Meinung

Die Hamas muss sich entscheiden: Deal oder Krieg

Hamas-Terroristen in Gaza Foto: picture alliance / Anadolu

In Israel gibt es das Sprichwort »Kol akawa le towa«, was so viel bedeutet wie »Jede Verzögerung ist für etwas gut« – und das ist wohl der Grund, warum wir hier noch nicht komplett vom Glauben abgefallen sind. Denn: Der Trump’sche Gaza Friedensplan verzögert sich jetzt schon seit drei Monaten.

In der ersten Phase sollten alle lebenden und toten Geiseln nach Hause kommen, doch der ermordete israelische Polizist Ran Gvili ist immer noch in den Händen der Hamas, die zudem ihre Waffen niederlegen sollte – woran niemand in Israel jemals geglaubt hat –, es bis heute nicht getan hat und verkündet hat, es auch nicht vorzuhaben.

Es ist an Trump und den arabischen Partnern wie Ägypten und Jordanien, ein klares Signal an die Hamas zu senden.

Ganz im Gegenteil: Die Hamas hat in der vergangenen Woche eine Rakete Richtung Israel abgefeuert, die laut der IDF in Gaza selbst eingeschlagen ist. Die Taten der Hamas sprechen eine deutliche Sprache, die nichts mit Trumps gut gemeinten Friedensplan gemein haben.

All das ist nicht überraschend. Aber dass Donald Trump, einer der weltweit erfolgreichsten und durchsetzungsstärksten Geschäftsmänner, jetzt die zweite Phase des Deals einläuten will, ohne, dass die Hamas ihren Teil der Abmachung einhält und somit weiter Gaza und die Menschen vor Ort und drum herum mit Terror bedroht, das ist enttäuschend – und wird von der israelischen Regierung, der Mehrheit der Bevölkerung und von Ran Gvilis Familie abgelehnt.

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Was jetzt passiert? Das fragen wir uns hier täglich. Wir wünschen uns Frieden – und Sicherheit für unsere Kinder. Beides wird es mit der Hamas nicht geben. Es ist an Trump und den arabischen Partnern wie Ägypten und Jordanien, ein klares Signal an die Hamas zu senden: Haltet ihr euch nicht an den Deal, dann gibt es auch keinen palästinensischen Staat.

Und: Obwohl wir keinen Krieg wollen, werden wir am Ende kämpfen, denn eine Zukunft Gazas mit der Hamas an der Macht, würde – über kurz oder lang – einen weiteren 7. Oktober bedeuten. Eine Zukunft Israels mit der Hamas als Nachbarn? No deal.

Die Autorin ist freie Journalistin und lebt in Israel.

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