Berlin

Merz stellt nach Krieg Beitrag für Straße von Hormus in Aussicht

Bundeskanzler Friedrich Merz Foto: picture alliance / Anadolu

Bundeskanzler Friedrich Merz stellt für die Zeit nach dem Iran-Krieg einen Beitrag Deutschlands bei der Sicherung der Straße von Hormus in Aussicht. Merz sagte bei einem Treffen mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin, das Beste sei, dass dieser Krieg so schnell wie möglich an sein Ende komme. »Wenn die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind, dann wird Deutschland selbstverständlich bereit sein, seinen Beitrag zur freien Schifffahrt in der Straße von Hormus zu leisten.«

Merz schlug vor, dies im Rahmen einer internationalen Kontaktgruppe zu tun, damit eine bestmögliche Koordinierung zwischen den Staaten ermöglicht werde, die wie Deutschland bereit seien zu helfen. 

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Der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, die sehr wichtig ist für den internationalen Transport von Öl und Flüssiggas, ist wegen des Kriegs und drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen. Merz hatte einer Beteiligung Deutschlands an militärischen Einsätzen zur Sicherung der Meerenge während des Kriegs eine Absage erteilt. Dafür wurde er von US-Präsident Donald Trump scharf kritisiert.

Merz warnte vor den wirtschaftlichen Folgen des Kriegs. Wachse sich dieser Krieg zu einem regionalen Großkonflikt heraus, dann könne er Deutschland und Europa noch stärker belasten - so stark, wie es Deutschland zuletzt in der Corona-Pandemie oder zu Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine erlebt habe. Damals war die Konjunktur in Deutschland eingebrochen. dpa/ja

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