9. November 1989

Wolf Biermann erinnert an Maueröffnung

Autor und Liedermacher Wolf Biermann Foto: dpa

Mit einem Konzert im Berliner Ensemble haben der Liedermacher Wolf Biermann und der chinesische Dichter und Musiker Liao Yiwu an den Fall der Mauer in Berlin und das Massaker auf dem Pekinger Platz des himmlischen Friedens 1989 erinnert. Biermann trat bei seinem Part gemeinsam mit seiner Frau Pamela auf, die ihn beim Gesang seiner Stücke begleitete.

Frühjahr 1989 Biermann (83) erzählte, noch im Frühjahr ’89 habe er »ganz genau gewusst, dass die Mauer ewig stehen wird«. Er habe keine Ahnung gehabt, dass er die Maueröffnung noch erleben würde. »Da kann man sehen, wie schön es ist, wenn man sich richtig irrt«, sagte Biermann.

Für den 1976 aus der DDR ausgebürgerten Liedermacher war es ein Abend voller Erinnerungen. Am 4. November 1989 hatte er am Grenzübergang Friedrichstraße in unmittelbarer Nähe des Theaters versucht, zur großen Freiheitsdemonstration auf dem Alexanderplatz in Ost-Berlin zu gelangen, wo er singen wollte.

Dort hatten sich wenige Tage vor dem Mauerfall am 9. November Hunderttausende DDR-Bürger versammelt. »Sie haben mich nicht reingelassen«, sagte Biermann.

Im Berliner Ensemble begann Biermann zudem 1957 als Regieassistent von Helene Weigel, der Witwe von Bertolt Brecht und damaligen Intendantin des Theaters.  dpa

London/Los Angeles

Unerwarteter Ticket-Boom: Royal Ballet bedankt sich bei Timothée Chalamet

Nach kritischen Bemerkungen des Hollywood-Stars steigen Reichweite und Ticketverkäufe in der Oper- und Ballett-Welt deutlich

 15.04.2026

London

Boy George unterstützt Israel online und erntet dafür Hass-Kommentare

»Es ist gerade sehr trendy, Israel zu hassen. Aber ich habe immer gesagt: ›Mode ist für die Zerbrechlichen, Stil für die Mutigen‹«, schreibt das Multitalent. Die Antworten lassen nicht lange auf sich warten

 14.04.2026

Essay

Schoa-Erinnerung ohne Juden

Gunda Trepp über ihren verstorbenen Ehemann Leo Trepp, die Vereinnahmung der Schoa und Wege jüdischen Erinnerns

von Gunda Trepp  14.04.2026

Hollywood

Scarlett Johansson: Rollen für Frauen heute besser

Wenn sie auf ihre Zwanziger zurückblickt, spricht die jüdische Schauspielerin von einer harten Zeit. Frauen hätten viel weniger interessante Rollenangebote bekommen als heute. Was ihr Ausweg war

 14.04.2026

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  13.04.2026

Berlin

Auschwitz-Überlebende fordern Konzertverbote für Kanye West

Kanye Wests geplante Shows in Polen und Italien sorgen für Empörung. Holocaust-Überlebende fordern von Regierungen und Veranstaltern ein klares Signal - wie zuletzt aus Großbritannien

 11.04.2026

Essay

Zwischen Räumen

Wenn der Maler Navot Miller im Flugzeug sitzt, ist er in einer Welt, die ihn für eine kurze Zeit vor der Schwere der Realität schützt. Gedanken von unterwegs

von Navot Miller  10.04.2026

Iran-Krieg

Europa darf Israel nicht im Stich lassen

Während die USA und Israel der Bedrohung durch das Mullah-Regime militärisch begegneten, standen die Europäer an der Seitenlinie und übten Kritik. Die nun herrschende Feuerpause gibt ihnen Gelegenheit, ihre Haltung zu überdenken

von Rafael Seligmann  10.04.2026

Netflix-Dokumentation

Der Mann, der die Chili Peppers Red Hot machte

Man kann ohne weiteres behaupten, dass die Rockwelt ohne Hillel Slovak weniger bunt wäre. Eine Streaming-Doku hat dem in Israel geborenen ersten Gitarristen der Chili Peppers ein Denkmal gesetzt

von Richard Blättel  07.04.2026