Berlin

Angriff auf Beamten durch Israelhasser: Polizei sucht Zeugen

Am 15. Mai 2025 wurden in Kreuzberg elf Polizisten verletzt, einer davon schwer. Die Polizei Berlin bittet um Informationen von Zeugen. Foto: picture alliance/dpa

Nach dem Angriff auf einen Polizeibeamten bei einer israelfeindlichen Kundgebung am 15. Mai in Berlin bittet die Polizei um Mithilfe bei der Suche nach den Tatverdächtigen.

Der Polizist war in die Menge hineingezogen worden. Teilnehmer trampelten anschließend auf ihm herum. Er musste nach dem Angriff von Notärzten behandelt und in ein Krankenhaus gebracht werden. Zehn seiner Kollegen wurden ebenfalls verletzt, während sie die Stadt vor gewalttätigen Demonstranten schützten.

»Im Zuge der Kundgebung war ein Polizeibeamter von Versammlungsteilnehmenden schwer verletzt worden«, hieß es in einer Erklärung der Behörde. »Die Polizei Berlin bittet, Videomaterial, das Rückschlüsse auf die Tat oder die Tatverdächtigen ermöglicht, über das Hinweisportal der Polizei Berlin zur Verfügung zu stellen.«

Lesen Sie auch

Die »Nakba«-Kundgebung war von der ebenfalls zur Polizei gehörenden Versammlungsbehörde erlaubt, ein Aufzug aber verboten worden, da die Polizei aufgrund der Erfahrungen mit israelfeindlichen Demonstrationen bereits im Vorfeld Gewalt befürchtete.

Im Polizeibericht über die Versammlung war neben den Angriffen von »einem Großteil der Teilnehmenden« die Rede, die sich »äußerst aggressiv« verhalten hätten. »Andersdenkende wurden verbal und auch körperlich attackiert. Die Versammlungsleiterin zeigte sich zu keinem Zeitpunkt kooperativ und verlor den Einfluss auf ihre Ordner.« Es kam zu 56 Festnahmen. im

Meinung

Maccabiah ist gelebte Selbstbehauptung

Gerade jetzt ist es für jüdische Sportlerinnen und Sportler wichtig, in Israel Kraft zu tanken. Es geht nicht nur um Sport, sondern auch um Selbstbehauptung und ein tieferes Verständnis für das Land

von Alon Meyer  30.06.2026

Berufung

Hamburg hat wieder eine Beauftragte gegen Antisemitismus

Nach Monaten der Vakanz ist das Amt wieder besetzt: Anna von Villiez wird Hamburgs neue Beauftragte gegen Antisemitismus. Ein Rechtsstreit hatte die Auswahl verzögert

von Michael Althaus  30.06.2026

Kommentar

Für Islamisten existiert kein Kindeswohl

In glühender Hitze wurden Kinder von Islamisten gefesselt durch Berlin geführt. Dass so etwas mitten in der Hauptstadt geschehen kann, ist die Folge einer fehlgeleiteten Migrationspolitik

 30.06.2026

Aufruf

Jüdische Hochschullehrer fordern besseren Schutz gegen Antisemitismus

Hochschulen können ihre jüdischen Studierenden und Lehrenden nicht ausreichend gegen Antisemitismus schützen. Das NJH will das ändern und fordert unter anderem die Möglichkeit zur Exmatrikulation von Störern

 30.06.2026

Interview

»Soziale Medien sind Brandbeschleuniger für Judenhass«

Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung gegen Antisemitismus, wechselt nach Paris. Am Dienstagabend zog er auf einem Podium in Berlin Bilanz. Im Interview blickt er zusätzlich auch auf Persönliches

von Leticia Witte  30.06.2026

Meinung

Georg Restle, die Jüdische Allgemeine und der berüchtigte Scheck aus Jerusalem

Früher hätte man Journalisten wie Restle, die Juden unterstellen, sie seien nur Sprachrohr einer Regierung in Israel, die Eignung als Politik-Redakteure beim Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk abgesprochen. Zu Recht

von Michael Thaidigsmann  30.06.2026

Hamburg

Mutmaßlicher Block-Entführer: »Wir sind hier wie in einer Mossad-Operation«

Im Block-Prozess wird ein Zeuge aus Israel weiter per Video befragt. Der 42-Jährige steuerte bei der gewaltsamen Rückholung der Kinder einen der Wagen. Wie er heute auf die Ereignisse blickt.

von Stephanie Lettgen  30.06.2026

Berlin

Verfassungsschutz: Immer mehr Extremisten in Deutschland

Die Sicherheitsbehörden melden einen deutlichen Anstieg bei Rechtsextremen – und sehen auch im linken Lager neue Dynamik. Was hinter dem Zuwachs steckt und warum die Aufklärung manchmal schwierig ist

von Anne-Beatrice Clasmann  30.06.2026

Proteste gegen Kushner-Projekt

Ein Land sieht pink: Albaniens Flamingo-Revolution ist nicht zu stoppen

Flamingos überall - und kein Ende in Sicht: EU-Beitrittskandidat Albanien ist fest im Griff einer Protestwelle. Fällt die Regierung unter der pinken Revolution?

von Markus Schönherr  30.06.2026