Berlin
Unter dem Titel »Jüdische Orte in Charlottenburg – Modesalon Goetz« entfaltet sich eine Veranstaltung, die ästhetische Ausdrucksformen mit aktuellen politischen und kulturellen Fragestellungen in Dialog bringt. Moderation: Ute Cohen
Fr 8. Mai, 19 Uhr, Rathaus Charlottenburg, Festsaal, Otto-Suhr-Allee 100
Berlin
»Ken Adam & Chaim Heinz Fenchel – deutsch-jüdische Filmarchitekten«: Im Rahmen der Ausstellung »Between the Lines« zeigt das Museum in Kooperation mit dem Jüdischen Filmfestival Berlin Brandenburg zwei Filme der in Berlin geborenen Filmarchitekten.
So 10. Mai, 14 Uhr, Jüdisches Museum, Lindenstraße 9–14
Dresden
»Exil im Gepäck: Die Lebenswege der Grafikerin Lea Grundig«: Als Jüdin und Kommunistin von den Nationalsozialisten vertrieben, gelangte die jüdisch-deutsche Grafikerin Lea Grundig 1940 auf abenteuerlichen Wegen nach Palästina. Für viele ihrer jüdischen Freunde überraschend, emigrierte sie 1948 erneut und kehrte ins Land der Täter zurück.
Mi 13. Mai, 19 Uhr, Deutsches Hygiene-Museum, Lingnerplatz 1
Greifswald
»Juden, Christen und Muslime im Mittelalter – ein religionshistorisches Modell und seine Begründung«: Vortrag der Berliner Historikerin Dorothea Weltecke
Mo 11. Mai, 16.15 Uhr, Historisches Institut, Domstraße 9 A
Lingen (Ems)
»Places of remembrance in Lingen introduce themselves«: Führung auf Englisch
Do 14. Mai, 17 Uhr, Emslandmuseum, Burgstraße 28B
Senden
»Antisemitische Stereotype und Verschwörungserzählungen. Welche Formen des Antisemitismus gibt es heute?«:
Vortrag von Peter Römer vom Geschichtsort Villa ten Hompel
Mi 13. Mai, 18 Uhr, Rathaus, Münsterstraße 30
TV und Radio
»Nie allein« – 1942: Finnland verbündet sich mit Nazideutschland, weshalb jüdische Geflüchtete ins Visier der Staatspolizei geraten. Der jüdische Unternehmer Abraham Stiller versucht, ihnen Schutz zu verschaffen, liefert jedoch ungewollt Ansatzpunkte für eine Deportationsliste. Drama von Klaus Härö
Freitag, 8. Mai, 20.15 Uhr arte TV
»Lauf Junge lauf«: Der Film erzählt die wahre Geschichte des neunjährigen Srulik, dem die Flucht aus dem Warschauer Ghetto gelingt. Bis zum Ende des Krieges muss er sich allein durch die Wälder schlagen, auf Bäumen schlafen, Eichhörnchen mit der Schleuder jagen und eine andere Identität annehmen.
Samstag, 9. Mai, 0.00 Uhr mdr TV
»Flucht vor den Nazis – Wie der Leica-Fabrikant Juden rettete«: Den Antagonismus des Ernst Leitz II deckt Fotograf und Rabbi Frank Dabba Smith auf.
Samstag, 9. Mai, 11.15 Uhr ZDFinfo TV
»Vom Hakenkreuz zum Totenkopf – Der FC St. Pauli und seine Geschichte«: Es ist eine andere Erzählung über den FC St. Pauli. Heute steht der Verein für Antifaschismus, Toleranz und gesellschaftliches Engagement. Doch hinter dem Image des rebellischen Kiezklubs verbirgt sich eine komplexe Geschichte mit dunklen Kapiteln. Der jüdische Spieler Selig Cahn wird 1942 mit einem der ersten Transporte nach Auschwitz deportiert und dort in der Gaskammer ermordet. Später erhält ein ehemaliger Spieler und hochrangiger Vereinsfunktionär trotz düsterer NS-Vergangenheit die goldene Ehrennadel des Klubs. Erst 2010 wird sie ihm posthum aberkannt. Zwei Schicksale, ein Verein.
Sonntag, 10. Mai, 23.55 Uhr NDR TV