Programm

Termine und TV-Tipps

Diane Kruger ist »Die Agentin«, Sonntag, 1. Februar, 01.00 Uhr ZDF. Foto: Kolja Brandt

Berlin
Eine Berliner Familiengeschichte: Die Zeitzeugin Irene Bindel liest aus ihrem Buch »Wassermilch und Spitzenwein«
Mo 2. Februar, 18 Uhr, VHS, Onkel-Tom-Straße 14

Chemnitz
Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust: »Shoah – Dokumentarfilm von Claude Lanzmann«
So 1. Februar, 10 Uhr, Kino Metropol, Zwickauer Straße 11

Dorsten
Lesung »Shalom zusammen« mit Tanya Raab: Ob mit Davidstern-Kette im Fitnessstudio oder Regenbogen-Kippa beim Einkaufen – die queere und feministische Aktivistin zeigt, dass jüdisches Leben anders gelebt werden kann, als man es erwartet.
Do 29. Januar, 19.30 Uhr, Jüdisches Museum Westfalen,
Julius-Ambrunn-Straße 1

Hamburg
MIT•2•WO Blind Date für Fragen »Mitzwot & Mojito« – 90 Minuten jüdische Kultur und die Art von Gesprächen, bei denen man sich fragt, warum man sie nicht schon früher geführt hat. Anmeldung: kontakt@mit2wo.de
Do 5. Februar, 19 Uhr, Bekanntgabe des Ortes nach Anmeldung

Frankfurt/Main
Gedenkveranstaltung für die 14 jüdischen Dozent:innen statt, die 1933 unmittelbar nach der nationalsozialistischen Machtübernahme gezwungen waren, das Konservatorium zu verlassen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung »Gegen das Vergessen: Verfolgt und vertrieben -
Dr. Hoch’s Konservatorium im Jahr 1933″ steht das Musiktheaterstück «Heute Abend: Lola Blau» von Georg Kreisler. Das Werk wird von der renommierten Frankfurter Sängerin und Schauspielerin Sabine Fischmann auf die Bühne des Clara Schumann Saals gebracht. Die Geschichte der jüdischen Künstlerin Lola Blau, die zur Emigration gezwungen wird, spiegelt das Schicksal vieler jüdischer Lehrender wider, die 1933 ihre Tätigkeit am Konservatorium verloren.
Do, 5. Februar, 10 Uhr, Dr. Hoch’s Konservatorium, Clara Schumann Saal, Sonnemannstraße 16

Neunkirchen
«Juden in der Herrschaft Ottweiler im 18. Jahrhundert» – Vortrag des Leiters des Stadtarchivs, Christian Reuther
Mi 4. Februar, 19 Uhr, Volkshochschule, Marienstraße 2

Nürnberg
Filmvorführung: «Die Stadt ohne Juden». Österreichischer Stummfilm (1924)
So 1. Februar, 17 Uhr, Tafelhalle im KunstKulturQuartier, Äußere Sulzbacher Straße 62

Rotenburg (Wümme)
Lesung «Stefanie Schüler-Springorum: Unerwünscht. Die westdeutsche Demokratie und die Verfolgten des NS-Regimes» – Vortrag zum 20-jährigen Bestehen des Fördervereins Cohn-Scheune
Di 3. Februar, 19 Uhr, Cohn-Scheune, Am Kirchhof 1

Stuttgart
Vernissage «Schlamassel Tov – wie jüdisch ist deutsch?» – Auf Plakaten werden Redewendungen des Alltags vorgestellt, deren Ursprung im Jüdischen beziehungsweise Jiddischen liegt.
Mo 2. Februar, 18 Uhr, Martinskirche, Eckartstraße 2

TV und Radio

«Fühlen sich Jüdinnen und Juden in Österreich heute sicher?»: Nach dem Holocaust war die einst größte jüdische Gemeinde im deutschsprachigen Raum fast komplett ausgelöscht. Heute gibt es in Wien wieder eine aufgeblühte jüdische Gemeinde, vor allem dank Zuwanderung. Doch warum ziehen Jüdinnen und Juden angesichts der blutigen Geschichte ausgerechnet nach Österreich?
Donnerstag, 29. Januar, 23.40 Uhr 3sat TV

