Düsseldorf

Antisemitische Schmierereien an Heinrich-Heine-Universität

In mehreren Veranstaltungsräumen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) sind am Donnerstagmorgen antisemitische Kritzeleien entdeckt worden. Auf Fotos, die der Jüdischen Allgemeinen vorliegen, sind die Sprüche »Happy Holocaust«, »Juden - Gas« sowie »Juden - Holocaust« zu erkennen.

Ein Sprecher der Polizei Düsseldorf erklärte, die Inhalte seien »eindeutig volksverhetzend«. Die Polizei ermittle und der Staatsschutz sei eingeschaltet worden, so der Sprecher. Die Tat müsse zwischen Mittwochabend und Donnerstagsfrüh begangen worden sein. Man sei im engen Austausch mit der Hochschulleitung, sagte der Sprecher. Die Schmierereien würden zeitnah entfernt.

Lesen Sie auch

Die »Jüdische Hochschulgruppe Düsseldorf« (JHG) und die SPD-nahe Juso-Hochschulgruppe der HHU verurteilten den Vorfall. »Wir sind entsetzt über das Ausmaß an offen zur Schau getragenem Antisemitsmus an unserer Uni«, heißt es in einem gemeinsamen Statement. »Jüdische Studierende müssen sich an unserer Uni sicher fühlen.« Die Kritzeleien zeugten »von offen nationalsozialistischem Gedankengut«.

JHG-Mitglied David Gladilin sagte unserer Zeitung, die jüdischen Studierenden der Universität hätten »einen sehr guten Draht zum Rektorat«. Er sei sich sicher, dass die Hochschulleitung angemessen mit Vorfall umgehen werde. Gladilin, der die antisemitischen Schmierereien selbst gesehen hat, sagt: »Jeder kann in das Gebäude reingehen.« Die Suche nach den Tätern dürfte das erheblich erschweren. js

Holocaust-Gedenktag

»Mama, wo sind all die Menschen?«

Tova Friedman sprach im Deutschen Bundestag über ihre Deportation nach Auschwitz, das Grauen im KZ und darüber, was das Überleben mit ihr gemacht hat. Wir dokumentieren ihre Rede

von Tova Friedman  28.01.2026

Meinung

Was würden Saba und Safta sagen?

Sie würden uns zurufen: »Wehrt euch gegen diesen Hass! Schließt euch mit denen zusammen, die in Deutschland bisher schweigen aber dennoch die Mehrheit darstellen.«

von Avitall Gerstetter  28.01.2026

Berlin

DIG fordert klare EU-Entscheidung gegen Revolutionsgarden

Volker Beck, der Präsident der Organisation, erklärt, die Maßnahmen müssten über symbolische Schritte hinausgehen

 28.01.2026

Berlin

Feuer im Jüdischen Krankenhaus: Kein antisemitisches Motiv

In der Nacht kommt es zu einem Feueralarm. Ein Patient steht im Verdacht, einen Brand verursacht zu haben. Viele Details sind weiterhin unklar

 28.01.2026 Aktualisiert

Washington D.C.

USA kündigen mehrtägige Militärübungen im Nahen Osten an

US-Präsident Donald Trump spricht von einer »schönen Armada«, die sich in der Nähe Irans befinde

 28.01.2026

New York

UNO-Vollversammlung: Holocaust-Überlebende hält erste Rede auf Hebräisch

»Der Holocaust begann nicht mit den Gaskammern. Er begann mit Worten, Hetze, Propaganda, Witzen, Anschuldigungen und Gleichgültigkeit«, sagt Sara Weinstein

 28.01.2026

New York

»Fucking Jew«: Rabbiner beleidigt und angegriffen

Der Angreifer soll das Opfer antisemitisch beleidigt und ihm ins Gesicht geschlagen haben

 28.01.2026

Krakau

»Geht zurück nach Israel«: Ultraorthodoxe Israelis am Flughafen angefeindet

Am Flughafen wird eine Gruppe Charedim verbal attackiert und bedrängt. Ein Video zeigt den antisemitischen Vorfall

 28.01.2026

Berlin

Antisemitische Parolen bei Auschwitz-Gedenken

Einer 59-jährigen Frau wird vorgeworfen, im Umfeld einer Veranstaltung am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus volksverhetzende Äußerungen getätigt zu haben

 28.01.2026