Westjordanland

Armee: Drei Terrorangriffe auf israelische Soldaten binnen eines Tages

Israelische Grenzbeamte im Westjordanland Foto: copyright (c) Flash90 2026

Im nördlichen Westjordanland ist ein Palästinenser nach Angaben der israelischen Armee erschossen worden, nachdem er mit seinem Fahrzeug auf Soldaten zugefahren sein soll. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Tulkarem und ist Teil einer Serie von sicherheitsrelevanten Zwischenfällen innerhalb kurzer Zeit.

Nach Darstellung der Armee beschleunigte der Mann am Kontrollpunkt Einav sein Auto »in einer Weise, die eine Bedrohung darstellte«. Daraufhin hätten die Soldaten das Feuer eröffnet und ihn getötet. Verletzt wurde auf israelischer Seite niemand.

Sicherheitskreise identifizierten den Getöteten später als Abd al-Rahman Mahza Abu al-Rub. Demnach handelte es sich um einen jüngeren Offizier der Polizei der Palästinensischen Autonomiebehörde in Tulkarem mit einem Rang auf Leutnantsebene.

Angriff mit Messer

Bereits zuvor hatte das Militär von zwei weiteren versuchten Angriffen auf Soldaten berichtet. In Al-Ram nördlich von Jerusalem habe ein Mann ebenfalls versucht, mit einem Fahrzeug auf Einsatzkräfte zuzufahren. Auch hier sei geschossen und der Angreifer getötet worden.

Lesen Sie auch

Ein dritter Vorfall ereignete sich im Süden des Westjordanlands nahe Hebron. Dort habe ein Mann mit einem Messer auf Soldaten zugelaufen. Die Kräfte hätten ihn daraufhin erschossen, hieß es.

Die Vorfälle ereignen sich vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Westjordanland. Seit Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran Ende Februar hat sich die Lage weiter verschärft. Bereits lange vor dem aktuellen Krieg kam es gerade im Westjordanland regelmäßig zu von Palästinensern verübten Terroranschlägen, bei denen zahlreiche Israelis ermordet wurden.

In jüngster Zeit übten radikale israelische Siedler immer wieder illegale Selbstjustiz. Bei ihren Angriffen auf palästinensische Dörfer kam es ebenfalls zu Todesopfern und Sachbeschädigung. im

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 11.09.2026

Tel Aviv

Antisemitische 9/11-Verschwörungsmythen tauchen zum 25. Jahrestag wieder auf

Die israelische Organisation CyberWell dokumentiert entsprechende Beiträge auf mehreren großen Social-Media-Plattformen

 11.09.2026

Kommentar

Ja, du bist gemeint!

Im Leben gibt es Menschen, die erkennen, was vor sich geht, und andere, die einfach blind den Trends folgen. Warum ich an der Seite meiner jüdischen Freunde stehe

von Boy George  11.09.2026

Washington D.C.

Trump verteidigt Iran-Krieg und kündigt weiteren wirtschaftlichen Druck an

»Wenn ich es noch einmal tun müsste, würde ich genau das tun, was ich getan habe«, sagt der amerikanische Präsident

 11.09.2026

Peenemünde

»Gibt nichts umsonst«: Merkel fordert Einsatz für Demokratie

Die frühere Bundeskanzlerin hat eine 700 Seiten starke Autobiografie über ihr politisches Leben geschrieben. Bei einer Sonderlesung in Mecklenburg-Vorpommern findet eine Passage besonderen Widerhall

 11.09.2026

Washington D.C./New York

25 Jahre nach 9/11 – USA gedenken der Terroropfer

Zum 25. Jahrestag erinnern zahlreiche Zeremonien an die fast 3000 Opfer der Terroranschläge vom 11. September – und an Menschen, die bis heute an den Folgen der Anschläge sterben

von Anne Pollmann  11.09.2026

Deutschland

Nach AfD-Sieg: Cem Özdemir rief sofort jüdische Gemeinden an

Der Ministerpräsident gab den Juden in Baden-Württemberg ein persönliches Versprechen

 10.09.2026

Bayern

Jugendlicher bestreitet Anschlagspläne auf Synagoge

Ein 16-Jähriger steht in Augsburg wegen Planung eines Anschlags vor Gericht. Ihm werden schwere Straftaten vorgeworfen. Das Verfahren läuft unter Ausschluss der Öffentlichkeit

 10.09.2026

Rosch Haschana

Neujahrswünsche von Friedrich Merz und Johann Wadephul

Zum jüdischen Neujahrsfest schicken der Bundeskanzler und der Bundesaußenminister Grußbotschaften an die jüdischen Gemeinden

 10.09.2026