Würzburg

AfD provoziert mit Wahlwerbung am Holocaust-Denkmal

Wahlplakat der AfD (2021) Foto: picture alliance / ZB

Hat die AfD in Würzburg absichtlich ein Wahlplakat am Gedenkort für die im Zweiten Weltkrieg aus Unterfranken deportierten und ermordeten Juden platziert? Die Partei bestreitet eine politische Botschaft.

MAHNMAL Das Plakat mit der Aufschrift »Enkel sichern Omas Rente« hing jedoch direkt unter dem Hinweisschild »DenkOrt Deportationen 1941-1944« - an derselben Stange. Das Schoa-Mahnmal unweit des Würzburger Hauptbahnhofs besteht aus überdimensionierten Koffern. Es wurde im Juni 2020 eingeweiht.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Das Wahlplakat wurde inzwischen von der Stadtverwaltung entfernt, nachdem Beschwerden von Bürgern eingegangen waren. Ein Sprecher der Stadt Würzburg erklärte, dass auf Privatgelände – und dazu gehört auch der »DenkOrt« - keine Wahlwerbung aufgehängt werden dürfe.

SYMBOLKRAFT Für die AfD ist die Sache ein »Versehen«. Dem Bayerischen Rundfunk (BR) teilte der Kreisverband der Partei mit, beim Aufhängen von Plakaten suche man »einfach nur nach der nächsten freien Stange, an der man das Wahlplakat befestigen kann.«

Eigentlich hätte die Partei selbst tätig werden und das Plakat vom Holocaust-Denkmal entfernen müssen – doch die Stadt war in diesem Fall schneller. »Weil dieser DenkOrt Deportationen eine hohe Symbolkraft hat, wollten wir schnell reagieren«, sagte der Pressesprecher dem BR. mth

Medien

Protokollant des täglichen Irrsinns

Der Publizist Henryk M. Broder wird 80. Eine persönliche Würdigung von Reinhard Mohr

von Reinhard Mohr  19.08.2026

Israel

Die Eindeutigkeit der Uneindeutigen

Ben Gvirs Äußerungen sind menschenverachtend und sollten von allen verurteilt werden, denen Israel am Herzen liegt. Zugleich spiegeln sie zum Glück nicht die Gaza-Politik Israels wider

von Volker Beck  19.08.2026

Spannungen

Israelischer Angriff in Syrien heizt Streit mit Türkei an

Die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel sind seit langem angespannt. Nun sorgt ein mutmaßlich israelischer Luftangriff in Syrien für Streit. Was ist passiert?

 19.08.2026

London

Britische Grüne hegen in internen Chats Gewaltfantasien gegen »Zionisten«

In der Chat-Konversation finden sich zudem Äußerungen, die sich pauschal gegen britische Juden richten. Eine Organisation, die sich gegen Judenhass einsetzt, prüft rechtliche Schritte

 19.08.2026

Nahost

Iran droht bei neuem Krieg mit Angriffen auf US-Ziele in Europa

Das Mullah-Regime könnte Angriffe auf US-Militärstützpunkte und andere amerikanische Einrichtungen sowie die kritische Infrastruktur befehlen

 19.08.2026

Washington D.C.

USA sanktionieren Präsidentin des Strafgerichtshofs

Die US-Regierung erhöht mit Sanktionen den Druck auf den Internationalen Strafgerichtshof - diesmal auch gegen die Präsidentin

 19.08.2026

Arlington (Virginia)

Pentagon prüft nach Iran-Krieg kleinere US-Militärpräsenz am Golf

Im Mittelpunkt steht die Frage, ob ein Teil der bislang am Golf stationierten Soldaten abgezogen und weiter westlich positioniert werden könnte

 19.08.2026

Meinung

Im Zweifel für das Narrativ?

Die »tageszeitung« (taz) veröffentlichte einen Beitrag eines Deutsch-Palästinensers, der nicht nur unrichtige Aussagen enthält, sondern eine sehr fragwürdige Erzählung propagiert

von Michael Thaidigsmann  18.08.2026

Teheran

Iran: Öffnung der Straße von Hormus hängt von USA ab

Der Iran knüpft die Öffnung der Straße von Hormus an Bedingungen im Abkommen mit den USA. Ein Professor sagt, US-Präsident Donald Trump könne sich nicht still zurückziehen

 18.08.2026