Berlin/Los Angeles

Weimer lädt Chalamet in die Oper ein: »Kann mal daneben liegen«

Timothée Chalamet Foto: picture alliance / Sipa USA

Mit seinem öffentlichen Desinteresse an Oper und Ballett hat Timothée Chalamet (30) für Aufsehen gesorgt – jetzt will Kulturstaatsminister Wolfram Weimer den jüdischen Hollywood-Star mit einem Opernbesuch in Deutschland umstimmen. »Wer Ballett oder Oper nicht hautnah und live erlebt hat, kann auch mal daneben liegen«, sagte Weimer der »Rheinischen Post«.

Deutschland sei »quasi Weltmarktführer« bei Orchestern, Opernhäusern und Tanzensembles, sagte Weimer (parteilos). Chalamet sei daher »herzlich eingeladen«, beim nächsten Besuch in Deutschland »in eins unserer tollen Konzerthäuser oder Musiktheater zu gehen, mit Künstlerinnen und Künstlern zu sprechen und sie bei ihrer Hochleistungsarbeit zu beobachten«, so der Kulturstaatsminister. »Dann spürt Herr Chalamet sofort den Zauber der Oper und die Schönheit des Tanzes. Danach kann man nur sagen: It was really awesome.«

Lesen Sie auch

Chalamet (30) ist für seine Rolle als ehrgeiziger Tischtennisspieler in dem Film Marty Supreme als bester Hauptdarsteller nominiert. In einer knapp 90-minütigen Gesprächsrunde hatte er sich mit seinem Kollegen Matthew McConaughey (56) unter anderem über die Zukunft der Kinobranche und das Interesse von Zuschauern an Filmen ausgelassen.

In diesem Zusammenhang sagte Chalamet, dass er nicht in Bereichen wie Ballett oder Oper arbeiten wolle - »Dinge, bei denen man sagt, «Hey, erhaltet diese Sache am Leben, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert»«. Große Opernhäuser, darunter auch die Bayerische Staatsoper, reagierten anschließend mit einer Mischung aus Witz und Kritik auf seine Äußerungen. dpa

Zahl der Woche

2010

Funfacts & Wissenswertes

 21.04.2026

Theater

Eine Party der perfidesten Art

Simone Blattner inszeniert in Weimar den subversiv-doppelbödigen Text »Rechnitz (Der Würgeengel)« von Elfriede Jelinek

von Joachim Lange  21.04.2026

Biografie

Konzertmeister des Stardirigenten

In seinem neuen Buch über Herbert von Karajan bezieht sich der Historiker Michael Wolffsohn auch auf den Schoa-Überlebenden Michel Schwalbé. Ein Auszug

von Michael Wolffsohn  21.04.2026

Literatur

Neue Literatur zur Frage: Was bedeutet es, heute jüdisch zu sein?

Jüdische Gemeinschaften sind gespalten – nach dem Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 und dem Gazakrieg. Viele Linke sehen sich in ihrem eigenen Umfeld mit Antisemitismus konfrontiert. Zwei neue Bücher liefern Denkanstöße

von Leticia Witte  21.04.2026

Kolumne

»Un-fucking-believable«

Als erste Israelin: Noga Erezʼ fast surrealer Auftritt auf dem Coachella Valley Festival

von Laura Cazés  21.04.2026

New York

»Der Teufel trägt Prada 2« feiert Premiere

Der 2006 erschienene erste Teil gilt als Kult. Die Premiere der Fortsetzung zieht die Prominenz in Scharen an. Wann startet das Werk in Deutschland?

 21.04.2026

Glosse

Der Rest der Welt

Kamele an der Limmat oder wie Zürich mit Tradition umgeht

von Nicole Dreyfus  20.04.2026

Essay

Darf es mir gut gehen …?

Die Welt brennt an allen Ecken und Enden. Unsere Autorin Barbara Bišický-Ehrlich plädiert für die Hoffnung als Lebensprinzip in dunklen Zeiten

von Barbara Bišický-Ehrlich  20.04.2026

Los Angeles

Natalie Portman erwartet drittes Kind

Zwei Kinder hat sie bereits aus ihrer früheren Ehe

 20.04.2026