Potsdam

Jüdisches Filmfestival zeigt Vielfalt Israels

Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zenttralbild

Beim Jüdischen Filmfestival Berlin Brandenburg (JFBB) wird die Diversität Israels in den Fokus gerückt. In der Reihe »The Other Israel« werden vereinfachte Narrative hinterfragt und unterschiedliche palästinensische und israelische Realitäten in den Blick genommen, wie das Festival mitteilte. Das Festival beginnt heute und läuft bis 10. Mai.

Die Reihe ist eine Kooperation mit dem New Yorker Other Israel Film Festival. »In Zeiten von Polarisierung und Boykott ist es entscheidend, differenzierte Perspektiven sichtbar zu machen«, wurde der Geschäftsführer des US-Festivals, Isaac Zablocki, zitiert. Die Reihe schaffe einen Raum für Dialog. Der filmische Austausch sei dabei ein Werkzeug für kulturellen Wandel.

Zu sehen sind bei der 32. Ausgabe des Festivals 60 Filme aus 22 Ländern, die ein vielschichtiges Panorama jüdischer Geschichte und Gegenwart präsentieren. In der Reihe »Nordic Jewish Focus«, eine Kooperation mit den Nordischen Botschaften, wird jüdisches Leben in Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden beleuchtet. Eröffnet wird das Festival heute Abend um 19.00 Uhr im Hans Otto Theater in Potsdam.

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In der Reihe »The Other Israel« wird unter anderem der Dokumentarfilm »The Smugglers« (2025) gezeigt, in dem zwei Buchhändler versuchen, arabischsprachige Bücher nach Israel zu bringen. In dem oscarnominierten Kurzdrama »Butcher’s Stain« (2025) gerät ein palästinensischer Supermarktangestellter nach einer falschen Verdächtigung ins Visier.

Die Dokumentation »On Thin Ice« (2026) blickt auf die drusische Community Israels und zeigt eine junge Eishockeyspielerin zwischen sportlichen Ambitionen und familiären Erwartungen. In der Komödie »Snipped« (2025), die in der Reihe »Nordic Jewish Focus« gezeigt wird, möchte sich ein Konvertit beschneiden lassen und landet auf dem OP-Tisch eines muslimischen Arztes.

Das JFBB findet in den Berliner Kinos Filmkunst 66, Moviemento, Bundesplatz-Kino und Kino Krokodil sowie in Potsdam im Thalia-Programmkino Babelsberg und im Filmmuseum Potsdam statt. Begleitet wird das Filmprogramm von Diskussionen und Gesprächen. Tickets kosten 10 Euro, mit Ermäßigung 8 Euro, und können online gekauft werden. dpa

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