Geisel-Deal

Nach 15 Monaten schließen die Mütter ihre Töchter in die Arme

Es sind Fotos, die Herzen in der ganzen Welt erwärmen. Sie zeigen die innigen Umarmungen der Mütter mit ihren Töchtern – nach 15 endlosen Monaten. Die befreiten Geiseln Doron Steinbrecher, Romi Gonen und Emily Damari sind aus der Geiselhaft der Hamas in Gaza befreit und in die schützenden Arme ihrer Familien zurückgekehrt.

Alle drei Israelinnen, die am Sonntag zurück nach Hause kamen, scheinen auf den ersten Blick in einem recht guten gesundheitlichen Zustand zu sein. Erste Bilder zeigen die jungen Frauen, wie sie am Abend auf israelischem Territorium vom Roten Kreuz an Vertreter der IDF übergeben werden. Alle drei steigen selbstständig aus den Autos aus und gehen in die Einrichtung der IDF. Eine der Geiseln umarmt eine Soldatin.

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In den sozialen Medien veröffentlichte Bilder zeigen kurz darauf die ehemalige Geisel Emily Damari bei einem Videoanruf mit ihrer Familie. Ihre Mutter Mandy Damari hatte sie in einer IDF-Einrichtung im Kibbutz Reium nahe der Grenze zu Gaza getroffen und in die Arme geschlossen.

Emily Damari begrüßt ihre Familie mit strahlendem Lächeln

Mit einem strahlenden Lächeln begrüßte die 28-Jährige ihre Liebsten über WhatsApp. Die Bilder zeigen einen Verband an Emilys Hand. Es war bekannt, dass sie bei dem Massaker der Hamas am 7. Oktober 2023 im Kibbutz Kfar Aza durch Schüsse an der Hand verletzt worden war. Laut dem öffentlich-rechtlichen Sender Kan habe sie dabei zwei Finger verloren.

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Ein Foto zeigt Meirav Leshem Gonen, wie sie ihre Tochter Romi in den Armen hält, die über das ganze Gesicht strahlt.

Emily, Romi und Doron werden in der Armeeeinrichtung zunächst medizinisch untersucht und anschließend mit einem Armeehelikopter in das Sheba-Krankenhaus gebracht, das eine eigene Abteilung für die befreiten Geiseln vorbereitet hat.  

Die Familie von Doron veröffentlichte eine Erklärung, in der sie ihre Freilassung aus der Hamas-Gefangenschaft feierte. »Nach 471 Tagen, die zu schwer zu ertragen waren, ist unser geliebter Dodo wieder in unseren Armen. Wir danken dem Volk Israel für die herzliche Umarmung, die unermüdliche Unterstützung und die Kraft, die Sie uns in den schwierigsten Momenten gegeben haben. Wir danken auch Präsident Trump für sein Engagement und seine Unterstützung, die für uns sehr bedeutsam waren.«

»Unsere Heldin Dodo, die 471 Tage in den Kellern der Hamas überlebt hat, beginnt heute ihre Reise zur Genesung.«

»Unsere Heldin Dodo, die 471 Tage in den Kellern der Hamas überlebt hat, beginnt heute ihre Reise zur Genesung. Wir werden den Familien weiterhin zur Seite stehen und alles in unserer Macht Stehende tun, bis all ihre Lieben nach Hause zurückkehren.«

Viele Menschen waren extra in den Süden des Landes gefahren, um den Konvoi des Roten Kreuzes am Straßenrand mit Flaggen zu begrüßen. Auch die ehemalige Geisel Ilana Gritzewsky war gekommen. Sie vergoss Tränen der Freude über die Freilassungen.  

»Doch ich habe auch große Angst«, gab sie zu. »Ich sorge mich, dass das Abkommen nicht hält, dass mein Verlobter Matan und meine Freunde, die noch von der Hamas festgehalten werden, nicht zurückkommen.« Gritzewsky ist mit Matan Zangauker verlobt. »Auch ich möchte ihn endlich umarmen.«

Ilana Gritzewsky will ihren Verlobten umarmen

»Und ich will, dass seine Mutter Einav und die ganze Familie ihn endlich wieder in die Arme nimmt. Wir sind jetzt so nah dran, sie alle freizubekommen. So nah dran, sie in der Wirklichkeit zu umarmen.« Man müsse den Kreis jetzt unbedingt schließen und den Krieg beenden, so Gritzewsky. »Wir geben nicht auf. Wir lassen es dieses Mal nicht zu, dass der Deal platzt. Wir sind ein starkes Volk. Auch das werden wir schaffen.«

An die drei zurückgekehrten Frauen gerichtet, sagte sie: »Wir haben die Geiselhaft der Hamas überlebt. Wenn wir das überstanden haben, werden wir alles überstehen. Nichts wird uns mehr brechen. Gar nichts.«

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