Düsseldorf

Antisemitische Schmierereien an Heinrich-Heine-Universität

In mehreren Veranstaltungsräumen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) sind am Donnerstagmorgen antisemitische Kritzeleien entdeckt worden. Auf Fotos, die der Jüdischen Allgemeinen vorliegen, sind die Sprüche »Happy Holocaust«, »Juden - Gas« sowie »Juden - Holocaust« zu erkennen.

Ein Sprecher der Polizei Düsseldorf erklärte, die Inhalte seien »eindeutig volksverhetzend«. Die Polizei ermittle und der Staatsschutz sei eingeschaltet worden, so der Sprecher. Die Tat müsse zwischen Mittwochabend und Donnerstagsfrüh begangen worden sein. Man sei im engen Austausch mit der Hochschulleitung, sagte der Sprecher. Die Schmierereien würden zeitnah entfernt.

Lesen Sie auch

Die »Jüdische Hochschulgruppe Düsseldorf« (JHG) und die SPD-nahe Juso-Hochschulgruppe der HHU verurteilten den Vorfall. »Wir sind entsetzt über das Ausmaß an offen zur Schau getragenem Antisemitsmus an unserer Uni«, heißt es in einem gemeinsamen Statement. »Jüdische Studierende müssen sich an unserer Uni sicher fühlen.« Die Kritzeleien zeugten »von offen nationalsozialistischem Gedankengut«.

JHG-Mitglied David Gladilin sagte unserer Zeitung, die jüdischen Studierenden der Universität hätten »einen sehr guten Draht zum Rektorat«. Er sei sich sicher, dass die Hochschulleitung angemessen mit Vorfall umgehen werde. Gladilin, der die antisemitischen Schmierereien selbst gesehen hat, sagt: »Jeder kann in das Gebäude reingehen.« Die Suche nach den Tätern dürfte das erheblich erschweren. js

Dokumentation

»Seit zweieinhalb Jahren bebt die Erde«

In Erfurt sprach der Zentralratspräsident über den Status quo Jüdischen Lebens in der Bundesrepublik. Dabei ging Schuster auch auf das Programm »Demokratie leben« und die Kritik an Familienministerin Karin Prien ein

 25.03.2026

Krieg

Iran lässt wenige Schiffe durch Straße von Hormus

Die iranischen Behörden lassen nur wenige Schiffe durch die für den Energiehandel wichtige Wasserstraße. Viele Reedereien meiden die Route angesichts von Angriffen und fehlender Versicherungen

 25.03.2026

London

»Ihm gefiel die Angst«: Frauen berichten von Epstein-Skandal

Über Jahre betrieb Jeffrey Epstein einen Missbrauchsring mit einer hohen Zahl an Opfern. In einem Fernsehinterview berichten fünf Frauen von ihren schlimmen Erfahrungen

 25.03.2026

Meinung

EU-Parlament: Fällt die Brandmauer?

Nach einem Medienbericht haben sich Vertreter der konservativen EVP-Fraktion im EU-Parlament mit rechtsextremen Kräften zur Migrationspolitik abgestimmt. Diese Enthüllung wirft viele Fragen auf

 25.03.2026

Krieg gegen Iran

Hoffnung auf Verhandlungen

Raketenalarm in Tel Aviv, Angriffe auf Teheran: Trotz neuer Vermittlungsversuche und Forderungen an den Iran bleibt eine schnelle Waffenruhe wohl unwahrscheinlich

 25.03.2026

Berlin

»Ich bin für dich Ron!«

Ali Ertan Toprak, Vorsitzender der Kurdischen Gemeinden Deutschlands, ehrte Israels Botschafter Ron Prosor für dessen Engagement für die kurdischen Gemeinden. Wir dokumentieren die Laudatio im Wortlaut

von Ali Ertan Toprak  25.03.2026

Berlin

Kurdische Gemeinde zeichnet Ron Prosor aus

Der israelische Botschafter wurde beim Neujahrsfest für sein Engagement für die kurdische Gemeinschaft ausgezeichnet

 25.03.2026

Kassel

Schmerzensgeld-Klage nach Antisemitismus auf documenta

Vor Gericht kam es zu keiner Einigung – wie geht es nun weiter?

 25.03.2026

Dokumentation

»Dieser Krieg ist nach meinem Dafürhalten völkerrechtswidrig«

Bundespräsident Steinmeier verurteilte im Auswärtigen Amt den Krieg Israels und der USA. Wir dokumentieren seine Rede

von Frank-Walter Steinmeier  25.03.2026