Kommentar

Bleibt stark, Emily, Romi und Doron!

Emily Damari bei ihrer Ankunft im Tel HaShomer Krankenhaus im Januar dieses Jahres. Foto: Copyright (c) Flash 90 2025

Sie winkt in die Kamera und sagt so viel mehr dabei - über ihre Zukunft, über die 15 Monate, die hinter ihr liegen: Emily Damari, eine der drei jungen Frauen, die am Sonntagnachmittag aus den Händen der Terrororganisation Hamas freigelassen wurde – im Rahmen des Waffenstillstands. Nicht etwa, weil die Terroristen der Hamas eine nette »militante Organisation«, gar »Kämpfer« wären.

Wer das fälschlicherweise bislang angenommen hat, aus welchen unvorstellbaren und unmenschlichen Gründen auch immer, musste sich nur die letzten Bilder von Romi, Doron und Emily ansehen, bevor und während sie in die weißen Autos des Roten Kreuzes eingestiegen sind. 

Selbst in dem Moment ihrer vereinbarten Befreiung, umringt von Hamas-Terroristen – von vermummten, grölenden Männern mit in die Luft gehaltenen Waffen –, mussten sich die drei Frauen noch ihren Weg durch diese Massen bahnen. Verstörende Bilder voller Gewalt und Hass.

Lesen Sie auch

Überall standen unzählige Hamas-Anhänger, die gafften und sehen wollten, wie die drei Frauen in die Autos stiegen. Sie standen sogar auf den neutral gekennzeichneten Autos mit erkennbarem Schweizer Kennzeichen.

Rund eine halbe Stunde später waren die drei jungen Frauen wieder zurück in Israel. Sie trafen anschließend ihre Mütter – ihre Freunde jubelten währenddessen live im Fernsehen. Emily, Romi und Doron, sie sind jetzt wieder zu Hause. 

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Wie die kommenden Wochen, Monate, Jahre werden, das weiß niemand. Aber: Emily gab am Sonntag ein Zeichen, das ihren Schmerz zeigt, das ihre Kraft zeigt. Auf dem Foto mit ihrer Mutter war ihre winkende Hand zu sehen - zwei mittlere Finger fehlten, abgerissen am 7. Oktober 2023, wie es israelische Medien berichteten, beim Kampf mit Hamas-Terroristen. Aber Emily lebt, sie gibt zu erkennen: Es geht weiter, ich lebe mein Leben, ich bin stärker. 

Bleibt stark, Emily, Doron und Romi – über den Tag, an dem alle Geiseln endlich befreit sind, hinaus.

Wirtschaft

Israel hofft auf mehr Touristen

Kriege und Konflikte in der Region haben den Israel-Tourismus einbrechen lassen. Nun hofft das staatliche Tourismusbüro auf steigende Nachfrage. Es wertet aktuelle Zahlen als positiven Trend

 13.01.2026

Verkehr

Eine Stadt tritt auf die Bremse

Im Kampf gegen Staus führt Tel Aviv die 30er-Zone fast im gesamten Stadtgebiet ein

von Sabine Brandes  13.01.2026

Ehemalige Geiseln

»Es war ganz und gar unmenschlich«

David Cunio wusste zwei Jahre lang nicht, ob seine Brüder noch leben. In einem Interview erzählt er jetzt ausführlich über den Horror in Gaza

von Sabine Brandes  13.01.2026

Meinung

Die Hamas muss sich entscheiden: Deal or no deal?

Die Terrororganisation hält sich nicht an das Waffenstillstandsabkommen mit Israel und verzögert so dessen Umsetzung. Der Druck auf die Hamas muss nun unbedingt erhöht werden

von Sarah Cohen-Fantl  13.01.2026

Jerusalem

Ehemalige Geisel warnt: Die Hamas gibt nicht auf

»Sie sind regelrecht besessen von uns – das ist der Sinn ihres Lebens«, sagt Eitan Mor

 13.01.2026

Hintergrund

Hamas will angeblich Verwaltung in Gaza abgeben

Die Terrorgruppe signalisiert Bereitschaft zur Übergabe von zivilen Einrichtungen – doch weigert sich nach wie vor, die Waffen niederzulegen

von Sabine Brandes  12.01.2026

Beerscheba

Plünderer vom Nova-Festival zu Haftstrafen verurteilt

Nach dem Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 gab es viele Beispiele von Mut und Solidarität. Drei Männer dagegen plünderten am Schauplatz des Massakers. Nun gibt es ein Urteil

 12.01.2026

Kommentar

Wir müssen unsere Kinder schützen

In Israel wurde ein 14-jähriger Junge bei Protesten gegen die Wehrpflicht von einem Bus erfasst und getötet. Hier reflektiert ein orthodoxer Rabbiner aus Jerusalem, was sich ändern muss

von Rabbiner Raphael Evers  12.01.2026

Nahost

Rubio telefonierte mit Netanjahu über mögliche US-Intervention

Vor dem Hintergrund der Proteste wächst in Israel die Sorge vor einer regionalen Eskalation

von Sabine Brandes  12.01.2026