Washington D.C.

Trump verteidigt Iran-Krieg und kündigt weiteren wirtschaftlichen Druck an

US-Präsident Donald Trump beim Parteitag seiner Republikaner in Dallas Foto: picture alliance / AP Photo/Alex Brandon

US-Präsident Donald Trump sieht trotz der politischen und wirtschaftlichen Folgen keinen Grund, seine Entscheidung zum Krieg gegen Iran zu bereuen. »Wenn ich es noch einmal tun müsste, würde ich genau das tun, was ich getan habe«, sagte Trump am Donnerstag dem Sender Fox News.

Im Gespräch mit der Moderatorin Laura Ingraham wies Trump zugleich die Vorstellung zurück, dass der Krieg seine Chancen bei den bevorstehenden Kongresswahlen beeinträchtigen könnte. Zwar räumte er ein, dass die Republikaner ohne den Konflikt möglicherweise bessere Voraussetzungen für die Wahlen gehabt hätten. Eine iranische Atombombe wäre für ihn jedoch eine weitaus größere Gefahr.

Ingraham hatte Trump darauf hingewiesen, dass er ohne den Iran-Krieg derzeit auf einen Erfolg bei den Midterm-Wahlen zusteuern könnte. Trump entgegnete: »Angenommen, wir wären auf dem Weg zu einem Sieg, und plötzlich hätte Iran eine Atomwaffe. Sie würden sie einsetzen.«

Nuklear bewaffnet

Nach Darstellung des US-Präsidenten würde ein nuklear bewaffneter Iran nicht nur Israel und weitere Staaten im Nahen Osten bedrohen. Auch amerikanische Städte könnten anschließend ins Visier genommen werden. Mit diesen Argumenten rechtfertigte Trump erneut den Beginn des militärischen Vorgehens gegen die Islamische Republik.

Unterdessen wächst an den Finanzmärkten die Sorge, dass der Krieg länger dauern könnte als bislang von der US-Regierung dargestellt. Hintergrund sind unter anderem Gespräche hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses über die Möglichkeit, dass der Konflikt sogar über Trumps derzeitige Amtszeit hinaus andauern könnte.

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Trump selbst hält weiterhin an seiner Prognose fest, dass der Krieg unmittelbar nach den Kongresswahlen am 3. November beendet sein werde. Auch bei den Energiepreisen erwartet er danach eine Entspannung. Zugleich hatte er wiederholt erklärt, der Konflikt könne bereits früher zu Ende gehen.

Erhöhung des Drucks

Zu Berichten über angebliche Schäden an US-Militärgerät nahm Trump ebenfalls Stellung. Iran hatte erklärt, mehrere amerikanische Kampfflugzeuge auf einem Stützpunkt in Jordanien beschädigt zu haben. In einem Gespräch mit NewsNation wies Trump diese Darstellung zurück. »Kein Schaden. Überhaupt nichts«, sagte er auf die Frage, ob die Berichte zuträfen.

Parallel zum militärischen Konflikt versucht die US-Regierung, Iran zunehmend von internationalen Finanzierungsquellen abzuschneiden. Finanzminister Scott Bessent kündigte für Montag neue Sanktionen gegen eine große Bank an.

»Wir werden es am Montag tun, weil wir das Andenken unserer am 11. September gefallenen Bürger ehren wollen. Behalten Sie den Montag im Auge«, sagte Bessent.

Ägyptische und türkische Banken

Nach seinen Angaben hat Washington bereits gegen die Niederlassungen einer großen ägyptischen Bank in Dubai Maßnahmen verhängt und deren Geschäftstätigkeit beendet. Das Institut soll Iran mit rund 1,8 Milliarden Dollar unterstützt haben. Bessent sprach außerdem von Sanktionen gegen die »größte türkische Bank«, die Iran finanziell unterstützt haben soll, nannte jedoch keinen Namen.

Trump wurde bei NewsNation auch gefragt, wie lange die iranische Führung dem wachsenden wirtschaftlichen Druck noch standhalten könne. Eine klare Prognose wollte der Präsident nicht abgeben. »Ich weiß nicht, ob sie durchhalten werden«, sagte er. Seine politische Erwartung formulierte er dennoch eindeutig: »Aber es wird nach den Wahlen geregelt. Oder vielleicht früher.«

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