Im nördlichen Westjordanland ist ein Palästinenser nach Angaben der israelischen Armee erschossen worden, nachdem er mit seinem Fahrzeug auf Soldaten zugefahren sein soll. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe von Tulkarem und ist Teil einer Serie von sicherheitsrelevanten Zwischenfällen innerhalb kurzer Zeit.
Nach Darstellung der Armee beschleunigte der Mann am Kontrollpunkt Einav sein Auto »in einer Weise, die eine Bedrohung darstellte«. Daraufhin hätten die Soldaten das Feuer eröffnet und ihn getötet. Verletzt wurde auf israelischer Seite niemand.
Sicherheitskreise identifizierten den Getöteten später als Abd al-Rahman Mahza Abu al-Rub. Demnach handelte es sich um einen jüngeren Offizier der Polizei der Palästinensischen Autonomiebehörde in Tulkarem mit einem Rang auf Leutnantsebene.
Angriff mit Messer
Bereits zuvor hatte das Militär von zwei weiteren versuchten Angriffen auf Soldaten berichtet. In Al-Ram nördlich von Jerusalem habe ein Mann ebenfalls versucht, mit einem Fahrzeug auf Einsatzkräfte zuzufahren. Auch hier sei geschossen und der Angreifer getötet worden.
Ein dritter Vorfall ereignete sich im Süden des Westjordanlands nahe Hebron. Dort habe ein Mann mit einem Messer auf Soldaten zugelaufen. Die Kräfte hätten ihn daraufhin erschossen, hieß es.
Die Vorfälle ereignen sich vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Westjordanland. Seit Beginn des Krieges zwischen den USA, Israel und dem Iran Ende Februar hat sich die Lage weiter verschärft. Bereits lange vor dem aktuellen Krieg kam es gerade im Westjordanland regelmäßig zu von Palästinensern verübten Terroranschlägen, bei denen zahlreiche Israelis ermordet wurden.
In jüngster Zeit übten radikale israelische Siedler immer wieder illegale Selbstjustiz. Bei ihren Angriffen auf palästinensische Dörfer kam es ebenfalls zu Todesopfern und Sachbeschädigung. im