Antisemitismus

Beschädigung von Denkmal für deportierte Juden in Freiburg

Blaue Brücke (Wiwili-Brücke) Foto: picture alliance / imageBROKER

In Freiburg haben Unbekannte das Denkmal für die deportierten Juden an der Wiwili-Brücke beschädigt. Das Geburtsdatum von Adolf Hitler wurde an die Mauer des Gedenkortes geschrieben, wie die Polizei Freiburg am Dienstag bestätigte. Die Schmiererei sei am Wochenende bekannt geworden. Sie solle zeitnah entfernt werden.

Die Polizei ermittelt nun wegen Sachbeschädigung. Darüber hinaus werde gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft geprüft, ob weitere Strafvorschriften wie beispielsweise verhetzende Beleidigung betroffen seien. Im Februar sei das Denkmal bereits mit einem Hakenkreuz beschmiert worden, so die Polizei.

Nach Einschätzung des baden-württembergischen Antisemitismusbeauftragten Michael Blume handelt es sich bei den Schmierereien um Schändungen und eine antisemitische Straftat im Kontext von Hasskriminalität. Dem »Südwestrundfunk« sagte er, die in Stuttgart gegründeten Querdenker und auch der Sänger Xavier Naidoo hätten »diese Fixierung auf antisemitische Daten leider weit verbreitet«.

Das Denkmal »Vergessener Mantel« an der Wiwili-Brücke zeigt einen Mantel aus Bronze und erinnert an die Deportation von Jüdinnen und Juden in das Lager Gurs in Südfrankreich im Oktober 1940. Rund 5600 Juden aus Baden wurden in das Lager verschleppt. Die meisten von ihnen starben dort oder später im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. kna

The OpenAI logo is displayed on a mobile phone screen in this photo illustration, as artificial intelligence tools continue to expand across consumer and business applications in Brussels, Belgium, on February 28, 2026. (Photo by Jonathan Raa/NurPhoto)

Meinung

KI: Wie die Welt einmal untergehen könnte

Der Kontrollverlust der Softwarefirma OpenAI über ihr neuestes Modell macht erneut die Notwendigkeit deutlich, KI-Technologie stärker zu regulieren. Dabei geht es um nicht weniger als die Zukunft der Menschheit

von Joshua Schultheis  28.07.2026

Dresden

Petition wirft AfD Missbrauch der Marke Simson vor

Die Traditionsmarke Simson steht für eine erfolgreiche Firmengeschichte. Die AfD nutzt das positive Image, das stößt auf Widerstand

 28.07.2026

Terror

Nach dem CSD-Anschlag: Wo Berlin trauert

Blumen, Botschaften und Regenbogenflaggen: Im Berliner Tiergarten suchen Menschen Trost am Ort des Terroranschlags. Was ein Notfallseelsorger erzählt

 28.07.2026

Berlin

Bekennervideo des mutmaßlichen CSD-Attentäters auf Mobiltelefon entdeckt

Was ist in der Aufnahme zu sehen?

 28.07.2026

Meinung

Wir müssen darüber sprechen, was der Terror mit dem Islam zu tun hat

Die islamistische Ideologie muss endlich als solche benannt werden – auch weil Muslime zu den ersten Opfern der Terroristen gehören

von Ali Ertan Toprak  28.07.2026

München

Deutsche Post will Davidstern-Briefmarke doch drucken

Die Poste lehnte eine Briefmarke mit einem Davidstern und dem Schriftzug »Antisemitismus – ohne mich!« erst ab. Nach Kritik hat sie sich nun umentschieden

 28.07.2026 Aktualisiert

Washington D.C./Rom

USA kündigen weitere Gespräche zwischen Israel und Libanon in Rom an

Nach jahrzehntelangem Kriegszustand gab es zuletzt Annäherungsversuche zwischen Jerusalem und der libanesischen Regierung. Die USA als Vermittler setzen vor allem auf den Erfolg sogenannter Pilotzonen

 28.07.2026

Washington D.C.

Trump weist Netanjahus Kritik an möglichem F-35-Verkauf an die Türkei zurück

»Niemand schreibt mir vor, was wir verkaufen sollen«, sagt der amerikanische Präsident vor seinem Treffen mit Benjamin Netanjahu

 28.07.2026

Berlin

Ahmad Mansour: Müssen schneller sein als Islamisten

Nach dem Anschlag auf den Berliner CSD fordert der Psychologe und Extremismus-Experte umfassende Präventionskonzepte gegen Radikalisierung. Einen Vorschlag des Bundesinnenministers sieht er allerdings kritisch

 28.07.2026