Terror

Berlin erinnert an Opfer des Breitscheidplatz-Anschlags 2016

»Goldener Riss«: Ein Mahnmal erinnert an die Opfer des Terroranschlags am Breitscheidplatz. Foto: imago images/Pacific Press Agency

Fünf Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz mit 13 Toten und über 60 Verletzten wird in Berlin am Sonntag an die Opfer erinnert.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) werden an einer ökumenischen Andacht in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche teilnehmen, kündigten die evangelische Landeskirche und das Erzbistum Berlin am Dienstag an.

ANDACHT Die Predigt hält der Berliner Bischof Christian Stäblein. An der Andacht beteiligt sind zudem der katholische Erzbischof Heiner Koch, Rabbiner Andreas Nachama und Imam Kadir Sanci vom »House of One«, Generalsuperintendentin Ulrike Trautwein sowie Pfarrerin Kathrin Oxen und Pfarrer Martin Germer von der Gedächtniskirche. Steinmeier und Müller werden jeweils eine Ansprache halten. Die Andacht beginnt um 18.45 Uhr und wird live gestreamt.

Im Anschluss findet vor den Stufen zur Kirche am »Goldenen Riss« ein Gedenken statt, bei dem die Namen der nunmehr 13 Verstorbenen verlesen werden. Um 20.02 Uhr, dem Zeitpunkt des Anschlags vor fünf Jahren, wird die Glocke der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche 13 Mal schlagen.

TODESOPFER Zwölf Menschen waren bei dem Anschlag vor fünf Jahren getötet worden. Ein weiterer starb im Oktober dieses Jahres an den Folgen einer schweren Verletzung, die er sich zugezogen hatte, als er Erste Hilfe leistete.

Bei dem Terroranschlag steuerte der tunesische Islamist Amis Amri am 19. Dezember 2016 einen Sattelschlepper in die Besuchermenge des Weihnachtsmarktes. Fünf der 13 Todesopfer stammten aus Polen, Israel, Italien, der Ukraine und Tschechien. epd

Umfrage

Umfrage: So würde Deutschland abstimmen, wenn am Sonntag Wahlen wären

 25.10.2026

Präsidentenwahl in Frankreich

Wahlkampfstart der Rechten – Le Pen im Aufschwung?

Nach den Unruhen in Frankreich gewinnt Marine Le Pen in Umfragen weiter hinzu. Doch Antisemitismusvorwürfe gegen ihren politischen Ziehsohn, RN-Chef Jordan Bardella, belasten die Partei

 25.10.2026

Berlin

Platzwunde und Hämatome im Gesicht: Mutmaßlich antisemitische Attacke in Schöneberg

Ein Unbekannter fragte einen 60-Jährigen, ob er Jude sei – dann schlug er zu. Der Staatsschutz ermittelt

 25.10.2026

Schild des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus

Sachsen

Sachsen: Jede antisemitische Diskriminierung ist verfassungswidrig

Der Schutz jüdischen Lebens ist in mehreren Landesverfassungen verankert. Der Freistaat Sachsen sieht bisher von einer expliziten Formulierung ab

 25.10.2026

Islamismus

Psychologe Ahmad Mansour: Teile der Linken verharmlosen Islamismus

Solidarität mit zweierlei Maß? Islam-Experte Mansour sieht bei Teilen der Linken eine Doppelmoral im Umgang mit Islamismus. Scharfe Kritik übt er auch am Umgang mit Israel und dem Nahostkonflikt

 25.10.2026

Feuer am Flughafen von Riad

Krieg in der Golfregion

Weiter Angriffe im Jemen und Saudi-Arabien

Riad im Norden, die jemenitische Hafenstadt Aden im Süden: An beiden Fronten greifen die Huthi-Rebellen mit Drohnen und Raketen an. Wird aus dem dauerhaften Beschuss ein Abnutzungskrieg?

 25.10.2026

Antisemitismus

Hälfte der Länder verankert Kampf gegen Antisemitismus in Verfassung

Der Kampf gegen zunehmenden Antisemitismus ist nicht erst nach dem Hamas-Überfall auf Israel 2023 im Fokus. Schon nach dem Synagogenanschlag von Halle 2019 zogen einige Länder Konsequenzen in ihren Landesverfassungen – aber bei weitem nicht alle

 25.10.2026

Kommentar

Schließt die Botschaft Irans!

Deutschland muss verstehen, dass diese Diktatur nicht mehr zu halten ist

von Saba Farzan  25.10.2026

Iran-Krieg

Bericht: Iran nimmt US-Diplomaten in Nahost ins Visier

US-Botschaftspersonal wird im Nahen Osten reduziert. Hintergrund sollen Erkenntnisse von US-Nachrichtendiensten zu Anschlagsplänen des Irans sein

 25.10.2026