Kampala

50 Jahre nach Operation in Entebbe: Uganda baut Statue für Joni Netanjahu

Yoni Netanjahu (1946 - 1976)

In Entebbe will Uganda umgehend eine Statue für den bei der als »Operation Thunderbolt« in die Geschichte eingegangenen Rettungsaktion gefallenen Jonathan Netanjahu einweihen. Dies kündigte der ungandische Verteidungsminister Muhoozi Kainerugaba an.

»Um unsere engen, blutsverwandten Bande mit Israel zu stärken, werden wir in Kürze eine Statue für Joni Netanjahu an genau der Stelle enthüllen, an der er am Flughafen von Entebbe getötet wurde«, schrieb Muhoozi auf X.

Einwände von Kommentatoren, wonach im Rahmen der israelischen Militäraktion viele Ugander umgekommen seien, beantwortete der Minister mit den Worten: »Ja, Ugander sind gestorben, und wir werden auch ihnen ein Denkmal setzen. Sie starben jedoch bei der Verteidigung der Diktatur von Idi Amin. Idi Amin hat mindestens 400.000 Ugander massakriert.«

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Jonatan »Joni« Netanjahu, der ältere Bruder des heutigen israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu, wurde 1946 in New York geboren und wuchs zwischen den USA und Israel auf. Nach Einsätzen im Sechstagekrieg und im Jom-Kippur-Krieg avancierte er zu einem der angesehensten Offiziere der israelischen Eliteeinheit Sayeret Matkal.

Er galt als charismatischer Kommandeur, der akademische Ambitionen zugunsten des Militärdienstes immer wieder zurückstellte, weil er die Verteidigung Israels als persönliche Verpflichtung betrachtete.

Während der Geiselbefreiung in Entebbe im Juli 1976 führte Netanjahu den Sturmtrupp an und fiel als einziger israelischer Soldat bei der Operation. In Israel wurde er zur Symbolfigur: Die Mission wurde später nach ihm benannt, seine Briefe erschienen als viel beachtetes Buch, und sein Name ist bis heute eng mit der Geschichte des Kampfes gegen Terrorismus verbunden.

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Die »Operation Thunderbolt«, die inzwischen auch »Operation Jonathan« genannt wird, war eine spektakuläre israelische Geiselbefreiungsaktion im Juli 1976 in Uganda. Auslöser war die Entführung eines Air-France-Flugzeugs durch palästinensische und deutsche Terroristen, die das Flugzeug nach Entebbe umleiteten und dort mit Unterstützung des Diktators Idi Amin Geiseln festhielten.

Die jüdischen Geiseln wurden von den nicht-jüdischen getrennt. Nach intensiven politischen Debatten entschied sich die israelische Regierung für einen riskanten Militäreinsatz, der über 4000 Kilometer entfernt durchgeführt wurde.

Innerhalb von weniger als zwei Stunden befreiten israelische Spezialkräfte 102 der 106 Geiseln, töteten alle Entführer und zerstörten Teile der ugandischen Luftwaffe. Trotz internationaler Kontroversen gilt die Operation bis heute als eine der kühnsten und erfolgreichsten Anti-Terror-Missionen der Militärgeschichte – und als Wendepunkt in der globalen Debatte über den Umgang mit Geiselnahmen und dem internationalen Terrorismus.

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