«Leverkusener Jazztage 2025 – Sharon Mansur Trio»: Eine musikalische Reise durch Progressive Rock, Electro und Weltmusik. Mit David Michaeli und Aviv Cohen
Freitag, 30. Januar, 02.45 Uhr WDR TV

«Die Agentin»: Diane Kruger brilliert in der Verfilmung des Romans eines israelischen Geheimdienstmitarbeiters als coole Überlebenskünstlerin, die in heikler Mission riskante Emotionen zeigt.
Sonntag, 1. Februar, 01.00 Uhr ZDF TV

«The Bibi Files – Die Akte Netanjahu»: Der Dokumentarfilm beleuchtet das Korruptionsverfahren gegen Israels Premierminister Benjamin Netanjahu mit bislang unveröffentlichten Videomaterial und zeigt, wie eng politische Macht, Medien und Justiz in Israel verwoben sind.
Donnerstag, 5. Februar, 23.35 Uhr SWR TV


Leipzig

Hotelmitarbeiter: Gil Ofarim inszeniert sich wie ein Opfer

Vor vier Jahren warf der Musiker dem Hotelmitarbeiter Markus W. vor, ihn aus antisemitischen Gründen nicht einchecken lassen zu haben. Die Vorwürfe waren erfunden. Nun äußert sich der Mitarbeiter erstmals

 10.02.2026

Naturschutz

Ein Zuhause für Meeresschildkröten

Aus einer Notfallklinik in Containern wird ein nationales Zentrum mit weltweit einzigartiger Zuchtstation

von Sabine Brandes  09.02.2026

Literatur

Als nichts mehr normal schien

Ein Auszug aus dem neuen Roman »Balagan« von Mirna Funk, der im Jahr 2024 in Berlin und Tel Aviv spielt

von Mirna Funk  09.02.2026

Restitution

Uni Frankfurt übergibt erstmals NS-Raubgut an Jüdische Gemeinde

Seit gut fünf Jahren durchforstet die Universitätsbibliothek in Frankfurt ihre Bestände systematisch nach Raubgut aus der NS-Zeit. Das Projekt trägt nun Früchte - und ist noch lange nicht abgeschlossen

 09.02.2026

Geburtstag

Seiner Zeit voraus: Vor 100 Jahren wurde John Schlesinger geboren

Regisseur John Schlesinger lebte seine Homosexualität offen und rührte mit seinen Filmen früh an gesellschaftliche Tabus, etwa mit dem Oscar-prämierten »Asphalt Cowboy«. An die atmosphärische Dichte seiner Werke knüpfen Filmemacher noch heute an

von Barbara Schweizerhof  09.02.2026

Fernsehen

Gil Ofarim: »Der Dschungel hat mich wieder zurückgeholt, zurück ins Leben«

»Wenn Gil gewinnt, verliere ich den Glauben an Reality-Shows«, sagte Simone Ballack. Dieser Fall ist nun eingetreten

von Jonas-Erik Schmidt  08.02.2026

Fernsehen

Gil Ofarim gewinnt das RTL-Dschungelcamp. Und nun?

Unser Kolumnist ist nach 17 Folgen ausgebrannt - und zieht ein letztes Mal Bilanz

von Martin Krauß  08.02.2026

Meinung

Warum ich mich für meine Teilnahme am Dschungelcamp nie schämen würde

Die »Lindenstraßen«-Darstellerin Rebecca Siemoneit-Barum war 2015 bei der berühmt-berüchtigten RTL-Sendung in Australien dabei. Hier erzählt sie, was die Zeit im Dschungel bis heute für sie bedeutet

von Rebecca Siemoneit-Barum  09.02.2026 Aktualisiert

Medien

Holger Friedrich, die Juden und ihre offenen Rechnungen nach dem Fall der Mauer

Der Verleger der »Berliner Zeitung« gibt im Gespräch mit Jakob Augstein einmal mehr Einblicke in sein krudes Geschichtsverständnis

von Ralf Balke  08.02.2026