um Schändungen und eine antisemitische Straftat im Kontext von Hasskriminalität. Dem »Südwestrundfunk« sagte er, die in Stuttgart gegründeten Querdenker und auch der Sänger Xavier Naidoo hätten »diese Fixierung auf antisemitische Daten leider weit verbreitet«.

Das Denkmal »Vergessener Mantel« an der Wiwili-Brücke zeigt einen Mantel aus Bronze und erinnert an die Deportation von Jüdinnen und Juden in das Lager Gurs in Südfrankreich im Oktober 1940. Rund 5600 Juden aus Baden wurden in das Lager verschleppt. Die meisten von ihnen starben dort oder später im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. kna

Debatte um Erklärung

Hickhack bei Rot-Grün-Rot: Das steht in den Antisemitismus-Papieren

Die Berliner Regierungsbildung stockt, nachdem die Linke im Abgeordnetenhaus ein eigenes Papier zum Kampf gegen Antisemitismus gebilligt hat. Wo sich die zwei Erklärungen unterscheiden

 14.10.2026

Umfrage

66 Prozent der Unionswähler für Prüfung von AfD-Verbot

Eine Campact-Umfrage zeigt, dass die Wähler der Unionsparteien mehrheitlich für die Prüfung eines AfD-Verbotsverfahrens sind. Auch eine Koalition mit der AfD wird von Anhängern der Mitte-Parteien deutlich abgelehnt

 14.10.2026

Sachsen-Anhalt

Eine Woche voller Eklats

Nach der Wahl des Landtagspräsidiums bröckelt die »Brandmauer« in der CDU weiter. Das Gedenken in Halle bot einen Vorgeschmack auf ein Land unter AfD-Regierung

von André Anchuelo  14.10.2026

Ministerpräsident Sven Schulze (CDU)

Landtag von Sachsen-Anhalt

Ministerpräsidenten-Wahl: CDU will im dritten Wahlgang im Plenarsaal sein

Bei der Ministerpräsidentenwahl in Sachsen-Anhalt will die CDU den Plenarsaal zunächst verlassen. Für einen möglichen dritten Wahlgang kündigt Fraktionschef Sven Schulze ein anderes Vorgehen an. AfD und BSW beschließen derweil einen Antrag zur Ukraine

 14.10.2026

Berlin

»Eine gute Wahl«: Bundesregierung ernennt von Schnurbein zur Beauftragten für jüdisches Leben

Die 52-jährige EU-Beamtin ist am Mittwoch offiziell zur Nachfolgerin von Felix Klein bestellt worden. Aus den jüdischen Verbänden und Gemeinden kamen unisono positive Reaktionen

von Michael Thaidigsmann  14.10.2026

Regierungsbildung in Berlin

Banaszak: Emdes Fraktions-Aus war Grundlage für Sondierungen

Die Grünen-Landesvorsitzende Stahr betont hingegen, dass ihre Partei weiter »am Tisch sitzt« und auf eine Erklärung der Linken wartet

 14.10.2026

Regierungsbildung in Berlin

Schwerdtner bedauert Gesprächspause in Berlin

Die Gespräche über eine rot-grün-rote Regierung in Berlin liegen auf Eis. Linken-Bundeschefin Ines Schwerdtner hält die Erklärung ihrer Fraktion zu Antisemitismus dennoch für ausreichend

 14.10.2026

Berlin

Julia Klöckner: AfD-Verbotsverfahren nicht »aus dem Bauch heraus starten«

Die CDU-Bundestagspräsidentin warnt davor, die Rechtsaußen-Partei zum »Märtyrer« zu machen

 14.10.2026

Unterbrochene Sondierungen

Berliner CDU an Grüne und SPD: »Hand ist ausgestreckt«

Die Regierungsbildung zwischen Linken, Grünen und SPD in Berlin stockt. Nach der überraschenden Unterbrechung der Sondierungen meldet sich ein Wahlverlierer zu Wort

 14.10.2026