Berlin

Angela Merkel reist im November nach Israel

Angela Merkel im September bei einer Ausstellungseröffnung Foto: picture alliance / Geisler-Fotopress

Die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel wird im November nach Israel reisen, wo sie die Ehrendoktorwürde des Weizmann-Instituts für Wissenschaften erhält. Das teilte eine Sprecherin Merkels der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit. Welche weiteren Termine sie während ihres Aufenthalts wahrnehmen wird und ob sie auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu treffen wird, blieb zunächst unklar.

Wegen der Reise wird die frühere CDU-Chefin Merkel am 11. November jedenfalls nicht an der Feier der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) zu dessen 70. Geburtstag teilnehmen. Eine Einladungskarte dafür wurde nach Angaben der Sprecherin heute dem Büro Merkels übergeben.

Zu der Feier sind die Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion, die Ministerpräsidenten der Union, alle früheren Fraktionschefs – darunter Merkel – und die Familie Merz eingeladen. Sie soll im Protokollsaal des Reichstagsgebäudes stattfinden.

Lesen Sie auch

Weizmann-Institut vergibt Merkel-Stipendien

Die Physikerin Merkel hat eine besondere Verbindung zum Weizmann-Institut. Bei ihrem Abschiedsbesuch als Kanzlerin in Israel war im Oktober 2021 verkündet worden, dass die renommierte Forschungseinrichtung ein Ehrenstipendium in Merkels Namen für herausragende Wissenschaftlerinnen einrichtet.

Merkel hat während ihrer Kanzlerschaft eine besondere Beziehung zu Israel aufgebaut. Von ihr stammt die Aussage, dass die Sicherheit Israels deutsche Staatsräson ist.

Merz hat sich zuletzt von dem Begriff distanziert: »Staatsräson hat man in der Regel für das eigene Land und nicht für andere«, sagte er in der ARD-Sendung »Miosga«. Der Kanzler hat Israel im ersten halben Jahr seiner Amtszeit noch nicht besucht. dpa

Beirut

Israel: Hochrangiger Hisbollah-Kommandeur getötet

Im Krieg zwischen Israel und der libanesischen Terrororganisation ist keine Deeskalation in Sicht. In der Nacht trifft ein heftiger israelischer Angriff erneut Ziele in Beirut

 01.04.2026

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Gutachten missverstanden: Bundestagsdienst bewertet Iran-Angriffe nicht abschließend

Laut Medienberichten hat der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages den Iran-Krieg als völkerrechtswidrig eingeordnet. Die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« widerspricht in einer Analyse dieser Darstellung nun

 01.04.2026

Frankfurt am Main

Jüdische Filmtage: Kino kündigt Kooperation, Organisatoren üben scharfe Kritik

Die Jüdische Gemeinde sieht »faktisch eine Kapitulation vor antisemitischem Druck«, während die Astor Film Lounge ihre Entscheidung verteidigt

von Imanuel Marcus  01.04.2026

Dresden/Leipzig

Hitlergruß: Urteil gegen Melanie Müller ist rechtskräftig

Das Urteil gegen die Schlagersängerin wegen des Zeigens des Nazigrußes ist rechtskräftig. Warum sie die Revision zurückzieht und was das für sie bedeutet

 01.04.2026

Pessach

Preis der Freiheit

Unabhängigkeit und Selbstbestimmung entstehen nicht von allein. Sie müssen erstritten, manchmal sogar erkämpft werden

von Josef Schuster  01.04.2026

Berlin

»Arrogante Belehrungen«: Israelische Botschaft kritisiert Castellucci scharf

Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung übt Kritik an der Jerusalemer Regierung für die Ausweitung der Todesstrafe. Die israelische Botschaft spricht von Doppelmoral

 01.04.2026 Aktualisiert

Buenos Aires

Argentinien stuft Irans Revolutionsgarden als Terrororganisation ein

Präsident Javier Milei begründete den Schritt unter anderem mit dem Bombenanschlag auf das jüdische Gemeindezentrum AMIA im Jahr 1994, bei dem 85 Menschen ermordet wurden

 01.04.2026

Ottawa

PFLP-Ableger: Kanada löst Samidoun auf

Der Schritt erfolgt wegen »Nichteinhaltung« gesetzlicher Vorgaben. In Kanada war die Gruppe zuvor als Terrororganisation eingestuft worden

 01.04.2026

Washington D.C.

Trump stellt baldiges Kriegsende in Aussicht

»Ob wir ein Abkommen haben oder nicht, ist jetzt irrelevant«, sagt der amerikanische Präsident

 01.04.2026