Extremismus-Bericht

Auschwitz Komitee macht AfD für gestiegenen Rechtsextremismus verantwortlich

Christoph Heubner (Exekutiv-Vizepräsident Internationales Auschwitz Komitee- IAK) bei einer Veranstaltung zum 80. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz in der Landesvertretung Niedersachsen im vergangenen Jahr Foto: picture alliance / Eva Oertwig / SCHROEWIG

Das Internationale Auschwitz Komitee hat die AfD für den wachsenden Rechtsextremismus in Deutschland verantwortlich gemacht. Die Hetze, die Verrohung der Sprache und »die Beeinflussung der Gesellschaft, in der Feindschaft und totale Abgrenzung alltäglicher geworden sind«, gingen auf die Botschaften der Partei zurück, erklärte der Exekutiv-Vizepräsident des Komitees, Christoph Heubner, am Mittwoch in Berlin: »Den Anstieg des Rechtsextremismus und die Gewalt, die aus ihm herauswächst, haben wir im Wesentlichen der AfD zu verdanken.«

Mit Blick auf dem am Vortag von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vorgestellten Verfassungsschutzbericht 2025 erklärte Eva Umlauf, Auschwitz-Überlebende und Präsidentin des Auschwitz Komitees, es bereite ihr tiefe Sorge, »welchen Weg viele in diesem Land zu nehmen bereit sind« und in was für einem Land sie künftig leben werde. Laut Verfassungsschutzbericht ist die Zahl der Extremisten in Deutschland im vergangenen Jahr von Rechtsaußen bis ganz links weiter angestiegen. Dabei komme »die größte Bedrohung für unsere Demokratie« weiterhin von Rechtsextremisten, sagte Dobrindt.

Mehr Rechtsextreme in der AfD

Das Personenpotenzial im Rechtsextremismus schätzt der Verfassungsschutz auf rund 58.700 Anhänger, 17 Prozent oder 8.450 mehr als im Vorjahr. Darunter befänden sich rund 15.600 Gewaltbereite, hieß es. Im Fokus rechtsextremer Agitation stünden weiter die Themen Asyl und Migration. Die Steigerung hänge vor allem mit der gewachsenen Anhängerschaft der AfD zusammen. Die Partei wird vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall für verfassungsfeindliche Bestrebungen geführt. epd

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