Gedenken

590 Schulen beteiligen sich am Anne-Frank-Tag

Anne Frank (1929–1945) Foto: picture alliance / PictureLux/NASA/The Hollywood Ar

Gedenken

590 Schulen beteiligen sich am Anne-Frank-Tag

Schüler recherchierten lokalhistorische Projekte oder beschäftigten sich mit Stolpersteinen

 03.06.2024 17:07 Uhr

Rund 90.000 Schülerinnen und Schülern aus 590 Schulen bundesweit werden sich am 12. Juni am diesjährigen Anne Frank Tag beteiligen. Das Motto des Aktionstages laute »Der Geschichte auf der Spur«, teilte das Anne Frank Zentrum am Montag in Berlin mit.

Zahlreiche der teilnehmenden Schulen forschten dazu zur nationalsozialistischen Geschichte ihres eigenen Schulorts. Schüler und Schülerinnen recherchierten zum Teil eigenständig lokalhistorische Projekte oder beschäftigten sich mit Stolpersteinen an ihrem Ort.

Der Schulaktionstag wird seit 2017 vom Anne Frank Zentrum in Berlin organisiert. Er soll Schüler in ihrem Engagement für Demokratie und gegen Antisemitismus und Rassismus stärken. Erinnert wird an die Lebensgeschichte des jüdischen Mädchens Anne Frank (1929-1945) und an die Verbrechen der NS-Zeit.

Anne Franks Schicksal wurde durch die Veröffentlichung ihres Tagebuchs weltweit bekannt. Sie starb im Februar 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen im Alter von 15 Jahren. In diesem Jahr wäre sie 95 Jahre alt geworden.

Die Beteiligung der Schulen an dem Aktionstag ist in den Bundesländern sehr ungleich verteilt, obwohl die Kultusministerkonferenz die Teilnahme empfiehlt. Während sich in Nordrhein-Westfalen 147 Schulen beteiligen, sind es in Bremen nur zwei, in Sachsen acht und in Hamburg neun. Aus Niedersachsen haben sich 83 Schulen angemeldet, aus Bayern 52 und aus Berlin 43. epd

Washington D.C.

Trump attackiert Merz: »Er hat keine Ahnung, wovon er spricht!«

Der US-Präsident ist verärgert über die Kritik des Bundeskanzlers am Iran-Krieg

 28.04.2026

Nahost

Verdrehte Moral

Es ist geradezu atemraubend, mit welcher Inbrunst das Opfer-Täter-Verhältnis hierzulande verkehrt wird, wenn es um Israels Reaktion auf islamistische Terrororganisationen geht

von Jacques Schuster  28.04.2026 Aktualisiert

Offener Brief

Schramm warnt vor Rechtsruck in Sachsen-Anhalt

Der Vorsitzende der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen warnt vor wachsendem Nationalismus und einem möglichen Rechtsruck in Sachsen-Anhalt. Die AfD lehnt er klar ab und bezeichnet sie als »nicht wählbar«

 28.04.2026

Kommentar

Antisemitismus und Israelfeindlichkeit werden die SPD nicht retten

Die Sozialdemokraten sollten sich nicht an Zohran Mamdani oder Pedro Sánchez orientieren, sondern an einer alten Wahrheit von Bill Clinton

von Stefan Laurin  28.04.2026

New York

Wadephul auf Werbetour bei den Vereinten Nationen

Der deutsche Außenminister führt angesichts der Kriege im Iran und der Ukraine Gespräche bei der UNO. Es geht aber auch um eine für Deutschland wichtige Wahl Anfang Juni

von Jörg Blank, Anne Pollmann  28.04.2026

Toronto

Angriff vor Synagoge, Judaica-Geschäft beschädigt

Ein Gemeindemitglied wird geschlagen, ein Judaica-Geschäft beschädigt

 28.04.2026

Hamburg

Ausstellung zeigt Arbeiten an Ruine des Israelitischen Tempels

Die Finanzbehörde der Hansestadt will das bedeutende Kulturdenkmal dauerhaft erhalten und öffentlich zugänglich machen

 28.04.2026

Berlin

Festakt zur Umbenennung in Margot-Friedländer-Platz

Der Vorplatz des Berliner Abgeordnetenhauses wird zum 7. Mai umbenannt

 28.04.2026

Terror

Verfassungsschutz warnt vor Gefahr durch proiranische Extremisten in Europa

Politiker schlagen Alarm. Konstantin von Notz von den Grünen spricht von einer »neuen Dimension der Bedrohung«

 28.04.2026