Debatte

Terrorist mit Presse-Weste

»Neun Stunden, und die Helden streifen immer noch durch das Land, töten und nehmen Gefangene ... Gott, Gott, wie großartig ihr seid«: Anas Al-Sharif mit Ex-Hamas-Chef Yayha Sinwar Foto: Telegram

Es sind schwerwiegende Anschuldigungen, die die Bundesregierung - und mit ihr das Gros der deutschen Medien – erheben. Der Vorwurf: Israel habe willkürlich, ganz ohne Grund, einen unschuldigen Al-Jazeera-Reporter getötet. 

Richtig ist: Bei einem israelischen Luftangriff in Gaza-Stadt kam am Sonntagabend der bekannte palästinensische Journalist Anas al-Sharif ums Leben. Und richtig ist auch, dass Journalisten selbstverständlich auch und insbesondere in Kriegsgebieten einen ganz besonderen Schutz genießen. 

Nun empört sich das Auswärtige Amt in Berlin, setzt Israel einmal mehr auf die Anklagebank, fordert Aufklärung. Das ist bemerkenswert - und steht pars pro toto für den Umgang von Politik und Presse mit dem Krieg Israels gegen die palästinensische Terrororganisation Hamas. 

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Denn: Israel hat schon längst für Aufklärung gesorgt! Der vermeintliche Al-Jazeera-Reporter Anas al-Sharif war kein unschuldiger Journalist, sondern Mitglied der Hamas. Er hat von der Hamas ein Gehalt bezogen. Ihm wurde eine Personalnummer zugeordnet. Er war im »Nebenberuf« Teil eines Raketenbataillons der Hamas. Es gibt zahlreiche Selfies von ihm mit Yahya Sinwar, dem Chefarchitekten der Anschläge vom 7. Oktober, in eindeutiger Pose. Passend dazu schrieb Anas al-Sharif am 7. Oktober über seine Hamas-Kollegen:

»Neun Stunden, und die Helden streifen immer noch durch das Land, töten und nehmen Gefangene ... Gott, Gott, wie großartig ihr seid ???.«

Über jenen Tag also, an dem seine Hamas-Kollegen unschuldige israelische Babys und Kinder sadistisch ermordet haben. Die Beweise sind erdrückend. Trotzdem wird so getan, als würde Israel, ohne jeglichen Grund, unschuldige Menschen hinrichten.

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Man muss es so klar sagen: Der Fall Anas al-Sharif steht pars pro toto für die falsche Berichterstattung vieler deutscher Medien und die fahrlässig falschen Aussagen der Bundesregierung zum Krieg in Gaza.

Das Maß der Desinformation, bewusst oder unbewusst, der Israel verhetzenden Berichterstattung ist schon lange voll. Es ist skandalös.

Aufgabe von uns Journalisten ist, zu berichten, was ist. Das macht das Gros unserer Journalistenkollegen schon längst nicht mehr. Und was die Bundesregierung betrifft: Vielleicht wäre es zur Abwechslung einmal an der Zeit, statt Israel fortwährend kontrafaktisch zu dämonisieren, maximalen politischen Druck auf die Hamas auszuüben. Damit dieser Krieg ganz schnell endet, die israelischen Geiseln in Gaza freikommen, das Leid in Gaza endet - und auch die palästinensischen Zivilisten in Gaza endlich von der Hamas befreit werden.

engel@juedische-allgemeine.de

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